Störchin attackiert Partner

Heute Nachmittag hatten wir in Hammelburg Besuch von einem Kamerateam des Bayerischen Rundfunks. Dabei entstanden einige Aufnahmen für die „Frankenschau“ und einen Radiobeitrag. Elisabeth Assmann (Bund Naturschutz) und ich standen für Interviews zu unseren Störchen zur Verfügung. Außerdem wurden einige Aufnahmen vom Nest aus dem Verwaltungsgebäude 2 gemacht (dort stand die Kamera 2021 nach dem Blitzeinschlag).

Während den Aufnahmen landete unser Storchenmännchen im Nest und wurde von seiner Dame ungewöhnlich hart empfangen und aus dem Nest vertrieben. Er brauchte einige Minuten Verschnaufpause auf dem Dach des Nachbarhauses, ehe er sich ein weiteres mal ins Nest traute. Diesmal empfing ihn seine Störchin ganz normal mit Geklapper. Aber schauen Sie selbst:

Den verbliebenen vier Jungstörchen scheint es aber ganz normal gut zu gehen. Auf sämtlichen gesichteten Aufnahmen manchen sie einen fitten Eindruck.

www.moenchsturm.de

Ich wurde immer wieder mal angesprochen, weil die Internetadresse www.storchencam.de nicht mehr funktioniert. Diese Adresse gehörte nicht mir persönlich. Ich hätte sie zwar übernehmen können, aber da die Zugriffszahlen darauf in den letzten Jahren großes Interesse dokumentierten hätte ich dafür über 800 Euro Ablöse zahlen müssen. Das war mir zuviel.

Ich habe dafür eine andere kurze Adresse angelegt. Wenn Sie also nicht immer den ganzen Link www.unser-hammelburg.de/storchennest/ eingeben wollen, dann geht es auch über www.moenchsturm.de

Neue Bildbearbeitung

Nachdem das Bild der Kamera gestern immer schlechter wurde, habe ich nun eine andere Methode zur Übertragung des Bildes gewählt. Die kameraeigene Software läuft nämlich wesentlich stabiler als die Bilder in OBS. Nun überträgt der Livestream einen Screenshot der Orginalsoftware. Das kostet mich wesentlich mehr Rechenleistung, aber dafür könnte das Bild jetzt stabiler abgebildet werden. Die Bildqualität (sofern sie nicht durch Hitze beeinträchtigt ist) ist außerdem wesentlich besser. Dennoch gibt es ab und an Hänger. Aber ich muss nun mal mit meinem WLAN einen Kilometer überbrücken, das birgt Herausforderungen.

Küken aus dem Nest geworfen

Nachdem eine Anruferin mitteilte, sie habe gesehen, wie ein Küken aus dem Nest geworfen wurde, habe ich die Aufnahmen nochmal durchsehen. Und tatsächlich: Um 12:27 Uhr entschied ein Elternstorch, dass er ein fünftes Küken aus dem Nest wirft.

Wie so oft versuchte der Elternstorch das Küken erst durch Schütteln zu töten, um es dann über den Nestrand zu befördern. Schön schaut der Vorgang nicht aus. Er dauert eine ganze schreckliche Minute.

Damit steht auch fest, dass wir die ganze Zeit fünf Küken im Nest hatten. Die sichere Beobachtung von vier Küken konnte danach aufgenommen werden. Es sind nach dem Rauswurf des kleinsten Kükens also noch vier weitere Küken im Nest.

Das tote Storchenküken konnten wir dann gegen 19 Uhr in der Dachrinne der gegenüberliegenden Scheune bergen. Herzlichen Dank nochmal an den spontanen Helfer, der uns seine Leiter zur Verfügung stellte.

Mindestens 4 Küken

Da wir nicht direkt ins Nest blicken können ist die Anzahl der Küken doch immer mit etwas Spannung versehen. Während man recht frühzeitig mindestens zwei Küken entdecken konnte, habe ich gestern und heute immer wieder Zuschriften erhalten, dass es mindestens drei Küken sein dürften. Aber: es sind zweifelsfrei mindestens vier Küken im Nest, wie man in den bewegten Bildern heute Mittag gut erkennen konnte.

Klicken Sie ins Bild um eine bewegte Aufnahme anzusehen!

Fremdstörche in der Stadt

Endlich hatte ich unkomplizierten Zugang zur Kamera und konnte sie neu justieren. Dabei habe ich auch den Reducer aus dem Strahlengang des Teleskops entfernt. Jetzt schaut es näher ans Nest. Leider bekomme ich das Flackern des Bildes dennoch nicht in den Griff.

Schon während des Umbaus des Teleskop konnte man am Verhalten der Elternstörche erahnen, dass Fremdstörche in der Stadt sind. Mindestens drei konnte ich im Lauf des Tages dann auch unmittelbar auf dem Rathaus und der Kirche sichten. Auch am späteren Abend waren sie immernoch in der Stadt.

Der geduldige Beobachter kann jetzt relativ regelmäßig die Küken entdecken. Häufig nur aus der Bewegung heraus, aber dennoch. Mindestens zwei scheinen im Nest zu sitzen. Wenn sie zuverlässiger über den Nestrand blicken kann ich rückwirkend wenigstens annähernd das Schlüpfdatum ermitteln.

In der Aufnahme sehen die die Schnabelspitze eines der Küken eingekreist.

Endlich ein Beweis für Küken!

Die Nestmulde ist dieses Jahr so tief, dass selbst der Elternstorch komplett darin verschwinden kann. Bis man denkt, das Nest wäre leer. Schon seit einigen Tagen kann man aufgrund des Verhaltens der Elternstörche davon ausgehen, dass Küken im Nest sein dürften. Wäre das schon – wie anfänglich gehofft – am 31. April gewesen, dann hätte man die Küken vermutlich längst sehen können. Der Beweis blieb uns aus.

Heute endlich gibt es ein paar Aufnahmen, bei denen man durch die Zweige Bewegung von Küken wahrnehmen kann. Dies ergibt sich allerdings nur aus dem bewegten Bild, so dass ich keine Standbilder posten kann. In jedem Fall bin ich mir nun sicher, auch Küken selbst wahrgenommen zu haben, nicht nur das Verhalten der Elternstörche.

Da die Küken schnell wachsen, werden aufmerksame Beobachter in den nächsten Tagen sicherlich das ein oder andere bewegte Köpfchen beobachten können.

Anmerkung vom 14.05.2023, 6:10 Uhr: Heute kann man die Schnabelspitzen schon recht zuverlässig über den Nestrand gestreckt sehen, wenn die Elternstörche füttern. Viel Spaß beim Beobachten …

Endlich ist die Folie weg

Trotz intensiver Suche habe ich auch heute keine Küken sichten können. Aus dem Verhalten der Störche ableitend habe ich allerdings keine Zweifel daran, dass sich Küken im Nest befinden.

Am Nachmittag hat ein Elternstorch endlich die Folie aus dem Nest geworfen.

Leider haben wir am Nachmittag nicht nur mit Luftflimmern zu kämpfen, sondern auch mit der Verschiebung des Schärfepunkts. Ich muss das Teleskop noch irgendwie gegen die Hitze isolieren, da diese den Tubus des Teleskops ausdehnt und den Schärfepunkt somit verschiebt . Beobachten macht zur Zeit wenig Spass.

Noch immer kein Beweis

Auch am heutigen Tag hat sich die Situation für uns kaum verändert. Die Elternstörche wechseln sich in der Aufsicht ab. Immer wieder mal stehen sie auf und erwecken dabei den Eindruck als würden sie füttern. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre heraus würde von diesem Verhalten auf zu versorgende Küken schließen. Und dennoch habe ich auf allen Bildern heute noch keinen eindeutigen Beweis gefunden. Die Nestmulde ist tief und die Hälse der jungen Störche noch nicht lange genug, als dass wir sie zwingend entdecken müssten.

Und doch bleibt jede meiner Sätze nur vage Spekulation.

Kein Beweis erkennbar

Bisher haben wir noch keinen eindeutigen Bildbeweis für Küken entdecken können. Leider sitzt die Kamera minimal tiefer als das Nest, so dass wir nicht hineinsehen können. Gleichzeitig haben die Elternstörche den Rand relativ hoch gebaut, so dass eine tiefe Nestmulde entstanden ist. Darin könnten von der Größe her Küken sitzen und wir würden sie dennoch nicht zweifelsfrei entdecken.

Leider kennen wir kein genaues zu erwartendes Schlüpfdatum. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre heraus würde ich dieses aber jetzt vermuten. Das Verhalten der Elternstörche hatte sich außerdem schon zum 30. April bemerkbar verändert. Dennoch kann ich nicht zweifelsfrei erkennen, ob sie die Eier nur auffallend oft wenden oder bereits füttern. Das Herauswerfen von Unrat, das man sehr häufig beobachten kann, deutet darauf hin. Dass ich die Eltern noch nicht herauswürgen sehen konnte (was im frühen Stadium des Fütterns auch wirklich scher zu erkennen ist) spricht eher die gegenteilige Sprache. Außerdem dürfte man, sofern der 30. April Schlüpfdatum des ersten Kükens sein solle, dann schon ab und zu ein Köpfchen wackeln sehen. Eine Eierschale habe ich auch noch nicht entdeckt.

Wir wissen also nichts. Dafür bleibt es spannend. Leider lassen die heißen Dächer bereits die Luft ordentlich flimmern und sorgen so tagsüber für unscharfe Bilder. Die beste Beobachtungszeit ist daher am frühen Morgen und am Abend. Viel Spaß beim Beobachten.

Es wird spannend

07:30 Uhr:

So eine Ruhe um das Storchennest kennen die Hammelburger kaum noch. Keine besonderen Ereigneisse, keine Dramen, nicht einmal auffällige Angriffe durch Fremdstörche während der Brutzeit. Lediglich ein paar normale „Sticheleien“. Alles läuft friedlich.

Aber jetzt geht es zweifelsfrei los! Das Verhalten der Elternstörche hatte sich in den letzten Tagen schon immens verändert. Es sah so aus, als wendeten sie die Eier viel öfter. Die Pflege des Nestmitte nahm deutlich zu. Noch ist es nicht ganz mein vermuteter Termin, aber die Zeit naht. Genau können wir das Datum nicht vorhersagen.

Seit die Kamera nicht mehr von oben in das Nest schauen kann, müssen wir mögliche Küken wieder durch das Verhalten der Elternstörche erahnen. Und heute morgen hatte ich erstmals den Einruck, dass da bereits etwas sein könnte. Köpfchen habe ich aber noch keine gesehen. Es ist eher das Verhalten der Eltern. Man hat den Einruck, als fütterten sie bereits. Es kann aber auch Nestpflege sein. Wir werden sehen, was der Tag noch bringt.

Wenn Sie deutlich sehen können, dass Elternstörche mit leicht geöffnetem Schnabel immer wieder in das Nest „stechen“ und dabei auch kurz innehalten, dann wäre das ein deutlicher Hinweis. Augen auf! Viel Spaß beim Beobachten.

11:20 Uhr:

In den Aufzeichnungen konnte ich bisher keine deutlichen Hinweise sehen. Und ganz eigentlich rechne ich auch erst in drei Tagen mit dem ersten Küken. Aber das ist einfach geschätzt, aus dem Verhalten der Tiere.

Zwei Wochen Störche

Zwischenzeitlich überträgt die Kamera seit etwa einer Woche das Storchennest, zwei ganze Wochen sind sie schon in Hammelburg. Das Verhalten unserer beiden Störche ist vielversprechend. Sie bauen das Nest aus, verteidigen es gegen Fremdstörche und Kopulieren ordentlich. Vermutlich dürfte längst ein erstes Ei im Nest liegen. Sicher sagen können wir es in diesem Jahr nicht, weil wir nicht mehr direkt ins Nest schauen können.

In jedem Fall lassen die Störche das Nest hin und wieder alleine und haben das Brüten auch noch nicht begonnen. Dies geschieht üblicherweise ab dem dritten ein, dann würden die Störche die Eier nur noch in Ausnahmefällen alleine lassen.

Endlich geht es los!

Bereits seit fast eine Woche befinden sich Störche in Hammelburg. Und ganz offensichtlich hat sich ein Pärchen bereits häuslich niedergelassen. Leider habe ich aus zeitlichen Gründen die Technik nicht sofort installieren können. Aber jetzt sollte (vorerst) alles laufen. Aus Erfahrung wissen wir, dass es da auch noch einige Hürden geben könnte.

Vom Dachboden des Rathauses hat man einen recht guten Blick auf den Mönchsturm, außerdem ist er gut zugänglich. Zwar sitzt man von dort aus minimal tiefer, weshalb man nicht dirket ins Nest blicken kann, dennoch haben wir wenigstens den Berg im Hintergrund. So lässt sich gut belichten. Die Technik hat diesmal sofort funktioniert.

Die beiden Störchen tragen diesmal leider keine Ringe. Wir können daher über ihre Herkunft und ihr Alter nichts sagen. Und die beiden auseinanderzuahlten wird wohl auch noch ordentlich Übung erfordern. In jedem Fall gab es schon mehrere Kopulationsversuche und auch sonst scheinen sich die Störche für den Standort entschieden zu haben.

Daher wünsche ich Ihnen allen ein schönes Storchenjahr 2023. Nach den vielen Turbulenzen der vergangenen Jahre wäre ein ganz normales Storchenjahr ohne Tragödien mal wieder wünschenswert. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

2024: Webcam vom Rathaus

Manchmal kann es passieren, dass die Kamera hängen bleibt (dann verändert sich das Bild nicht mehr) oder dass der Livestream komplett abreißt (dann kann die Kamera auf youtube nicht mal mehr gefunden werden). Bitte scheuen Sie sich dann nicht mir das mitzuteilen. Dies geht am besten über whatsapp an O17O852518O. Nur wenn ich informiert bin kann ich auch reparieren.

Es geht bald los!

In den letzten Tagen wurden immer wieder mal Störche in Hammelburg beobachtet. Mal in den Saalewiesen, mal auf der Friedhofskapelle und auch im Nest auf dem Mönchsturm. Noch läuft die Kamera nicht, aber zumindest ist alles nötige Zubehör da. Frühestens am Montag werde ich dazu kommen, mal nach der Technik zu sehen, evtl. erste Dinge zu installieren.

In jedem Fall werden wir dieses Jahr wieder einen Blick ins Nest ermöglichen. Und zwar aus dem selben Blickwinkel wie zuletzt im vergangenen Jahr. Die Kamera sitzt dabei wieder im Dachboden des Rathauses und blickt von leicht tiefer ins Nest.

Wer beansprucht das Nest für sich?

Die Verhältnisse im Storchennest sind immernoch unklar. Wir können beobachten, dass sich dort zwei Störche aufhalten. Ein unberingter richtet das Nest für sich her und nächstigt auch darin. Ein beringter Storch taucht immer wieder mal auf, aber längst nicht so oft. Beide zusammen passen aber irgendwie nicht.

In der folgenden Aufnahme können Sie sehen, wie der unberingte Storch das Nest „freiwillig“ verlässt, wenn der beringte Storch kommt. Es kommt nicht zur Abwehrhaltung. Es bleibt immer spannend, wenn man Störche beobachtet!

Wieder Störche da

Seit gestern (04.05.2022) etwa 19:30 Uhr ist wieder ein Storch im Nest zu sehen. Dieser hat sich das Nest auch über Stunden hinweg hergerichtet. Dabei wurden auch die (vermutlich) Enteneier aus dem Nest entfernt. Gleich danach durfte der neue unberingte Storch sein Nest auch gegen einen weiteren Storch verteidigen. Anschließend hat der neue Storch die Nacht auch im Nest verbracht.

Ganz so eindeutig lassen sich die weiteren Beobachtungen noch nicht interpretieren. Denn zweitweise taucht auch ein zweiter (links beringter) Storch am Nest auf. Ob das Freund oder Feind ist, wird nicht immer deutlich.

Kaum dass der Storch heute Morgen das Nest kurz verlassen hatte kam auch die Ente wieder zurück. Allerdings dürfte sie ihre Eier nicht mehr gefunden haben.

Viele Besuche im Nest

Eigentlich warten wir in Hammelburg auf ein Storchenpärchen. Und ganz langsam schwindet die Hoffnung auf ein erfolgreiches Storchenjahr. Dennoch lassen sich im Nest allerlei Besuche beobachten. Ein Falkenpärchen hat das Nest ja fast schon für sich gebucht und hält sich sehr regelmäßig darin auf. Auch an ganzen Verbänden von Dohlen fehlt es nicht. Immer wieder mal kommt auch ein Storch vorbei.

Bereits seit drei Tagen haben wir aber auch jeweils am Vormittag Besuch von einem Entenpärchen, das sich dann auch für einige Zeit aufhält. Das ist manchmal lustig anzuschauen, denn die Enten können sich bei der Landung auch etwas tollpatischig anstellen.

Wieder kurzer Besuch

Immer wieder konnte man unter der Woche ein Turmfalkenpärchen im Storchennest beobachten. Der erwartete Storch ließ allerdings auf sich Warten. Das änderte sich heute Morgen kurzzeitig. Von etwa 7:20 bis 9:00 Uhr hatte es sich ein Storch im Nest aufgehalten und vertrieb dabei auch gleich den Turmfalken.

Der Storch wirkte aufgrund seines Verhaltens noch sehr jung. Da er unberingt war können wir leider nicht mehr über ihn oder sie in Erfahrung bringen.

Gestern hatte ich schon überlegt, ob ich die Kamera abschalten solle und erst wieder mit Ankunft eines Storchs aktivieren. Aber ich lasse sie lieber noch ein wenig weiter laufen. Wer weiß, womit wir noch überrascht werden.

Kurzbesuch

Nachdem uns am Karsamstag offenbar unsere beiden Störche verlassen haben, hatten wir heute Morgen zwischen 8:33 und 8:48 Uhr einen ersten Kurzbesuch. Der Storch hatte seinen Ring am rechten Bein, könnte damit zumindest theoretisch das zuletzt anwesende Männchen gewesen sein. Aber das ist viel Spekulation, weil der Ring nicht abgelesen werden konnte.

Was ist hier los (2)?

Aktualisierter Beitrag:

Von Karfreitag auf Karsamstag haben die Störche nochmal im Nest übernachtet. Das hatten wir aus unserer Erinnerung heraus schon vermutet, ein Anrufer hat es uns zwischenzeitlich bestätigt. Bisher konnten wir bis etwa 9 Uhr des Karsamstags zurück spulen und erkennen, dass die Störche schon früher fort geflogen sein müssen.

Deutlich besser konnte das heute ein Anrufer erklären, der durch zurückspulen (deutlich vor neun Uhr, vermutlich zwischen 6:30 Uhr und 7 Uhr) die Störche in den letzten Minuten beobachten konnte. Da der Anrufer offenbar ein ein geübter Beobachter ist, konnte er das Verhalten der Störche sehr genau beschreiben. Demnach flogen sie nicht wie üblich weg, was man den Störchen ja bereits unmittelbar vor dem Abflug ansehen kann. Im Gegenteil haben die beiden gerade Gefiederpflege betrieben, der eine Storch hatte sogar seinen Kopf unter dem eigenen Flügel. Ohne Vorankündigung sprangen die Störche fast panisch hoch und verließen schlagartig das Nest. Dies deutet auf ein deutliches Erschrecken hin, was in dieser Höhe fast nur durch Lautstärke ausgelöst werden könnte.

Vielleicht gibt es weitere Beobachter, die uns ebenfalls die letzten Minuten von der Anwesenheit der Störche schildern können.

In den letzten Tagen war das Nest mehrfach umkämpft, das nährt zumindest die Hoffnung, dass es auch ein drittes mal besetzt werden könnte. Langsam aber wird es schon recht spät. Nur als sich im Jahr 2009 erstmals nach der Jahrtausendwende Störche in Hammelburg niederließen, waren sie noch etwas später dran. Das war damals der 24. April.

DER A8R50

Nachdem gestern die Ringnummer des männlichen Storches abgelesen werden konnte, wissen wir heute bereits ein wenig mehr über ihn:

Der Storch wurde am 01.06.2020 in Immeldorf in Mittelfranken als noch nicht voll flugfähiges Küken beringt. Auch wenn wir das genaue Schlupfdatum nicht kennen, so kann man zumindest behaupten, dass er ziemlich genau 2 Jahre alt ist. Und daraus lässt sich auch ableiten, dass dies seine erste Partnerin ist.

Da das Weibchen keinen Ring trägt können wir über sie auch keine Aussage treffen.

Angriff auf’s Storchennest

Zur Mittagszeit kreisten heute Störche über der Stadt. Dabei kam es auch zu einem Angriff „unserer neuen Störche“ und auf das Nest. Das Männchen geriet dabei so in Wallung, dass es anschließend auch sein Weibchen angriff. Zumindest wirkt das so, weil wir nicht genau sagen können, ob wirklich sein Weibchen im Bild zu sehen ist.

Dabei rumpelte das Weibchen auch an den Blitzableiter, der offenbar recht flexibel ist und auch ein wenig nachgeben kann. Aber schauen Sie selbst:

Außerdem konnte ich heute im Rathaus ans Teleskop und die Optik kurzzeitig umstellen. Dabei gelang auch das Ablesen des Rings.

Neues Storchenpaar im Nest

Aufmerksame Beobachter haben heute gleich entdeckt, dass sich seit dem frühen Nachmittag zwei Störche im Nest befinden. Aber unser Storchenmännchen hat dennoch kein Weibchen bekommen!

Etwas mysteriös verlief der Tag dann nämlich doch. Gegen 9:40 kam unser Männchen kurz ins Nest zurück um es gegen fremde Störche zu verteidigen. Diese fremden Störche kann man aber nie sehen. Kurz darauf verlässt er das Nest und wird nicht mehr gesehen.

Gegen 14:54 Uhr landet dann ein neues Männchen in unserem Nest. Das uns bekannte Männchen taucht dabei nicht auf um seinen Horst zu verteidigen. Nur zwei Minuten später kommt auch ein Weibchen dazu. Die beiden haben das Nest dann für fast zwei Stunden (Stand jetzt, 16:45 Uhr) nicht mehr verlassen. Kopulationsversuche waren auch bereits zu beobachten.

Besonders auffällig dabei ist, dass das uns bekannte Männchen kein einziges mal sichtbar wurde, um sein Nest zu verteidigen.

Das bleibt sehr spannend heute!

Ankunft erwartet

Nicht nur unser Storchenmännchen wartet seit geraumer Zeit auf sein Weibchen, auch die Hammelburger schauen immer wieder hoffnungsvoll hoch zu Nest. Seit die erste „Dame“ das Nest verlassen hat, steht der Storch aber alleine darin.

Das könnte sich heute trotz des schlechten Wetters ändern. Beobachter aus dem Süden Deutschland meldeten in den vergangenen Tagen bereits größere Störchenschwärme nach Norden ziehen. Die Störche folgen bei ihrem Flug häufig den Flussläufen, da diese immer wieder gute Rastplätze bieten. Eine Beobachtung des lose fliegenden Verbandes lässt sich daher gut bewerkstelligen.

Da der Storch aber auch ein Kulturfolger ist, hat man in den letzten Jahren Untersuchungen angestellt, in welchem Maß auch Verkehrsflüsse Routen beeinflussen. Dabei zeigte sich ein erstaunlicher Zusammenhang mit der Bewegung weißer Züge auf großen Eisenbahnlinien. Weiße Züge wie den ICE scheinen die Störche wie einen Schwarm Störche wahrzunehmen und folgen diesen (allerdings nicht dem ICE selbst, der ist viel zu schnell). Dennoch lässt sich bei langsamer fahrenden Zügen gut vorhersagen, wie sich die Störche bewegen werden. Die Ankunft weiterer Weibchen kann man daher mit der Ankunft der Züge gut vorhersagen. Das wäre heute gegen 14:07 Uhr. Allerdings bitte nicht am Bahnhof, sondern direkt am Nest. Die Störche fliegen nicht unmittelbar über dem Zug, sondern nur in Sichtweite.

Halten Sie die Augen offen.

Störche suchen die Nähe zu Bahnlinien und weißen Zügen

Falls Sie es bis hierher noch geglaubt haben sollten: ich habe den Aprilscherz nicht gelöscht, bitte nehmen Sie diesen Artikel daher nicht ernst.

Adebar lässt sich nicht stören

Im letzten Jahr hatten wir teilweise große Diskussionen, wie sehr eine Kamera oder Bewegung am Nest die Störche stören. Wir hatten uns bei der Installation der Kamera viele Gedanken gemacht und uns viel Mühe gegeben möglichst unauffällig zu installieren.

Die Installation des Blitzableiters und die dringend notwendigen Außenarbeiten am Mönchtsturm ließen sich allerdings nicht unauffällig durchführen. Jeder Zuschauer konnte heute die Arbeiten über Stunden hinweg beobachten. Zwei ganze Tage lang musste der Storch das aushalten. Heute wissen wir, dass ihn das kaum stört. Natürlich kam er während der Arbeiten nicht ins Nest, aber dafür kurze Zeit später. Auch heute schläft er wieder Nest.

Blitzschutz installiert

Das hat ja gut zusammengepasst. Heute Nacht hat der Storch nicht im Nest geschlafen und war irgendwie auswärts unterwegs. Passend dazu wurde heute sowohl der Blitzschutz für den Mönchsturm installiert und das Dach repariert. Der Vorgang hat mehrere Stunden gedauert und war (zumindest was das Dach anging) auch dringend nötig.

Kurz vor 19 Uhr, nachdem er sich schon eine Zeit lang in der Nähe aufgehalten hatte, kam unser Storchenmännchen wieder zurück ins Nest. Aus menschlichen Augen könnte man eine leichte Verwunderung an ihm interpretieren (siehe Bild), aber richtig gestört hat ihn die neue Anlage nicht wirklich. Übrigens genauso wenig wie die Kamera im letzten Jahr.

Morgen wird es nochmals Arbeiten am Turm geben.

Er wartet und wartet

Manchmal möchte man sich in einen Storch versetzen können um zu wissen, was in ihm vorgeht. Falls etwas in ihm vorgeht. Seit Tagen ist das Weibchen verschwunden. Wartet er darauf, dass sie wieder kommt? Oder weiß er es? Oder hat er sie längst vergessen und wartet auf das nächste?

In jedem Fall bringt unser Storchenmännchen unermüdlich Nistmaterial heran und baut das Nest aus. Er hat noch längst nicht aufgegeben. Vielleicht sollten wir das auch nicht tun und einfach mit ihm warten. Bis sie kommt …

One-Night-Stand

Ich war an diesem Wochenende nicht in Hammelburg und konnte nur aus der Ferne die Aufzeichnungen durchsehen. Aber wenn ich mich nicht täusche, dann steht bereits seit Freitag nur noch das Männchen im Nest. Das Weibchen konnte ich nicht mehr beobachten. Auch von Beobachtern vor Ort habe ich keine andere Rückmeldung erhalten.

Vermutlich ist das Weibchen trotz mehrfacher Kopulation entweder weiter gezogen oder hat sich irgendwo verletzt.

Bisher konnte der Ring des Männchens ebenfalls noch nicht abgelesen werden. Immer wenn ich kurz vor Ort war stand er zu ungünstig oder saß im Nest. Irgendwann aber wird es klappen.