Manchmal kann es passieren, dass die Kamera hängen bleibt (dann verändert sich das Bild nicht mehr) oder dass der Livestream komplett abreißt (dann kann die Kamera auf youtube nicht mal mehr gefunden werden). Bitte scheuen Sie sich dann nicht mir das mitzuteilen. Dies geht am besten über whatsapp an O17O852518O. Nur wenn ich informiert bin kann ich auch reparieren.
Jüngstes Küken ist tot
Die Suche nach dem jüngsten Küken gestaltete sich schon die letzten beiden Tage schwierig. Es war kaum möglich ein Lebenszeichen zu erkennen. Eher noch hatte man den Eindruck, dass die Elternstörche durch ihr Verhalten dessen Anwesenheit andeuten. Gestern abend gab es dann eine Aufnahme, die ein Lebenszeichen zu dokumentieren schien. Aber auch da war ich mir nicht 100% sicher.
Heute haben wir dafür wesentlich mehr Hinweise, dass es tot ist, sich allerdings noch im Nest befindet. Bereits am frühen Morgen bewegte ein Elternstorch etwas durch das Nest, das zunächst noch nach einem „vollständigen Küken“ aussah. Es wirkte aber bereits etwas getrocknet – also tot.



Im Laufe des Tages gab es dann immer mehr Aufnahmen, bei denen die Elternstörche den halslosen Körper durch das Nest bewegen. Wenn man mal ein Küken in der Hand hielt, dann kann man die Form des Körpers darin ganz gut erkennen, den „Po“ und im letzten der folgendne Bilder die Flügelchen.




Kein Zweifel: das jüngste Küken ist tot. Wann genau und wie es gestorben ist lässt sich aus den Aufnahmen leider nicht herauslesen. Es könnte schon gestern gewesen sein oder heute Nacht.
Um 11:39 Uhr versuchten die Elterstörche mal wieder einen Fremdstorch zu verscheuchen. Er hatte allerdings keinen EInfluß auf die eigentliche Tragödie.

Unerwünschter Besuch
Heute Morgen gab es ein wenig Wallung im Nest. Den aufgebrachten Elternstörchen war leicht anzumerken, dass sie unliebsamer Besuch nähert. Kurze Zeit später konnte man ihn auch im Bild beobachten.


Mehrfach habe ich heute fast vergeblich Ausschau nach dem dritten Küken gehalten. Aber es scheint immernoch im Nest zu sein. Während man die beiden Großen nahezu regelmäßig beobachten kann, bleibt das Kleine fast unsichtbar. Aus der Bewegung heraus findet man dann doch manchmal Hinweise oder Beweise, aber richtig schön abbilden lässt es sicht nicht.


Entwicklungsabstand
Heute war die Kamera leider abgestürzt, so dass ich nicht zurückspulen kann. Vor allem war ich auf der Suche nach dem jüngsten. Während man die beiden großen immer wieder beobachten kann, geht das kleinste Küken völlig unter. Unterhalb des Turms haben wir heute kein herausgeworfenes Küken gefunden. Aber auch vom Verhalten der Störche her bin ich mir relativ sicher, dass es noch im Nest ist.
Der unterschiedliche Entwicklungsstand macht mir allerdings Sorgen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Eltern es in absehbarer Zeit heraus werfen ist daher sehr groß.

Kritische Zeit
Es bleibt dabei. Immer wieder Mal können wir einen Beweis für drei Küken im Nest finden. Der Abstand zwischen den zwei großen und dem einen kleinen ist allerdings immens. Deshalb läuft das kleine Küken Gefahr aus dem Nest geworfen zu werden. Erfahrungsgemäß wäre dazu jetzt der „übliche“ Zeitpunkt. Deshalb müssen wir damit rechnen, dass dies heute oder morgen passieren kann. Hoffen wir, dass es drei bleiben.
Drei Küken im Nest
Jetzt ist es aber sicher. Eine Beobachterin aus Frankfurt machte um 20:09 Uhr die passende Entdeckung: Wir haben mindestens drei Küken im Nest.

Vermutlich drittes Küken
Bis ich schreibe, dass wirklich ein drittes Küken im Nest sitzt, muss ich alle drei exakt gleichzeitig gesehen haben. Deshalb halte ich mich noch zurück. Aber aus dem Verhalten der Elternstörche und aus den Position der Küken, gewinne ich doch so viel Gewissheit, dass ich zumindest fest damit rechne, dass drei Küken im Nest sitzen.
Kurz vor und nach den folgenden Bildern konnte man die beiden „großen“ Küken relativ ortsstabil beobachten. Dabei neigen sie ihren Kopf von links unten nach oben rechts. Während urplötzlich (aber nicht gleichzeitig) ein kleiner wirkendes Köpfchen an genau die entgegengesetzte Richtung einnimmt. In beiden folgenden Bildern ist der teilweise geöffnete Schnabel des vermuteten dritten Kükens sichtbar. Und wie erwartet ist es auch kleiner.


Ich bin gespannt, ob wir heute oder morgen doch noch Gewissheit bekommen.
Immernoch nur zwei Küken
Die beiden Küken sind zwischenzeitlich so groß, dass man sie mit normalen Hühner vergleichen könnte. Entsprechend oft werden sie sichtbar. Doch auch wenn man manchmal den Eindruck haben könnte, dass noch ein drittes Küken im Nest sein könnte: Einen echten Beweis konnte ich bisher nicht finden.
Und selbst wenn es ein drittes Küken gäbe, dann dürfte es so klein sein und einen so großen Abstand zu seinen Geschwistern haben, dass es Gefahr läuft aus dem Nest geworfen zu werden. Deshalb weiß ich gerade nich so recht, ob ich auf ein drittes Küken hoffen sollte.

Mindestens zwei Küken
Die regnerischen Tage sind zum Beobachten eigentlich ideal, denn dann ist das Bild wesentich schärfer. Zwischenzeitlich kann man daher mit Sicherheit sagen, dass mindestens zwei Küken im Nest sitzen. Aber vermutlich werden es noch mehr.
Leider hatte ich gestern nicht die Zeit das Nest genauer zu beobachten. Da die Küken aber unglaublich schnell wachsen werden wir heute vermutlich noch mehr Gewissheit bekommen, weil die Köpfchen immer weiter über den Nestrand ragen werden.
Küken sichtbar
Wie viele Küken im Nest sind lässt sich derzeit noch unmöglich sagen. Aber dass Küken im Nest sind schon. Sobald die Eltern aufstehen (vor allem wenn sie füttern) werden die Köpfchen schon sichtbar. Zählen können wir die Küken aber erst, wenn die Köpfe gleichzeitig oben sind. Die Küken wechseln teilweise so schnell die Position, dass man vermeintlich mehrere wahrnehmen kann, wenn am Ende nur eines gerade aktiv ist. Deshalb bleiben die folgenden Tage sehr spannend.

Schreiben Sie gerne Ihre Beobachtungen ins Tagebuch oder mir als whatsapp Nachricht. Die Bilder kann ich danach ja noch durchsehen.
Im folgenden Bild habe ich rechts gezeichnet, was Sie links unter dem gelben Pfeil sehen können. Man muss aber genau schauen. Aus der Bewegung heraus fiel mir das leicht, aber Sie sehen leider nur ein Standbild.

Vermutlich erstes Küken geschlüpft
Leider ist das Wetter derzeit zu heiß, als dass die Kamera scharfe Bilder übertragen könnte. Am frühen Morgen hätten sie die besten Chancen etwas zu beobachten. Dennoch kann man natürlich das Verhalten der Störche beobachten. Und das scheint jetzt erstmals eindeutig.
Während in den vergangenen Tagen die Störche beim Wenden der Eier und dem Rienigen des Nestes immer wieder mal den Eindruck von Füttern erweckte, scheint das heute anders zu sein. Die Störche scheinen begonnen zu haben wirklich zu füttern. . Außerdem haben wir den errechneten Termin. Ein Köpfchen konnte ich aber dennoch noch nicht beobachten und eine verifizierbare Meldung liegt mir auch nicht vor.
Dennoch halten Sie die Augen ruhig auf und teilen die exakte Uhrzeit der Beobachtung mit. Die nächsten Tage werden spannend.
Neue Nester in der Stadt
Zwischenzeitlich sind alle alten Standorte in der Stadt wieder mit Nestern belegt. Auch Orte, an denen die Störche bisher kein Nest bauen konnten (oder durften) sind wieder in Beschlag genommen worden. Insgesamt lassen sich im Moment sechs Standorte im Stadtgebiet beobachten.

Einen exakten Überblick, wann welche Störche in Hammelburg angekommen sind habe ich leider nicht. Da hat mir die Kommunalwahl zuviel Aufmerksamkeit geraubt.

Mönchsturm:
Das Storchennest am Mönchsturm ist bereits durchgehend seit 2009 belegt. Und seither wird es auch online übertragen. Damals erhielten die beiden Störche noch den Namen Jakob und Adele. Beide Störche sind schon längst nicht mehr da und mehrfach von anderen Eltern erstetzt worden.
Da die Störche in diesem Jahr wieder nicht beringt sind können wir wenig darüber sagen, ob die beiden schon mal hier in Hammelburg waren. In jedem Fall sind sie bereits am Brüten. Ihr Nest wird auf dieser Homepage übertragen.
Dieses Foto ist nicht aktuell, sondern aus dem Archiv

Viehmarkt:
Das Nest am Viehmarkt war auch bereit mehrfach belegt. Den Standort haben sich die Störche ohne selbst ausgewählt. Ursprünglich war dort keine Nisthilfe installiert. Da der Schornstein aber in Gebrauch ist hat man nun eine gute Lösung für Mensch und Vogel finden können.
Da das Nest deutlich tiefer liegt als am Mönchsturm lassen sich die Störche wunderbar vom Viehmarkt aus beobachten. Allerdings sind die Tier in sitzender Posititon auch hier nicht so leicht zu erkennen.

Adolf-Kolping-Straße:
Das Nest in der Adolf-Kolping-Straße liegt direkt an der Kreuzung zur Von-der-Tann-Straße. Für die Schüler liegt der Realschule und des Gymasiums liegt es ideal, um immer wieder mal einen Blick dort hin zu werfen. Allerdings liegt das Nest ebenfalls relaitv weit oben, so dass eine Beobachtung von der Straße aus nicht ganz so leicht ist.
Auch hier brüten die Störche nicht zum ersten Mal. Der Schornstein ist auch im Betrieb, aber Störche und Betrieb scheinen sich hier nicht so sehr in die Quere zu kommen.

Gärtnerei Goldstein:
Das Nest auf der Gärtnerei Goldstein stieß in der Vergangenheit nicht nur auf Gegenliebe. In diesem Jahr habe ich noch keine Unternehmungen zum Entfernen beobachten.
Die Störche scheinen sich ihr Nest eingerichtet zu haben, inwieweit Kopulation, Eiablage oder ähnliches bereits stattgefunden haben, konnte ich bisher nicht ausmachen. Ich bin mir derzeit auch noch nicht sicher, ob man vom Hochhaus aus einen Einblick hätte.

Zimmerei Rösser:
Die Zimmerei Rösser hatte ihre Bruthilfe schon vor längerem angebracht. Die Störche haben das Nest auch in den vergangenen Jahren dankbar angenommen.
Wenn die Störche im Nest sitzen kann man sie nicht so leicht beobachten. Da das Nest relativ groß ist hat man keinen leichten Einblick von unten.
Wer von Diebach nach Hammelburg rein fährt kann das Nest gleich auf der linken Seite sehen (siehe Foto). Gut beobachten kann man es aber auch aus der Straße „Am Weiten Weg“.


Bahnlinie/Kissinger Straße:
Völlig überraschend kommt das Nest an der Bahnlinie in diesem Jahr dazu. Dabei ist es gleichzeitig richtig spannend, denn keines der Nester ist so naturnah gebaut wie dieses. Es istzt auf einem alten „Baumstumpf“ und ist längst nicht so hoch wie alle anderen Nester.
Man kann es leicht beobachten, wenn man von der Esso-Tankstelle auf den Baumstumpf schaut oder am „Saunaweg“ spazieren geht. Und wer nicht so nah hin will, der kann es auch beobachten, wenn man in der Berliner Straße über die Bahnbrücke läuft. Siehe zweites Bild.
Gleichzeitig wäre es ideal für eine Übertagung ins Internet. Die Anwohner dürfen einen leichten Einblick in das Nest haben.
Die Störche sind zurück
Bereits seit Samstag, den 28.02.2026 sind die Störche zurück in Hammelburg. Sie sind bereits als Pärchen hier angekommen und haben das Nest auch gleich erobert – und verteidigen müssen. Denn das Nest auf dem Mönchsturm ist bereits schwer umkämpft.
Da wir gerade kurz vor der Kommunalwahl stehen hatte ich bisher kaum Zeit, um mal nach den Störchen zu schauen. Ich kann Ihnen daher überhaupt noch keine validen Daten liefern. Aber das hole ich sicher nach.
Heute Mittag habe ich dann die Kamera im Rathaus für die übertragung vorbereitet. Der Stream startet leider erst jetzt in der Dunkelheit. Aber spätestens morgen früh sollten erste Bilder übertragen werden.
Ich wünsche Ihnen allen ein erfolgreiches Storchenjahr in Hammelburg.
„Fremder“ Jungstorch im Nest
Wir haben im hammelburger Storchenleben ja schon viel erlebt. Auch die Adoption von drei elternlosen Jungstörchen durch eine andere Familie. Vielleicht konnte man heute genau das Gegenteil beobachten, die Aufnahme eines jungen Fremdstorchs in die die hammelburger Familie. In jedem Fall standen heute Abend plötzlich vier Jungstörche im Nest.
Was genau passiert ist, lässt sich derzeit nicht zusammenfassen, weil mir nur die Aufnahmen direkt aus dem Nest vorliegen. Dabei kann man unseren drei Jungstörchen bereits im Vorfeld ansehen, dass ein anderer Stroch sich dem Nest nähert, bis er sogar kurz durchs Bild fliegt:

Seltsamerweise reagieren unsere Jungstörche eher beobachtend. Sie nehmen kaum die typische Abwehrhaltung von Störchen ein, auch dann nicht, als der fremde Jungstroch direkt im Nest landet. Sie sind zwar vorsichtig, versuchen ihn auch zu verdrängen, aber wirklich durchsetzungsstark wirken sie dabei nicht.

Der „fremde“ Jungstorch macht es aber auch geschickt. Er macht sich zunächst klein, lässt den Kopf gesenkt und nimmt eher eine devote Stellung ein. Wir kennen dieses Verhalten bereits aus der Vergangenheit, als vor vielen Jahren das Weibchen für längere Zeit nicht ins Nest zurückkam und dann wieder um „Einlass“ gebeten hat.
Die Zeit vor der Landung bis nach der ersten devoten Stellung sehen Sie auf folgendem Video:
Erst nachdem er ein erstes Akzeptiertwerden wahrnehmen kann hebt der fremde Storch den Kopf, auch über den der anderen. Im folgenden Bild ist der „fremde“ Storch ganz links zu sehen.

Dies führt zu leichten Machtdemonstration eines „unserer“ Jungstörche. Die beiden anderen halten sich eher raus. Der fremde Stroch geht dabei wieder in seine unterordnende Rolle und wartet auf Akzeptiert werden. Siehe folgendes Video:
Die weiteren sehr sanften Machtkämpfe enden mit unterschiedlichen Gewinnern, mal so mal so. Der „fremde“ Storch versucht mehrfach, teils erfolgreich seine Stellung zu behaupten.
Da er die Position im Nest wechselt und sich auch nicht mehr klein macht, ist er im folgenden Bild ganz rechts zu sehen. In beiden Bildern scheint er so zu wirken, als habe er das Sagen.

Später verhalten sich die Storche sehr ruhig, als haben sie sich alle mit der neuen Situation abgefunden. Sie putzen sich, strecken die Flügeln und legen sich auch schlafen. Mit Einbruch der Dunkelheit sind nach wie vor vier Störche im Nest, der „fremde“ wieder ganz links.

Update: Heute Morgen (17.07.2025) beim ersten Sonnenlicht waren die vier Störche immernoch gemeinsam im Nest. Um kurz nach 5 Uhr fliegt ein fünfter Storch am Nest vorbei, auf den alle vier Störche reagieren. Danach spielen sich ähnliche Szenen ab wie gestern abend. Der vierte Storch wird zwar nicht vertrieben, herzlich aufgenommen ist er allerdings auch nicht. Aber er behauptet sich und scheint die stärkere Rolle einzunehmen.

Jungfernflüge absolviert
Schon gestern teilte mir ein aufmerksamer Beobachterin aus Frankfurt mit, dass am Nachmittag ein Jungstroch seinen Jungfernflug absolviert hatte. Leider konnte ich das nicht mehr überprüfen. Da die Dame aber eine regelmäßige Beobachterin auch von anderen Nestern ist, könnte man dieses Datum (den 2. Juli gegen 15 Uhr) für den ersten Jungfernflug betrachten.
Eine andere Beobachterin beschrieb heute Morgen um 8:35 Uhr die selbe Beobachtung. Leider existiert auch davon keine Aufnahme mehr. Dabei wäre in den Morgenstunden das Bild noch scharf gewesen. In der Mittagszeit wird es durch die immense Hitze durch Luftflimmern und die Verschiebung des Fokus leider unscharf.

Am Nachmittag konnte man dann die Jungstörche schon regelmäßig bei hohen Übungen beobachten.

Endlich aufgezeichnt wurde dann der Absprung vom Nest um 17:14 Uhr. Etwa 90 Sekunden war der Storch dabei in der Luft ehe er wieder gekonnt im Nest landete. Den Geschwistern kann man in dieser Zeit gut ansehen, dass sie sich animiert fühlen, hinterher zu fliegen.

Um 19:25 Uhr kam es zu einem weiteren Flug. Das Verhalten der Geschwister wirkt etwas so, als wäre es diesmal nicht der selbe Storch, der bereits seinen Flug hinter sich hatte. Das ist aber Spekulation, denn wirklich auseinanderhalten kann ich die Störche (noch dazu bei diesem Luftflimmern) nicht. Sehr genau kann man den Geschwistern aber ansehen, dass der Flug mehrfach um das Nest herum geht. Wirklich im Bild ist der fliegende Jungstorch dabei nicht, aber die beiden anderen schauen ihm nahezu durchgeängig nach, so dass man die Position gut abschätzen kann.
Um 19:30 Uhr verlässt dann erstmal auch ein zweiter Storch definitiv das Nest, so dass wir mit Gewissheit sagen können, dass zu dieser Zeit bereits zwei Jungstörche ihren Erstflug absolviert haben. Um 19:37 Uhr kommt dann einer der beiden wieder zurück.

Um 19:48 Uhr hat dann auch der dritte Jungstorch das Nest verlassen. So dass wir zu dieser Uhrzeit mit Gewissheit sagen können, dass alle ihren Erstlingsflug absolviert haben. Um 20:09 waren dann alle von ihrem Ausflug zurück gekehrt.

Besuch des Kindergarten St. Mariens
Heute Vormittag hatte der Kindergarten St. Marien an seinem Naturtag das Thema Störche auf der Tagesordnung. Eigentlich wollten wir die Störche vom Parkdeck aus beobachten, aber ganz so stabil war das Wetter zu diesem Zeitpunkt nicht. Deshalb wurde die Veranstaltung kurzerhand in den Dachboden des Verwaltungsgebäudes II verlegt. Dorthin, wo früher mal die Kamera kurzzeitig stand.

Die Kinder hatten allerlei spannende Fragen mitgebracht: was machen Storchenbabys wenn die Eltern sterben, wie essen sie und wie lernen sie das Fliegen. Glücklicherweise (oder tragischerweise) haben wir das in Hammelburg schon alles direkt beobachten können, so dass es einiges zu erzählen gab. Am Ende haben die Kinder noch ein Lied über die Störche vorgetragen und als Dank ein selbstgemachtes Bild dagelassen. Herzlichen Dank für euren Besuch.

Nest wieder sauber
Das war heute eine Entschiedung für die letzte Sekunde. Die Bilder des gestrigen Tages haben schon deutlich gemacht, welche Gefahr die Stricke im Nest für die Jungstörche sein können. Gleichzeitig waren die Jungstörche heute vermutete 46 Tage alt (also 6,5 Wochen). Damit war zu erwarten, dass sie nicht mehr automatisch in Schockstarre verfallen und somit ihr eigenes Verhalten zu einem Risiko werden könnte. Dennoch erhielten wir heute Morgen von der Unteren Naturschutzbehörde die Erlaubnis mit der entsprechenden Vorsicht in das Nest einzugreifen.
„Mit der entsprechenden Vorsicht“ hieß, sich langsam zu nähern und das Verhalten der Störche genau zu beobachten. Das war insofern spannend, weil wir noch nie so spät (also in in diesem Alter der Jungstörche) am Nest waren. Man musste ja erwarten, dass die Schockstarre nicht schlagartig aufhört, sondern dass es ein „Übergangsverhalten“ geben könnte. Da wir uns technisch bedingt zweimal nähern mussten, bot sich die Chance erst ihr Verhalten zu beobachten und im zweiten Schritt ins Nest zu greifen. Wie wir das aus allen Jahren davor kennen, zeigten sich die Störche erst neugierig und beobachteten nur, was auf sie zukommt.



Als der Korb der Drehleiter sich dann näher und höher als das Nest heranschob, nahmen zwei Jungstörche (links) im Bild die typsiche Schockstarre ein. Sie bewegen sich dann nicht, auch nicht, wenn man sich nähert oder sie berührt. Der dritte Jungstorch (rechts) hingegen ging zwar in die Hocke, blieb auch sehr ruhig, aber in die Starre kam er nicht mehr. Zu diesem Zeitpunkt überlegten wir bereits, ob man die Aktion abbrechen müsste. Der Strick entpuppte sich da oben als Netz und war zugleich eine gefährliche Falle. Bei der technisch bedingten zweiten Anfahrt ans Nest galt unsere Aufmerksamkeit daher dem hockenden Storch.

Zweiter Besuch am Nest
Bei der zweiten Anfahrt näherten wir uns von weiter oben. Die Jungstörche waren aus der Starre. Betrachtet man die Bilder der Reihe nach, dann kann man erkennen, wie die Störche mit der Annäherung an das Nest der Reihe nach die Starre einnehmen. Außer der sitzende Storch eben. Unter ihm liegt schwer zu erkennen das Kunststoffnetz.



Während der Reinigung haben wir keine Fotos gemacht. Als ich mit der Greifzange mich dem Unrat und damit dem Jungstorch näherte pickte dieser zunächst an die Zange. Er ging dabei sehr zaghaft vor, so dass es eher wie ein Austesten wirkte. Genau dieses ruhige Verhalten erlaubte uns herauszufinden, wie er bei langsamer Annäherung reagieren würde. Ich erwartete kein schlagartig anderes Verhalten als bei den Geschwisterstörchen.
Er stand zunächst auf und bewegte sich ruhig nach hinten. Er zeigte also keine Anstalten von panischer Flucht. Seine Aufstehen war auch deshalb notwendig, weil der ja direkt auf dem Netz saß. Beim Aufstehen verhedderte er sich sogar leicht darin. Aber mit dem nächsten Schritt nach hinten zog er seinen Fuß aus der Schlinge. Glücklicherweise war das Netz zusammenhängend, so dass ich mich mit der Zange nicht direkt dem Storch nähern musste, sondern von der Nestmitte aus das Material entfernen.
Im Video wird deutlich, wie viel Kunststoff sich auf dem Boden des Nestes versteckt hatte. Es füllte einen ganzen Eimer. Ein kleines Stück Kunststoff blieb im Nest zurück. Es lag zu nah am Jungstorch und wäre nicht in der Lage gewesen, den Storch zu verheddern. Die Gefahr einer falschen Reaktion des Storches wäre zu goß gewesen.
Nach Beendigung der Aktion blieb bei Wegfahren des Korbs noch Zeit, um einige Fotos zu machen.


Wer das Nest über die Webcam in dieser Zeit beobachtete, konnte sehen, wie schnell die Störche aus der Starre zurück kehrten und normale Verhaltensweise zeigten. Einige Zeit später kamen auch die Elternstörche ganz normal zurück.
Herzlichen Dank an alle, die daran beteiligt waren. Der Kontakt zur Unteren Naturschutzbehörde gelang noch am Vorabend, am Morgen kam dann eine zügige Entscheidung. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Team der Feuerwehr sich bereits auf den Einsatz vorbereitet und wartete nur noch auf die Erlaubnis und die genau Uhrzeit. Herzlichen Dank auch an die drei Feuerwehrmänner Sebastian Emmert, Felix Inderwies und Patrick Hitscherich. Sie haben die Leiter mit viel Mühe passend positioniert und mit Fingerspitzengefühl den Korb an das Nest gesteuert.


Aktuell kein Storch verheddert
Heute Morgen gab es einige Momente, in denen alle drei Jungstörche kurz standen, so dass man zweifelsfrei sagen kann, dass sie im aktuellen Moment keinen Strick um sich tragen. In jedem Fall ist der Strick nach wie vor im Nest. Da er schon sehr zerfleddert ist besteht eine große Gefahr, sich wieder darin zu verfangen.
Für heute stellt sich die Frage, ob man ihn aus dem Nest holt, um künftige Gefahren zu reduzieren. In gewisser Weise haben die Entscheidungsträger damit ein Dilemma:
a) Die Jungstörche sind bereits relativ alt, so dass möglicherweise der Fluchtinstinkt schon ausgeprägt ist und eine Annäherung an das Nest zur Gefahr werden kann.
b) Man lässt den Strick im Nest, der den Jungstörchen später zum Verhängnis werden kann, wenn man definitiv nicht mehr gefahrlos von außen eingreifen kann.
Update: Zwischenzeitlich ist entschieden, dass das Nest vom Unrat befreit werden soll. Dies geschieht noch heute! Allerdings werden wir – wie im letzten Jahr auch – sehr genau das Verhalten der Störche im Blick haben. Sollten sie nicht in Deckung und damit in Starre verfallen, dann muss die Aktion abgebrochen werden. Wer es mit beobachten will sollte ab etwa 12:45 Uhr die Augen offen halten. Eine exakte Zeitangabe kann man nicht machen, weil das Positionioeren der Drehleiter einige Unwägbarkeiten mit sich bringt.
Strick im Nest
Ein aufmerksamer Zuschauer hat heute mitgeteilt, dass er gegen 18:30 Uhr die Jungstörche mit einem Strick beobachten konnte. Die Aufnahmen in diesem Zeitfenster sind mehr als besorgniserregend, da sich der zwischenzeitlich zerfletterte Strick um Flügel und Hals der Jungstörche gewickelt hat. Eine ganze Zeit lang kann man sie dagegen ankämpfen sehen:




In den bewegten Aufnahmen wird das Problem leicht ersichtlich.
Gegen 20:30 Uhr konnte man während der Fütterung beobachten, dass mindestens zwei Störche gänzlich vom Strick befreit sind. Der dritte ist leider nicht aufgestanden, so dass nicht mit Gewissheit gesagt werden kann, ob er sich außer Gefahr befindet.

Eine Entscheidung über einen Eingriff in das Nest steht derzeit noch aus. Die zuständigen Stellen sind allerdings alle informiert. Wenn man bedenkt, dass die Jungstörche um den 28. April geschlüpft sind (so haargenau wissen wir dass nicht), dann befänden wir uns heute bereits über der sechsten Woche. Ob die Jungstörche noch in eine Schockstarre fallen, kann daher nicht mit Gewissheit gesagt werden. Ein Eingriff in das Nest könnte auch ein Risiko mit sich bringen.
Morgen früh wissen wir vielleicht mehr.
Regenwoche überstanden
Die Sonne scheint wieder ordentlich in diesen Tagen. Weil mein Eintrag aber viel später geschrieben wird, als es regnete, kommen hier noch ein paar Regenbilder der vergangenen Tage. Ende Mai und Anfang Juni hatten wir ordentliche Regengüsse. Das mussten auch unsere Störche aushalten. Immer wieder mal war der Wind so heftig, dass sich die Störche flach ins Nest legen mussten und auch das Nest ordentlich deformiert wurde.






Am 02.06.2025 mussten unsere Störche ihr Nest dann mal wieder gegen fremde Störche verteidigen. Interessanterweise haben wir ja viele Störche in der Stadt. Manchmal stelle ich mir die Frage, woher die Störche von Weitem schon erkennen können, dass ein Überflug eine potentielle Bedrohung darstellt und wann einfach nur die anderen hammelburger Ströche vorbei fliegen.

Küken wohlauf und gewachsen
Unsere drei Küken sind zwischenzeitlich ordentlich gewachsen. Wenn sie sich bewegen schauen sie bereits regelmäßig über den Nestrand. Dabei lässt sich mit etwas Geduld auch beobachten, dass es nach wie vor drei Küken sind. Gerade in der Fütterungsphase sie gut zu zählen.
Heute habe ich die Küken mal wieder vermessen können. Dabei messe ich immer von Schnabelspitze bis Hinterkopf. Dieses Maß können die Jungstörche durch Bewegung kaum verändern, so dass ich recht zuverlässige Ergebnisse habe, die ich dann auch über die Jahre hinweg vergleichen kann. Heute habe ich bei mehreren Messungen ungefähr 11 cm gemessen.


Vier Küken, eines rausgeworfen
Die Küken im Nest scheinen in einer tiefen Mulde zu sitzen, so dass man sie nicht wirklich beobachten kann. Eine aufmerksame Beobachterin teilte mir heute mit, zu welcher Zeit man drei Küken erkennen könnte. Und tatsächlich: drei etwa ähnlich große Küken saßen im Nest und waren aus der Bewegung heraus deutlich zu zählen.
Kurze Zeit später packte ein Elternstorch ein Küken, schüttelte es tot und warf es anschließend aus dem Nest. Bei der Durchsicht dieses Vorgangs fiel aber auf, dass der Elternstorch zwischen die drei bereits entdeckten Küken griff und dort ein Viertes heraushob. Eines, das aufgrund seiner Größe noch gar nicht hätte über den Nestrand schauen können. Heute steht also fest, dass es mindestens vier Küken waren, im Moment noch mindestens drei sind.


Die beiden obigen Bilder sind jeweils identisch.
Kurze Zeit später wurde das Küken bereits von Hammelburgern entdeckt. Die Größe des Kükens deutet auf ein Alter von etwa 8 Tagen hin. Da anzunehmen ist, dass es das Kleinste der vier Geschwister ist, bestätigt sich damit das Schlüpfdatum für die restlichen auf eine Zeit vor dem 29. April. An diesem Tag dürfte das jüngste geschlüpft sein. Die Geschwister könnten also durchaus noch drei Tage früher dran gewesen sein. Genauer werden wir die Zeit nun aber nicht mehr einschätzen können.


Küken vor dem 29. April geschlüpft
In diesem Jahr versteckten sich die Küken einige Tage hinter dem hohen Rand. Lediglich aufgrund des Verhaltens der Eltern konnte man erahnen, dass die Küken geschlüpft sein dürften. Ganz so wie zunächst von mir gedacht dürfte es aber nicht her sein. Ich habe ein Küken heute mit einer gewissen Ungenauigkeit vermessen können. Demnach könnte es heute etwa 7-10 Tage alt sein. Sie sind also in jedem Fall vor dem 29. April geschlüpft, eher sogar am 27/28. April.
Trotz intensiver Suche habe ich bisher nur zwei Küken sicher beobachtet. Im Moment gehe ich davon aus, dass auch nur zwei Küken im Nest sind.

Wenn man etwas Glück hat, dann kann man besonders kurz nach dem Aufstehen eines Elternvogels oder beim Wechsel der Elternstörche (mit anschließender Fütterung) gut beobachten, wie die Schnäbel nach oben gestreckt werden.
Küken geschlüpft
Ich hatte die Küken eigentlich längst erwartet. Auch das Verhalten der Eltern deutete darauf hin, dass sie längst geschlüpft sein müssten. Nur gesehen hatte ich noch keines. Zugegeben, dieses Jahr habe ich auch nicht so intensiv darauf geachtet, wie sonst. Am 1. Mai war dann aber zweifelsfrei ein Köpfchen zu erkennen. Und wie zu erwarten wirkte es realtiv groß. Vermutlich sind die Küken also schon viel früher geschlüft und haben nur nicht über den Nestrand hinaus geragt.
In den nächsten Tagen lassen sie sich vielleicht vermessen, dann könnte man Rückschlüsse auf ihr Alter schließen. In jedem Fall steht fest, dass es mindestens zwei sind.
Es ist einiges los
Die beiden Störche auf dem Mönchsturm haben sich ganz offensichtlich für den Standort entschieden. Längst dürften Eier im Nest liegen. Leider können wir das nicht mehr sehen, aber das Verhalten der Störche deutet zumindest darauf hin. Immer wieder mal lassen sie das Nest auch ganz alleine. Bei Sonnenschein, wenn das Licht die Eier warm hält, war das auch in der Vergangenheit immer wieder mal zu beobachten.
Am Viehmarkt in Hammleburg haben sich auch Störche niedergelassen. Dort wurde eigentlich eine Konstruktion am Schornstein angebracht, damit die Störche dort kein Nest bauen können. Allem Anschein nach sind die Tiere aber so standorttreu, dass sie trotz der widrigen Umstände ein Nest darauf gebaut haben. Es grenzt schon fast an ein Kunstwerk, wie dort Konstruktion und Nest verbunden sind. Inwieweit das eine Aufzucht beeinträchtigt, wird sich noch zeigen. In jedem Fall scheinen die beiden „Viehmarktstörche“ alles daran zu setzen, auch in diesem Jahr dort ihre Küken aufzuziehen.
Frostige Nacht
Unsere beiden Störche hatten heute Nacht einiges auszuhalten. Der Frost hängt im Nest und auch am Gefieder. Nachts lagen beide dann nebeneinander, aufgestanden sind sie erst zur Mitte der Dämmerung.

Unterdessen erreichen mich immer mehr Meldungen über weitere Störche in der Stadt. Sie wurden schon auf dem Nest „Rösser“ Richtung Diebach gesichtet, in der Adolf-Kolping-Straße und selbst auf dem Schornstein am Viehmarkt, wo eigentich eine Montierung angebracht ist, um den Bau eines Nestes zu verhindern.
Mindestens heute Nacht hat dort dennoch ein Stroch übernachtet. Das ist ein deutlicher Hinweis, dass es der Storch des vergangenen Jahres sein muss. Er fühlt sich dem Standort verbunden. Ein neuer Storch würde den Schornstein nicht mehr als attraktiven Standort wahrnehmen.
Nest wird hergerichtet
Zwischenzeitlich habe ich die Kamera scharf stellen können. Wie immer gilt, dass sie in den Morgen und Abendstunden das schärfste Bild liefert. Aber während am Morgen der Nebel manchmal die Sicht trüben kann, sollte der Abend schönere Beobachtungsmöglichkeiten bieten.
Leider können wir nicht sagen, ob es sich bei den Störchen um die selben Störche des Vorjahres handelt. Die markante Feder des letztjärhigen Männchens inst nicht vorhanden, aber natürlich dürfte sie längst einfach verloren gegangen sein.
Aber zumindest wissen wir, dass ihr Verhalten absolut darauf hindeutet, dass sie hier ihren Nachwuchs großziehen wollen. Die beiden lassen zwar das Nest gelegentlich noch alleine, aber es werden regelmäßig Zweige eingeflogen und das Nest anschließend hergerichtet. Mehrere Kopulationsversuche haben zwischenzeitlich auch stattgefunden.

Zwei Störche übernachten
Gestern Abend konnte ich aufgrund der Wahlauszählung leider nicht beobachten, wie viele Störche sich für die Nacht ins Nest begaben. Heute Morgen jedenfalls standen zwei Störche im Nest. Noch ist die Kamera nicht scharf eingestellt, aber immerhin sieht man etwas. Im Laufe des Tages wissen wir möglicherweise mehr darüber, ob es sich um die beiden Störche des letzten Jahres handeln kann.

2025: Erster Storch im Nest gesichtet
Bereits gestern hatten einige Hammelburger einen Stroch im Nest gesehen. Als ich heute das Wahllokal gegen 13:20 Uhr verließ, saß er ebenfalls im Nest. Er trägt keinen Ring, weshalb wir nicht sagen können, ob wir diesen Storch bereits kennen. Immerhin trugen die Elternstörche des letzten Jahres auch beide keinen Ring, was zumindest noch offen lässt, ob es einer der letztjährigen Störche ist.
Die Kamera ist noch an Ort und Stelle und lässt sich von daheim aus Fernbedienen. Deshalb lassen sich auch bereits erste Bilder übertragen. Leider lässt sich der Fokus nicht fernbedienen, weshalb die ersten Bilder noch unscharf sind. Das ändert sich, wenn ich aufs Rathausdoch hinaufgestiegen bin. Doch das kommt später …. (heute ist Wahl!)
Vier Jungstörche im Nest
In den letzten Jahren hatten wir ja schon lernen dürfen, dass bei den Störchen nicht alles nach Lehrbuch verläuft. So durften wir in den vergangenen Jahren miterleben, wie alle unsere Jungstörche von einer anderen Storchenfamilie förmlich „adoptiert“ wurden. Auch heute spielten sich einige Szenen ab, die sich nicht zweifelsfrei erklären lassen.

Um 11:44 Uhr landete heute ein vierter Jungstorch mit einer Weltselbstverständlichkeit im Nest, als gehöre er schon immer dazu. Die folgenden Bilder zeigen, wie er sich fast normal im Nest aufhalten kann. Ein fünfter Jungstorch fliegt währenddessen fast unbeachtet vorbei. Nur Nuancen im Verhalten lassen deutlich werden, welcher der „fremde“ Jungstorch ist.



Zwei Minuten später erst verscheut einer „unserer“ Jungstörche den Fremden blitzartig aus dem Nest. Der ganze Vorgang dauert nur einen Bruchteil einer Sekunde, so dass man ohne Zeitlupe nicht ansatzweise erkennen kann, was genau gerade passierte. Die folgenden Aufnahmen zeigen die Attacke mit dem Schnabel und die Flucht des Vierten.


Darüberhinaus war am Morgen ein beringter erwachsener Storch zu Besuch im Nest. Um 14:22 Uhr befindet sich dann ein erwachsener Storch im Nest und um 15:17 Uhr sogar zwei. Bei ließen sich von den nahenden Jungstörchen verscheuchen, wie die beiden folgenden Bilder zeigen:


Fast hätte ich angenommen, dass es sich dabei um fremde Störche handeln könnte, aber die genaue Durchsicht der Bilder verriet, dass mindestens einmal unsere Elternstörche anwesend waren. Warum sie sich von den Kindern verscheuchen lassen gibt ein kleines Rätsel auf.
Humorvoll könnte man es menschlich betrachten. Da könnten zwei Störche etwas Probleme mit der Durchsetzungsfähigkeit bei ihren pubertierenden Kindern haben, denn die Erziehung scheint auch bei den Störchen gerade etwas schwierig zu sein. Immerhin füttern unsere Elternstörche nach wie vor, obwohl sie das längst sein lassen sollten.

Kein Wunder also, dass die Jungstörche sich nicht richtig aus dem Nest bewegen und sich lieber verwöhnen lassen. Unsere beiden Helikopterelternstörche machen das ja schließlich brav mit.
Letzter Jungstroch fliegt auch!
Herzlichen Glückwunsch. Heute haben es alle drei Jungstörche endlich geschafft, das Nest zu verlassen. Gegen 12:15 Uhr hatten die beiden Geschwister bereits das Nest verlassen und den letzten verbleibenden Storch doch schon sehr neugierig aufs Mitfliegen gemacht. Bei der Ankunft der Geschwister gab es bereits erwartungsvolle Begrüßungen.

Mit dem Minutenwechseln von 14:29 Uhr verließen die beiden „Großen“ kurz hintereinander das Nest und brachten den letzten verbleibenden Jungstorch sehr in Zugzwang.


Fast eine halbe Minute lang konnte man ihn dann beobachten, wie er mit ausgestreckten Flügeln abflugbereit, aber doch zögernd im Nest steht. Exakt eine halbe Minute später dann traut er sich und wagt ebenfalls seinen Jungfernflug.

Bei der Ankunft kann ich die Jungstörche dann aber nicht mehr zweifelsfrei unterscheiden. In jedem Fall sind alle drei 82 Sekunden später wieder im Nest. Die erste Runde wäre damit für alle drei geschafft. Jetzt wird es nicht mehr lange dauern, dann können wir die Storchenfamilie in den Saalewiesen beobachten. Wenn dann im Laufe des Monats die Störche der anderen drei Nester (mit Westheim vier Nester) dazu kommen, dann wirkt Hammelburg doch langsam wie eine Storchenstadt.
