Alle Küken leben

Von zuhause aus kann ich leider keine sehenswerten Bilder schießen. Die Situation im Nest lässt sich allerdings abschätzen. Jakob konnte ich immer noch nicht sichten. Alle drei Küken sind im Nest und sie leben auch noch.

Gestern gab es einige Anrufe, dass das jüngste Küken vom Futter nichts annehmen würde. Das lässt sich aktuell nicht zweifelsfrei belegen, weil wir es so detailreich nicht lückenlos dokumentieren können. Derzeit sind keine Kameras vor Ort installiert. Dass aber alle drei Küken noch leben (weil sie stehen oder sich eindeutig selbst bewegen), das kann zuverlässsig zusammengefasst werden.

Immer wieder wird der Wunsch nach neuen Kameras geäußert und die Bereitschaft sich fianziell zu beteiligen. Bis auf wenige Teile ist auch bereits Ersatz organisiert. Die vielen Anrufe, die hohe Anteilnahme und der explizite Wunsch von so vielen Menschen, dass wir die Technik wieder aufbauen, wird in Hammelburg sicher nicht überhört.

Mich erreichten Zuschriften von Einrichtunge (Gaststätten, Arztpraxen), in denen die Störche permanet zu sehen waren. Auch in vielen Büros und zuhause ist das so. Manch Kindergarten hatte die Bilder laufen und das Thema aufgenommen. Auch die Zuschriften von Lehrern habe ich erhalten, die das „Bildungsangebot“ vermissen. Wir werden uns alle Mühe geben, dass wir dieses Angebot wieder herstellen können.

Allerdings steht noch nicht fest, ob die Störche im Nest bleiben und dort gefüttert werden oder ob sie doch noch in eine Aufzuchtstation kommen.

Blitze: welche Rolle spielt die Technik?

Ab und zu erreicht mich die Frage, ob die Technik und insbesondere die Metallstange einen Einfluß darauf gehabt haben könnte, dass der Blitz eingeschlagen hat. Das ist eine Frage, der wir vor der Installation der Technik sehr ausführlich (u.a. mit fachlicher Beratung) nachgegangen sind.

Metalle haben zwar einen Einfluss auf einen Blitzeinschlag, aber sie ziehen sie nicht an. Auch dann nicht, wenn Sie schon tausendmal erklärt bekommen haben, dass Sie nicht mit Metallschmuck oder Regenschirm bei Gewittern spazieren gehen sollen. Wäre dem so, dann müssten Blitze regelmäßig in Fahnenstangen und Laternen einschlagen. Oder in den Baukran am Marktplatz, der noch dazu höher ist. Oder in die Kirchturmspitze. Oder in viele Häuser, die ja sogar extra einen Blitzableiter aus Metall auf dem Dach haben. Oder das Storchennest, das ja selbst auch aus Metall ist.

Metall hat insofern einen Einfluss, dass es den Blitz besser ableitet. Und genau das hätte dem Nest sogar zu Gute kommen können, da der Blitz über eine Metallstange hätte abgeleitet werden können. Allerdings ist unsere Metallstange nicht wie ein Blitzableiter geerdet. Sie ist einfach nur da oben. So wie das Nest selbst eben auch. Daher erhöht unsere Stange die Gefahr nicht, verbessert sie aber auch nicht. Und genau das war die Überlegung bei der Installation: die Situation möglichst so zu lassen, wie sie die Störche für sich gewählt haben.

Betrachten wir den Turm aus Sicht des Blitzes: Bevor der Blitz auf der Erde einschlägt ist er schon hunderte, oft tausende Meter unterwegs. Er entscheidet nicht schon über den Wolken, wo er unten einschlägt. Er schlägt nach unten durch. Und erst auf den letzten Meter „entscheidet“ sich, wo der Blitz einschlägt. Da sind höher liegende Gegenstände, Gebäude oder Pflanzen besonders in Gefahr, da sie sich dem Blitz quasi entgegenstrecken. Dennoch zeigen Statistiken, dass der erhöhte Punkt nicht automatisch der Einschlagspunkt wird. Sonst hätte es ja auch die Kirchturmspitze beider Kirchen werden können (die beide mit Metall enden).

Dann gibt es noch den Effekt der Spitzenendladung. Unsere Kamerastange besitzt aber ein abgeflachtes Dach. Da birgt das Storchennest vermutlich die größere Gefahr, außerdem dürfte es besser geerdet sein als unsere Stange, die in trockenem Holz verankert ist. Kleiner Hinweis: beim Regenschirm kann dieser Effekt zu Tragen kommen, weshalb man die Benutzung durchaus überdenken kann.

Zusammenfassung: Die Elektronik ist zwar jetzt Schrott, aber sie hat dem Blitz nicht zugewunken, dass er in sie einschlagen möge.

Fütterung

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt dürfte noch keine eindeutige Entscheidung gefällt worden sein. Es gibt aber zwei wesentliche Optionen:

  1. Die Storchenküken kommen in eine Wildtierstation. Im Gespräch ist eine Einrichtung in oder Nahe Coburg
  2. Die Küken werden hier gefüttert, bis sie groß genug sind um zu fliegen. Dabei stellt sich aber die wesentliche Frage, ob sie ohne adulte Vorbilder genauso fliegen und Futterfangen lernen.

In jedem Fall ist es an der Zeit zu füttern. Und genau das passiert gerade in diesem Moment. Wie es dann genau weiter geht, werden ich hier weiterhin schreiben.

Bergung der Küken geplant

Trotz einer Vielzahl von Anrufen haben wir Jakob nicht im Nest sichten können. Nun hoffe ich darauf, dass die untere Naturschutzbehörde grünes Licht gibt, um die Küken holen zu können. Dann werden sie vermutlich in eine Wildtierstation nach Coburg gebracht.

Unterdessen erreichte mich heute ein Bild von Martin Gärtner aus Thulba. Es zeigt sehr wahrscheinlich den Blitz, der in den Mönchsturm einschlug. Die Aufnahme entstand um 23:41 und passt nach Vermessung der Richtung exakt.

Foto: Martin Gärtner

Immernoch keine Gewissheit

Im Laufe des Tages erreichten uns viele Anfragen und Hinweise auf den Verbleib von Jakob. Da die Küken zwischenzeitlich schon sehr groß sind, werden Sie oft für die Elternstörche gehalten. Alle Überprüfungen von Sichtungen im Nest zeigten aber „nur“ die Küken. Von Jakob gibt es nach wie vor keine Spur.

Wenn Sie zweifelsfrei erkennen, dass ein Storch einen roten Schnabel hat, wenn er im Nest steht oder ein Storch das Nest anfliegt, dann kann das ein sehr deutlicher Hinweis auf Jakob sein. Aber solch eine Meldung liegt uns bis jetzt nicht vor.

Die Küken werden sehr wahrscheinlich heute noch nicht geborgen. Wenn Jakob nicht mehr auftaucht, dann aber wahrscheinlich morgen. Wir informieren Sie weiter.

Technik

Immer wieder mal tauchte auch die Frage auf, warum die Kameras abgebaut sind. Sie haben – wie die ganze restliche Technik – den Blitzeinschlag nicht überlebt. Der Blitz hat so eine unglaubliche Kraft, dass er die Ziegel durchschlagen und die Geräte restlos verkohlt hat. Sämtliche Stecker sind aus den Dosen gerissen, die Kabel sind teilweise verdampft. Alle Gehäuse sind aufgeplatzt. Es schaut aus wie auf einem Schlachtfeld. Da ist nichts zu retten.

Bis jetzt noch kein Beweis für Jakob

Das wissen wir bisher sicher: Adele hat den Blitzeinschlag nicht überlebt. Jakob dürfte noch leben, denn wir konnten ihn im nahen Umfeld nicht finden. Er liegt auch nicht im Nest, wie zwischenzeitlich einige Aufnahmen belegen. Die Küken sind dafür alle fit.

Im Lauf des Tages wird noch eine Entscheidung gefällt, wie es mit ihnen weitergeht. Wenn Jakob nicht zurück kommt, dann werden wir sie wohl umsiedeln müssen. Bisher gibt es keinen Hinweis auf Jakob. Es gibt einige Anrufe über Störche nahe der Erdfunkstelle. Das dürften aber die Westheimer sein. Sicher wüßten wir es erst, wenn Jabok im Nest landet. Da die Jungstörche schon sehr groß sind, gab es auch einige Anrufe, dass Jakob im Nest wäre. Bisher hat sich das aber noch nicht bestätigt.

Warum ausgerechnet Adele der Blitz tötlich getroffen hat ist schwer zu erklären. Den Bruchteil einer Sekunde vorher steht sie noch neben Jakob, der von seiner Position und Größe wesentlich höher wäre als Adele. Das Bild ist unmittelbar vor dem Einschlag entstanden (es ist die letzte Aufnahme), zufällig hat eine Kamera aufgezeichnet, nicht nur übertragen.

Auch die Küken wurden vom Blitz verschont. Er bahnte sich seinen Weg u.a. durch die Dachziegel (einige davon wurden förmlich zersprengt) durch das Dach, folgte dann den Kabeln und zerstörte jede Elektronik völlig. Manche Kabel sind sogar verdampft. Sie existieren quasi nicht mehr.

Wir brauchen Ihre Hilfe

Leider wissen wir derzeit nicht, was mit dem zweiten Elternstorch passiert ist. Sicher ist, dass einer der beiden (bei grober Ansicht vermute ich Adele, kann mich aber auch täuschen) gestorben ist. Die Küken leben alle drei!

Bitte halten Sie die Augen offen. Wenn Sie einen Altstorch (mit rotem Schnabel) im Nest sehen, dann informieren Sie bitte die Naturschutzbehörde (Tel.0971-8014085, Herr Franz und falls dieser nicht erreichbar : 0971 801-4095, Frau Kleinwächter).

Wenn Sie einen Storch in den Saalewiesen bei Hammelburg (nicht Westheim) sehen, dann informieren Sie bitte mich (0170-8525180, Christian Fenn).

Ein Storch in den Wiesen macht zwar Hoffnung, ist aber noch kein Beweis für das Überleben der Elterstörche. Es könnte auch ein Westheimer Storch oder ein fremder Storch sein. Erst wenn ein Storch (mit rotem Schnabel) direkt im Nest steht (ohne die Küken zu attakieren) wissen wir, dass ein Elternstorch überlebt hat. Dann hätten wir gute Möglichkeiten, die Jungstörche durchzubringen.

Ansonsten müssten wir andere Entscheidungen fällen.

Das grenzt an ein Wunder

Der Blitz hat gestern zweifelsohne direkt in den Turm eingeschlagen. Ein Elternstorch wurde auf jeden Fall vom Blitz getroffen. Mit dem ersten Licht konnte ich allerdings die Küken im Nest stehen sehen. Über den zweiten Elternstorch weiß ich noch nichts.

Sollten beide Eltern verstorben sein, dann brauchen wir heute eine Entscheidung.

Wir halten Sie auf dem Laufenden

Unwetter: Mindestens ein Storch tot

Gestern Abend gab es auch in Hammelburg heftige Gewitter. Zum Ende hin hat der Blitz in den Mönchsturm eingeschlagen. Als das Bild um 23:41 Uhr ausfiel haben wir (Daniel und ich) uns gleich auf den Weg in den Turm gemacht. Wir hatten noch etwas Hoffnung, dass nur die Sicherung raus geflogen ist. Dem ist aber nicht so.

Gleich am Fuß des Turms lag ein Elternstorc, der offenbar direkt vom Blitz getroffen wurde. Im Moment des Einschlags standen die Elternstörche nebeneinander und die Küken saßen geduckt im Nest. Weitere Störche haben wir nachts nicht gefunden, vielleicht sind sie noch oben. Gestern hielt ich es noch für unwahrscheinlich, dass die Küken den Blitzeinschlag überlebt haben, aber sie leben!

Foto: Sebastian Vogler

Von außen sieht man nichts, leider auch keine Bewegung. Morgen erfahren Sie sicherlich mehr.

Dekorativ

Nach dem Gewitter wollten sich die Störche gestern wohl etwas Urlaubsstimmung ins Nest zurück holen. Sie haben ihr Nest mit einem Palmwedel geschmückt und das ganze so trappiert, dass es auch für die Kameras ein stimmiges Bild ergibt. Mal sehen, was sie sich noch einfallen lassen. Heute morgen hat es immerhin schon ein dekoratives Papier ins Nest geschafft.

Technik

Zwischenzeitlich hat der Mönchsturm zum Teil eine bessere Funkbrücke eingebaut, sie arbeitet deutlich mehr gerichtet und muss daher auch genauer eingestellt werden. Aber es sind damit wesentlich höhere Übertragungsraten möglich. Damit ist auch nochmal ein besseres Bild möglich. Sie können es daran erkennen, dass es etwas schärfer geworden ist (da braucht man aber schon ein geübtes Auge) und dass es nicht mehr auffallend ruckelt.

Ein Softwareupdate auf allen beteiligen Geräten hat zudem für mehr Stabilität gesorgt. Die Technischen Probleme scheinen im Moment überwunden.

Gewitter

Das Gewitter der heutigen Nacht hat auch unsere Störche ordentlich durchgeschüttelt. Regen und teilweise heftiger Wind ließ die Störche eng aneinander rücken. Adele hat lange versucht ihre drei Küken unter ihren Flügeln zu verstecken, aber die Küken sind dafür längst zu groß.

Adele und ihre drei Küken haben das Gewitter aber unbeschadet überstanden. Allerdings schauen sie etwas mitgenommen aus. Jakob konnte man heute noch nicht im Bild sehen. Er schläft häufig auf der Kamera und fliegt dann direkt in die Saalewiesen.

Angriff durch Fremdstörche

Kurz vor zwölf Uhr kam es heute zum Angriff durch Fremdstörche. Adele war ordentlich mit Abwehr beschäftigt. Genau kann ich nicht sagen, ob ihr Jakob zur Hilfe eilte oder ob zwei Fremdstörche am Nest waren. Jedenfalls sah es zum Teil ganz schön heftig aus.

Aber schauen Sie selbst. Das Video aktivieren Sie durch einen Klick ins Bild.

Technische Probleme

Bitte wundern Sie sich heute nicht, falls das Bild noch instabiler laufen sollte. Gestern abend ist die Verbindung zum Mönchsturm gänzlich abgerissen und konnte auch nicht mehr aufgebaut werden. Glücklicherweise kam ebenfalls gestern zufällig auch die neue Funkbrücke, so dass ich heute Nacht einen Teil davon profisorisch aufstellen konnte. Da ist noch nichts befestigt, alles lehnt nur an. Nachts hatte ich im Mönchsturm kein Licht für eine sinnvolle Installation und zuhause fehlte mir noch einiges Material. Ein heftiger Wind und schon fällt die Verbindung zusammen. Vielleicht gelingt es mir im Laufe des Tages wenigstens eine halbwegs stabile Verbindung aufzubauen. Am Wochenende bin ich nämlich nicht da.

Ergänzung: aktuell scheint das Provisorium besser zu laufen als die ursprüngliche Verbindung. Ich habe auch die Bildrate und die Bitrate erhöhen können. Im Laufe des Tages muss ich die Kameras dennoch kurz deaktivieren, um die Technik fest zu verbauen. Dann sollte es besser als vorher weiter gehen.

Wasserversorung

Nicht nur uns wird es langsam zu warm. Oben im Nest gibt es kaum Schatten. Wenn die Elterntiere beide unterwegs sind, liegen die Küken in der prallen Sonne. Deshalb haben die Elternstörche damit begonnen Wasser ins Nest zu transportieren.

Die Übergabe des Wassers erfolgt idealerweise von Schnabel zu Schnabel. Manchmal kann man dabei beobachten, wie die Elternstörche ihre Schnäbel direkt in die der Jungstörche stecken. Häufig geht aber auch Wasser ordentlich daneben.

Die Küken sitzen jetzt oft schon sehr nah am Rand und schauen nach unten. Spaziergänger dürften sie daher ab und zu auch mal über den Nestrand spitzen sehen.

Leider funktioniert die WLAN-Brücke zunehmend schlechter. Ich habe daher einen Ersatz bestellt, denn die bisherige Technik ist nicht zufriedenstellend und es macht wenig Freude ständig mit Ausfällen rechnen zu müssen. Außerdem müssen die Kameras gereingt werden. Dreck auf der äußeren Linse macht das Bild in den Morgenstunden unangenehm. Am Abend, wenn die Sonne im Rücken der Kameras steht, stört der Staub weniger.

Tierheim abgebrannt!

Wer hier im Landkreis lebt, habt zweifelsohne mitbekommen, dass das Tierheim Wannigsmühle gestern abend gebrannt hat und leider viele Katzen nicht überlebt haben. Jetzt werden dringend Spenden gebraucht. Vielleicht sind auch Sie bereit Ihren Beitrag zu leisten.

Spendenkonto Stiftung Tierheim Wannigsmühle
IBAN: DE89 7935 1010 0031 1780 64
BIC: BYLADEM1KIS.

Alternativ geht das auch über Paypal. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Flügeltraining

Zwischenzeitlich kann man unsere drei Küken kaum noch auseinanderhalten. Mann muss sie schon direkt nebeneinander in gleicher Körperhaltung sehen, um zweifelsfrei sagen zu können, welches das Kleine ist. Ich erwarte daher keine negativen Überraschungen mehr. Vor allem, weil es ausreichend Futter im Saaletal gibt.

Immer häufiger kann man die Küken nun im Nest stehen sehen. Dabei wirken sie längst nicht so wackelig wie anfangs. Auch längeres Flügeltraining lässt sich schön beobachten. Bald ist es wieder an der Zeit, die Kamera ein wenig heraus zu zoomen. Die Küken wachsen einfach aus dem Bild.

Regenschirm

Über den Nachmittag hinweg hatte sich eines der großen Küken in einem Plastikring verfangen. Das Teil hin ihm über den Hals und teilweise unter einen Fuß, so dass das Küken sich immer wieder selbst zum stolpern brachte. Mehrere Stunden konnte es sich davon nicht lösen. Am späten Nachmittag ist das Teil dann eher zufällig wieder über den Kopf gerutscht. Gefährliche Situationen dazu gab es keine.

Außerdem endete dann ebenfalls am Nachmittag die Schönwetterphase mit ordentlich Regen. Vater Jakob versuchte sich eine Zeit lang noch als Regenschirm, aber die Küken sind doch allmählich zu groß dafür.

Küken alleine

Von 13:51 bis bis 13:53 Uhr hat Adele heute die Küken zum ersten Mal ganz alleine im Nest zurück gelassen, ehe sie nur zwei Mintuen sptäer wieder zurück kehrte. An dieses Bild werden wir uns sicher bald gewöhnen müssen, dann beginnen nämlich beide Elternteile mit der Futtersuche.

Kunststoff verschluckt – alles gut!

Gestern Abend hatte ein Küken versehentlich ein Kunststoffband verschlungen. Einge ganze Zeit lang konnte man beobachten, wie es damit kämpft: Wie es das Band weder hinunter bekam, noch heraus. Irgendwann hat sich das Küken umgelegt, so dass man nicht genau beobachten konnte, wie es das Problem nun gelöst hat. Aber am Morgen schien es ihm doch ganz gut zu gehen – mit oder ohne Band.

Unter Tage waren die Kameras schon wieder ausgefallen, das kam jetzt eindeutig zu oft vor. Möglicherweise aber lag es an der Funkbrücke.

Trotzdem konnte man die Küken heute wieder schön als „junge Familie“ beobachten. Gestern sogar zusammen mit Adele.

Küken üben stehen

Immer öfter kann man die beiden großen Küken schon dabei beobachten, wie sie sich im Stehen üben. Das schaut zwar noch ziemlich wackelig aus, aber es wird. Auch das Flügelschlagen lässt sich bereits beobachten. Bald werden aus den Nesthockern Neststeher.

Zwischenzeitlich sind die Küken so groß, dass ich die Einstellungen der Kamera verändern muss, damit sie künftig noch ins Bild passen. Schon jetzt ragen die Küken beim Klappern schon häufig aus dem Bild.

Wenn die Küken still sitzen, dann lassen sich jetzt schon die Ansätze der Federn auch gut beobachten.

Jüngstes kann kaum mithalten

Das waren zwei wunderbare Tage für unsere Jungstörche. Das Wetter war so stabil sonnig warm, dass die Elternstörche über Stunden im Nest standen und die Sonne das Nest ausreichend trockenen konnte. Witterungsbedingte Gefahren sollten damit eigentlich (vorerst) ausgeschlossen sein.

Dem Beobachter gibt das die Chance die Küken und ihre Verhalten genau zu betrachten. Und da machen sich deutliche Unterschiede bemerkbar. Zwischenzeitlich könnte man sogar annehmen, dass sich die beiden Großen beginnen, sich zu unterscheiden. Sehr typsich sind die zwei folgenden Bilder: Sie zeigen den Kampf der beiden größeren Küken um eine Maus, bei dem häufig das selbe gewinnt. Das jüngste Küken beteiligt sich umgekehrt nicht einmal mehr an diesem Streit.

Die Elternstörche verstecken jetzt manchmal Futter im Nest. Wenn sie es (wie bei den obigen Aufnahmen) dann wieder aus dem Boden heraus wühlen, dann sind die Mäuse schon deutlich „trockener“, als wenn sie frisch ausgespuckt wären. Auch das macht die Futteraufnahme für die Küken schwieriger, für das jüngste noch mehr.

Immernoch steht die Gefahr im Raum, dass die Elternstörche darauf irgendwann reagieren. Hoffen wir, dass es aufgrund des ausreichenden Futterangebots nicht zu diesem Drama kommt.

Wer genau hinsieht kann bei den Küken schön die Ansätze erster Federn erkennen.

Geschafft!?

Der heutige Tag mag unscheinbar wirken, kann aber als großer Erfolg verbucht werden. Alle drei Küken sind noch am Leben und haben die Schlechtwetterphase gut überstanden. Jetzt, da es laut Wetterbericht angenehmere Temperaturen und weniger Regen geben sollte, sollten die Küken „über den Berg“ sein.

Anders schaut es mit der möglichen Entscheidung der Elternstörche aus. Hier müssen wir hoffen, dass das Kleine nicht doch noch aus dem Nest geworfen wird. Es hinkt in der subjektiven Wahrnehmung den großen deutlich hinterher und scheint sich auch langsamer zu entwickeln. Der Abstand nimmt also zu.

Leider können wir die Störche nicht mehr vermessen. Wir müssen andere – ungenauere – Wege finden, um ihre Größe abzuschätzen. Einen Versuch dazu habe ich im folgenden Bild gewagt. Das Bild links ist drei Tage älter als das rechte. Links sollten die großen Küken also ähnlich groß sein, wie rechts das Kleine. Auch wenn sie sich auf dem ersten Blick ähneln, so dürfte es im Entwicklungstempo etwas zurückliegen. Letztlich könnte das egal sein, es kommt nur auf die Frage an, wie die Elternstörche das bewerten.

Glücklicherweise standen heute wieder viele Würmer auf dem Speiseplan, das gibt doch eine Chance auf eine gleich schnelle Futteraufnahme.

Wachstum

Die Küken wachsen unglaublich schnell. Anfangs hatte ich mal geschrieben, dass man ihnen dabei zusehen könne. Und tatsächlich: in der Montage sehen sie jeweils eines der großen Küken an unterschiedlichen Tagen abgebildet. Meine Hühner daheim können da nicht ansatzweise mithalten.

Regenbogen

Auch der heutige Tag war wieder voller Regen. Die gute Nachricht dabei ist: alle drei Küken leben und die Eltern haben das jüngste Küken auch noch nicht aus dem Nest geworfen.

Leider haben uns die Störche einige Zweige vor die Kameras gebaut. Wer zur rechten Zeit allerdings einen Blick auf die das Bild der zweiten Kamera geworfen hat, der wurde mit einem Regenbogen entschädigt.

Völlig durchnässt

Das war ein sehr durchwachsener Tag. Einerseits gab es blauen Himmel und Sonnenschein, so dass man die Küken immer wieder schön beobachten konnte. Andererseits gab es viel Regen. Leider hörte der Tag mit sehr starkem Regen auf, so dass zumindest die Elternstörche völlig durchnässt in die Nacht starten (siehe Bild). Die Küken darunter schauen derzeit noch recht gut aus, aber das feuchte Federkleid der Eltern wird nicht mehr lange Wärme spenden.

Auf dem Speiseplan standen heute neben Mäusen auch wieder viele Regenwürmer. Anscheinend waren die viele Mäuse gestern kein Hinweis auf eine Umstellung der Nahrung. Vielleicht verrät es uns eher, was der Storch halt gerade entdeckt hat. Für das kleine Küken ist das gut, denn die Würmer bekommt es schneller runter als die Mäuse und kann somit im Konkurenzkampf besser mithalten.

Endlich Sonnenschein

Endlich gab es ausreichend Sonnenschein. Das veranlasst die Elternstörche längere Zeit zu stehen und sich nicht sofort wieder schützend über die Küken zu setzen. So kommt mehr Luft in das Nest und es kann besser trocknen. Leider kam am Abend wieder Regen.

Jakob und Adele brachten heute überwiegend Mäuse ins Nest. Auch dem kleinen Küken gelang es heute Mäuse zu essen (siehe Bild). Das ist einerseits gut, weil es dann nicht noch weiter zurückfällt. Andererseits hat es mit einer Maus dermaßen lange zu kämpfen, dass die beiden Großen währenddessen fast alles aufessen. Ich habe Sorge, dass sich die Eltern irgendwann gegen das kleine Küken entscheiden könnten.

Immer regelmäßiger schauen die großen Küken zwischen den Flügeln durch. Zwischenzeitlich auch bei leichtem Regen. Daher kann man sie häufig auch dann beobachten, wenn die Elternstörche sitzen.

Jüngstes holt nicht richtig auf

Aufgrund der neuen Kameraposition können wir die Störche nicht mehr vermessen und sind bei der Entwicklung auf unseren subjektiven Eindruck angewiesen. Persönlich würde ich im Moment schätzen, dass das Jüngste nicht richtig aufholen kann. Das macht sich beim Futtern allmählich bemerkbar. Oft sitzt es am Rand und wirkt abgedrängt. Es kann sich schon alleine körperlich gar nicht gegen die Großen durchsetzen. Gleichzeitig scheint es unter dem Wetter mehr zu leiden, was seine Reaktionen weiter beeinträchtigt. Hoffen wir, dass es in der Entwicklung nicht weiter abgehängt wird. Aktuell ist der Unterschied sehr deutlich wahrnehmbar (siehe Bild).

Unsere Elternstörche haben ein verhältnismäßig gutes Nest gebaut. Es hat noch wenig „Lehmeintrag“, ist sehr weich und noch wasserdurchlässig. Deshalb entsteht auch noch keine Staunässe, wie man das bei manch anderem Storchennest beobachten kann. Bei gutem Wetter kann es im Moment noch relativ schnell trocknen.

Wir brauchen Sonne!

Der frühe Morgen begann für die Störche mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Leider ist das Wetter aber immernoch viel zu feucht. Wir bräuchten dringend eine länger Phase mit warmem Sonnenlicht, damit das Nest wieder etwas trocknen kann und die Elternstörche angehalten sind, mal ein paar Minuten länger zu stehen.

Noch geht es den kleinen verhältnismäßig gut, zumindest sind sie beim Futtern recht aktiv. Das jüngste wirkt aber zu feucht.

Davon ernähren sich die Küken

Es ist nicht immer sehr appetitlich, den Küken beim Futtern zuzusehen. Die Elternstörche sammeln das Futter, indem sie es selbst fressen. Oben im Nest würgen sie es dann wieder hervor. Und was da zum Vorschein kommt möchte man auf seinem Esstisch zuhause lieber nicht sehen.

Vom ersten Moment an wurden die Küken mit Regenwürmern gefüttert. Schon am zweiten Tag konnte man sie ganz Maikäfer verschlingen sehen. Heute gab es dann sogar kleine Fischchen (siehe Bild). Aber der Speiseplan ist noch vielfältiger geworden. Während gestern Adele noch mehrere Mäuse an den Nestrand gelegt hatte, weil sie den Küken offenbar zu groß waren, haben zumindest die beiden großen Küken heute bereits ganze Mäuse gefressen. Sogar jeweils zwei Stück direkt hintereinander. Das passt manchmal nicht in den Magen des kleinen Vogels. Im Bild rechts kann man gut erkennen, wie die Maus buchstäblich im Hals stecken bleibt. Da war sie dann auch ziemlich lange, ehe es mit dem Futtern weiter gehen konnte.

Noch habe ich die Elternstörche kein Wasser bringen sehen. Das konnten wir in den vergangenen Jahren manchmal beobachten, wenn die Sonne sehr heiß schien. Dieses Jahr war das vielleicht noch gar nicht notwendig.

Nest ausreichend trocken

Die Elternstörche Jakob und Adele haben verhältnismäßig trockenes Nistmaterial ins Nest gebracht. Man kann den Küken (zumindesten den beiden Großen) deutlich ansehen, dass das Nest trocken genug ist. Auch wenn das Wetter nicht sonnig ist, so scheint es zumindest auch in den folgenden Tagen immer wieder ausreichend regenfreie Phasen zu geben, damit das Nest immer wieder trocknen kann. Wärmende Sonne wäre zwar schöner, aber wir brauchen uns auch so die nächsten beiden Tage vermutich erst mal keine Sorgen um die Küken machen.

Die beiden großen Küken etwickeln so langsam ihre Neugier. Immer wieder wollen sie sehen, was draußen los ist. Auch Übungen zum Klappern kann man gelegentlich beobachten (siehe Bild).