Livebild#2

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  • Jüngstes Küken ist tot

    Die Suche nach dem jüngsten Küken gestaltete sich schon die letzten beiden Tage schwierig. Es war kaum möglich ein Lebenszeichen zu erkennen. Eher noch hatte man den Eindruck, dass die Elternstörche durch ihr Verhalten dessen Anwesenheit andeuten. Gestern abend gab es dann eine Aufnahme, die ein Lebenszeichen zu dokumentieren schien. Aber auch da war ich mir nicht 100% sicher.

    Heute haben wir dafür wesentlich mehr Hinweise, dass es tot ist, sich allerdings noch im Nest befindet. Bereits am frühen Morgen bewegte ein Elternstorch etwas durch das Nest, das zunächst noch nach einem „vollständigen Küken“ aussah. Es wirkte aber bereits etwas getrocknet – also tot.

    Im Laufe des Tages gab es dann immer mehr Aufnahmen, bei denen die Elternstörche den halslosen Körper durch das Nest bewegen. Wenn man mal ein Küken in der Hand hielt, dann kann man die Form des Körpers darin ganz gut erkennen, den „Po“ und im letzten der folgendne Bilder die Flügelchen.

    Kein Zweifel: das jüngste Küken ist tot. Wann genau und wie es gestorben ist lässt sich aus den Aufnahmen leider nicht herauslesen. Es könnte schon gestern gewesen sein oder heute Nacht.

    Um 11:39 Uhr versuchten die Elterstörche mal wieder einen Fremdstorch zu verscheuchen. Er hatte allerdings keinen EInfluß auf die eigentliche Tragödie.

  • Unerwünschter Besuch

    Heute Morgen gab es ein wenig Wallung im Nest. Den aufgebrachten Elternstörchen war leicht anzumerken, dass sie unliebsamer Besuch nähert. Kurze Zeit später konnte man ihn auch im Bild beobachten.

    Mehrfach habe ich heute fast vergeblich Ausschau nach dem dritten Küken gehalten. Aber es scheint immernoch im Nest zu sein. Während man die beiden Großen nahezu regelmäßig beobachten kann, bleibt das Kleine fast unsichtbar. Aus der Bewegung heraus findet man dann doch manchmal Hinweise oder Beweise, aber richtig schön abbilden lässt es sicht nicht.

  • Entwicklungsabstand

    Heute war die Kamera leider abgestürzt, so dass ich nicht zurückspulen kann. Vor allem war ich auf der Suche nach dem jüngsten. Während man die beiden großen immer wieder beobachten kann, geht das kleinste Küken völlig unter. Unterhalb des Turms haben wir heute kein herausgeworfenes Küken gefunden. Aber auch vom Verhalten der Störche her bin ich mir relativ sicher, dass es noch im Nest ist.

    Der unterschiedliche Entwicklungsstand macht mir allerdings Sorgen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Eltern es in absehbarer Zeit heraus werfen ist daher sehr groß.

  • Kritische Zeit

    Es bleibt dabei. Immer wieder Mal können wir einen Beweis für drei Küken im Nest finden. Der Abstand zwischen den zwei großen und dem einen kleinen ist allerdings immens. Deshalb läuft das kleine Küken Gefahr aus dem Nest geworfen zu werden. Erfahrungsgemäß wäre dazu jetzt der „übliche“ Zeitpunkt. Deshalb müssen wir damit rechnen, dass dies heute oder morgen passieren kann. Hoffen wir, dass es drei bleiben.

  • Drei Küken im Nest

    Jetzt ist es aber sicher. Eine Beobachterin aus Frankfurt machte um 20:09 Uhr die passende Entdeckung: Wir haben mindestens drei Küken im Nest.

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