Blitze: welche Rolle spielt die Technik?

Ab und zu erreicht mich die Frage, ob die Technik und insbesondere die Metallstange einen Einfluß darauf gehabt haben könnte, dass der Blitz eingeschlagen hat. Das ist eine Frage, der wir vor der Installation der Technik sehr ausführlich (u.a. mit fachlicher Beratung) nachgegangen sind.

Metalle haben zwar einen Einfluss auf einen Blitzeinschlag, aber sie ziehen sie nicht an. Auch dann nicht, wenn Sie schon tausendmal erklärt bekommen haben, dass Sie nicht mit Metallschmuck oder Regenschirm bei Gewittern spazieren gehen sollen. Wäre dem so, dann müssten Blitze regelmäßig in Fahnenstangen und Laternen einschlagen. Oder in den Baukran am Marktplatz, der noch dazu höher ist. Oder in die Kirchturmspitze. Oder in viele Häuser, die ja sogar extra einen Blitzableiter aus Metall auf dem Dach haben. Oder das Storchennest, das ja selbst auch aus Metall ist.

Metall hat insofern einen Einfluss, dass es den Blitz besser ableitet. Und genau das hätte dem Nest sogar zu Gute kommen können, da der Blitz über eine Metallstange hätte abgeleitet werden können. Allerdings ist unsere Metallstange nicht wie ein Blitzableiter geerdet. Sie ist einfach nur da oben. So wie das Nest selbst eben auch. Daher erhöht unsere Stange die Gefahr nicht, verbessert sie aber auch nicht. Und genau das war die Überlegung bei der Installation: die Situation möglichst so zu lassen, wie sie die Störche für sich gewählt haben.

Betrachten wir den Turm aus Sicht des Blitzes: Bevor der Blitz auf der Erde einschlägt ist er schon hunderte, oft tausende Meter unterwegs. Er entscheidet nicht schon über den Wolken, wo er unten einschlägt. Er schlägt nach unten durch. Und erst auf den letzten Meter „entscheidet“ sich, wo der Blitz einschlägt. Da sind höher liegende Gegenstände, Gebäude oder Pflanzen besonders in Gefahr, da sie sich dem Blitz quasi entgegenstrecken. Dennoch zeigen Statistiken, dass der erhöhte Punkt nicht automatisch der Einschlagspunkt wird. Sonst hätte es ja auch die Kirchturmspitze beider Kirchen werden können (die beide mit Metall enden).

Dann gibt es noch den Effekt der Spitzenendladung. Unsere Kamerastange besitzt aber ein abgeflachtes Dach. Da birgt das Storchennest vermutlich die größere Gefahr, außerdem dürfte es besser geerdet sein als unsere Stange, die in trockenem Holz verankert ist. Kleiner Hinweis: beim Regenschirm kann dieser Effekt zu Tragen kommen, weshalb man die Benutzung durchaus überdenken kann.

Zusammenfassung: Die Elektronik ist zwar jetzt Schrott, aber sie hat dem Blitz nicht zugewunken, dass er in sie einschlagen möge.

2 Kommentare

  1. Bonjour c’est un message de France on voulait avoir des nouvelles est-ce que le mal Jacobins était retrouvé où il a été vu et comment vont faire depuis 24 heures les trois orphelins qui ont pas bu et qui ont pas mangé quelles sont les décisions

  2. 2013 wurden 3 Hammelburger Jungstörche in Regenstrauf aufgezogen. Sie konnten ohne elterliche Vorbilder fliegen. Leider endete für zwei Junge der Ausflug tödlich. Eine Stromleitung war zu nahe an ihrer Auffangstation.

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