Tagebuch

  • Neue Nester in der Stadt

    Zwischenzeitlich sind alle alten Standorte in der Stadt wieder mit Nestern belegt. Auch Orte, an denen die Störche bisher kein Nest bauen konnten (oder durften) sind wieder in Beschlag genommen worden. Insgesamt lassen sich im Moment sechs Standorte im Stadtgebiet beobachten.

    Einen exakten Überblick, wann welche Störche in Hammelburg angekommen sind habe ich leider nicht. Da hat mir die Kommunalwahl zuviel Aufmerksamkeit geraubt.

    Mönchsturm:

    Das Storchennest am Mönchsturm ist bereits durchgehend seit 2009 belegt. Und seither wird es auch online übertragen. Damals erhielten die beiden Störche noch den Namen Jakob und Adele. Beide Störche sind schon längst nicht mehr da und mehrfach von anderen Eltern erstetzt worden.

    Da die Störche in diesem Jahr wieder nicht beringt sind können wir wenig darüber sagen, ob die beiden schon mal hier in Hammelburg waren. In jedem Fall sind sie bereits am Brüten. Ihr Nest wird auf dieser Homepage übertragen.

    Dieses Foto ist nicht aktuell, sondern aus dem Archiv

    Viehmarkt:

    Das Nest am Viehmarkt war auch bereit mehrfach belegt. Den Standort haben sich die Störche ohne selbst ausgewählt. Ursprünglich war dort keine Nisthilfe installiert. Da der Schornstein aber in Gebrauch ist hat man nun eine gute Lösung für Mensch und Vogel finden können.

    Da das Nest deutlich tiefer liegt als am Mönchsturm lassen sich die Störche wunderbar vom Viehmarkt aus beobachten. Allerdings sind die Tier in sitzender Posititon auch hier nicht so leicht zu erkennen.

    Adolf-Kolping-Straße:

    Das Nest in der Adolf-Kolping-Straße liegt direkt an der Kreuzung zur Von-der-Tann-Straße. Für die Schüler liegt der Realschule und des Gymasiums liegt es ideal, um immer wieder mal einen Blick dort hin zu werfen. Allerdings liegt das Nest ebenfalls relaitv weit oben, so dass eine Beobachtung von der Straße aus nicht ganz so leicht ist.

    Auch hier brüten die Störche nicht zum ersten Mal. Der Schornstein ist auch im Betrieb, aber Störche und Betrieb scheinen sich hier nicht so sehr in die Quere zu kommen.

    Gärtnerei Goldstein:

    Das Nest auf der Gärtnerei Goldstein stieß in der Vergangenheit nicht nur auf Gegenliebe. In diesem Jahr habe ich noch keine Unternehmungen zum Entfernen beobachten.

    Die Störche scheinen sich ihr Nest eingerichtet zu haben, inwieweit Kopulation, Eiablage oder ähnliches bereits stattgefunden haben, konnte ich bisher nicht ausmachen. Ich bin mir derzeit auch noch nicht sicher, ob man vom Hochhaus aus einen Einblick hätte.

    Zimmerei Rösser:

    Die Zimmerei Rösser hatte ihre Bruthilfe schon vor längerem angebracht. Die Störche haben das Nest auch in den vergangenen Jahren dankbar angenommen.
    Wenn die Störche im Nest sitzen kann man sie nicht so leicht beobachten. Da das Nest relativ groß ist hat man keinen leichten Einblick von unten.

    Wer von Diebach nach Hammelburg rein fährt kann das Nest gleich auf der linken Seite sehen (siehe Foto). Gut beobachten kann man es aber auch aus der Straße „Am Weiten Weg“.


    Bahnlinie/Kissinger Straße:

    Völlig überraschend kommt das Nest an der Bahnlinie in diesem Jahr dazu. Dabei ist es gleichzeitig richtig spannend, denn keines der Nester ist so naturnah gebaut wie dieses. Es istzt auf einem alten „Baumstumpf“ und ist längst nicht so hoch wie alle anderen Nester.

    Man kann es leicht beobachten, wenn man von der Esso-Tankstelle auf den Baumstumpf schaut oder am „Saunaweg“ spazieren geht. Und wer nicht so nah hin will, der kann es auch beobachten, wenn man in der Berliner Straße über die Bahnbrücke läuft. Siehe zweites Bild.

    Gleichzeitig wäre es ideal für eine Übertagung ins Internet. Die Anwohner dürfen einen leichten Einblick in das Nest haben.


  • Die Störche sind zurück

    Bereits seit Samstag, den 28.02.2026 sind die Störche zurück in Hammelburg. Sie sind bereits als Pärchen hier angekommen und haben das Nest auch gleich erobert – und verteidigen müssen. Denn das Nest auf dem Mönchsturm ist bereits schwer umkämpft.

    Da wir gerade kurz vor der Kommunalwahl stehen hatte ich bisher kaum Zeit, um mal nach den Störchen zu schauen. Ich kann Ihnen daher überhaupt noch keine validen Daten liefern. Aber das hole ich sicher nach.

    Heute Mittag habe ich dann die Kamera im Rathaus für die übertragung vorbereitet. Der Stream startet leider erst jetzt in der Dunkelheit. Aber spätestens morgen früh sollten erste Bilder übertragen werden.

    Ich wünsche Ihnen allen ein erfolgreiches Storchenjahr in Hammelburg.

  • „Fremder“ Jungstorch im Nest

    Wir haben im hammelburger Storchenleben ja schon viel erlebt. Auch die Adoption von drei elternlosen Jungstörchen durch eine andere Familie. Vielleicht konnte man heute genau das Gegenteil beobachten, die Aufnahme eines jungen Fremdstorchs in die die hammelburger Familie. In jedem Fall standen heute Abend plötzlich vier Jungstörche im Nest.

    Was genau passiert ist, lässt sich derzeit nicht zusammenfassen, weil mir nur die Aufnahmen direkt aus dem Nest vorliegen. Dabei kann man unseren drei Jungstörchen bereits im Vorfeld ansehen, dass ein anderer Stroch sich dem Nest nähert, bis er sogar kurz durchs Bild fliegt:

    Seltsamerweise reagieren unsere Jungstörche eher beobachtend. Sie nehmen kaum die typische Abwehrhaltung von Störchen ein, auch dann nicht, als der fremde Jungstroch direkt im Nest landet. Sie sind zwar vorsichtig, versuchen ihn auch zu verdrängen, aber wirklich durchsetzungsstark wirken sie dabei nicht.

    Der „fremde“ Jungstorch macht es aber auch geschickt. Er macht sich zunächst klein, lässt den Kopf gesenkt und nimmt eher eine devote Stellung ein. Wir kennen dieses Verhalten bereits aus der Vergangenheit, als vor vielen Jahren das Weibchen für längere Zeit nicht ins Nest zurückkam und dann wieder um „Einlass“ gebeten hat.

    Die Zeit vor der Landung bis nach der ersten devoten Stellung sehen Sie auf folgendem Video:

    https://youtu.be/LKdvvSPVzmU

    Erst nachdem er ein erstes Akzeptiertwerden wahrnehmen kann hebt der fremde Storch den Kopf, auch über den der anderen. Im folgenden Bild ist der „fremde“ Storch ganz links zu sehen.

    Dies führt zu leichten Machtdemonstration eines „unserer“ Jungstörche. Die beiden anderen halten sich eher raus. Der fremde Stroch geht dabei wieder in seine unterordnende Rolle und wartet auf Akzeptiert werden. Siehe folgendes Video:

    https://youtu.be/2rhg_V3gBRQ

    Die weiteren sehr sanften Machtkämpfe enden mit unterschiedlichen Gewinnern, mal so mal so. Der „fremde“ Storch versucht mehrfach, teils erfolgreich seine Stellung zu behaupten.

    Da er die Position im Nest wechselt und sich auch nicht mehr klein macht, ist er im folgenden Bild ganz rechts zu sehen. In beiden Bildern scheint er so zu wirken, als habe er das Sagen.

    Später verhalten sich die Storche sehr ruhig, als haben sie sich alle mit der neuen Situation abgefunden. Sie putzen sich, strecken die Flügeln und legen sich auch schlafen. Mit Einbruch der Dunkelheit sind nach wie vor vier Störche im Nest, der „fremde“ wieder ganz links.

    Update: Heute Morgen (17.07.2025) beim ersten Sonnenlicht waren die vier Störche immernoch gemeinsam im Nest. Um kurz nach 5 Uhr fliegt ein fünfter Storch am Nest vorbei, auf den alle vier Störche reagieren. Danach spielen sich ähnliche Szenen ab wie gestern abend. Der vierte Storch wird zwar nicht vertrieben, herzlich aufgenommen ist er allerdings auch nicht. Aber er behauptet sich und scheint die stärkere Rolle einzunehmen.

  • Jungfernflüge absolviert

    Schon gestern teilte mir ein aufmerksamer Beobachterin aus Frankfurt mit, dass am Nachmittag ein Jungstroch seinen Jungfernflug absolviert hatte. Leider konnte ich das nicht mehr überprüfen. Da die Dame aber eine regelmäßige Beobachterin auch von anderen Nestern ist, könnte man dieses Datum (den 2. Juli gegen 15 Uhr) für den ersten Jungfernflug betrachten.

    Eine andere Beobachterin beschrieb heute Morgen um 8:35 Uhr die selbe Beobachtung. Leider existiert auch davon keine Aufnahme mehr. Dabei wäre in den Morgenstunden das Bild noch scharf gewesen. In der Mittagszeit wird es durch die immense Hitze durch Luftflimmern und die Verschiebung des Fokus leider unscharf.

    Am Nachmittag konnte man dann die Jungstörche schon regelmäßig bei hohen Übungen beobachten.

    Endlich aufgezeichnt wurde dann der Absprung vom Nest um 17:14 Uhr. Etwa 90 Sekunden war der Storch dabei in der Luft ehe er wieder gekonnt im Nest landete. Den Geschwistern kann man in dieser Zeit gut ansehen, dass sie sich animiert fühlen, hinterher zu fliegen.

    Um 19:25 Uhr kam es zu einem weiteren Flug. Das Verhalten der Geschwister wirkt etwas so, als wäre es diesmal nicht der selbe Storch, der bereits seinen Flug hinter sich hatte. Das ist aber Spekulation, denn wirklich auseinanderhalten kann ich die Störche (noch dazu bei diesem Luftflimmern) nicht. Sehr genau kann man den Geschwistern aber ansehen, dass der Flug mehrfach um das Nest herum geht. Wirklich im Bild ist der fliegende Jungstorch dabei nicht, aber die beiden anderen schauen ihm nahezu durchgeängig nach, so dass man die Position gut abschätzen kann.

    Um 19:30 Uhr verlässt dann erstmal auch ein zweiter Storch definitiv das Nest, so dass wir mit Gewissheit sagen können, dass zu dieser Zeit bereits zwei Jungstörche ihren Erstflug absolviert haben. Um 19:37 Uhr kommt dann einer der beiden wieder zurück.

    Um 19:48 Uhr hat dann auch der dritte Jungstorch das Nest verlassen. So dass wir zu dieser Uhrzeit mit Gewissheit sagen können, dass alle ihren Erstlingsflug absolviert haben. Um 20:09 waren dann alle von ihrem Ausflug zurück gekehrt.

  • Besuch des Kindergarten St. Mariens

    Heute Vormittag hatte der Kindergarten St. Marien an seinem Naturtag das Thema Störche auf der Tagesordnung. Eigentlich wollten wir die Störche vom Parkdeck aus beobachten, aber ganz so stabil war das Wetter zu diesem Zeitpunkt nicht. Deshalb wurde die Veranstaltung kurzerhand in den Dachboden des Verwaltungsgebäudes II verlegt. Dorthin, wo früher mal die Kamera kurzzeitig stand.

    Die Kinder hatten allerlei spannende Fragen mitgebracht: was machen Storchenbabys wenn die Eltern sterben, wie essen sie und wie lernen sie das Fliegen. Glücklicherweise (oder tragischerweise) haben wir das in Hammelburg schon alles direkt beobachten können, so dass es einiges zu erzählen gab. Am Ende haben die Kinder noch ein Lied über die Störche vorgetragen und als Dank ein selbstgemachtes Bild dagelassen. Herzlichen Dank für euren Besuch.

  • Nest wieder sauber

    Das war heute eine Entschiedung für die letzte Sekunde. Die Bilder des gestrigen Tages haben schon deutlich gemacht, welche Gefahr die Stricke im Nest für die Jungstörche sein können. Gleichzeitig waren die Jungstörche heute vermutete 46 Tage alt (also 6,5 Wochen). Damit war zu erwarten, dass sie nicht mehr automatisch in Schockstarre verfallen und somit ihr eigenes Verhalten zu einem Risiko werden könnte. Dennoch erhielten wir heute Morgen von der Unteren Naturschutzbehörde die Erlaubnis mit der entsprechenden Vorsicht in das Nest einzugreifen.

    „Mit der entsprechenden Vorsicht“ hieß, sich langsam zu nähern und das Verhalten der Störche genau zu beobachten. Das war insofern spannend, weil wir noch nie so spät (also in in diesem Alter der Jungstörche) am Nest waren. Man musste ja erwarten, dass die Schockstarre nicht schlagartig aufhört, sondern dass es ein „Übergangsverhalten“ geben könnte. Da wir uns technisch bedingt zweimal nähern mussten, bot sich die Chance erst ihr Verhalten zu beobachten und im zweiten Schritt ins Nest zu greifen. Wie wir das aus allen Jahren davor kennen, zeigten sich die Störche erst neugierig und beobachteten nur, was auf sie zukommt.

    Als der Korb der Drehleiter sich dann näher und höher als das Nest heranschob, nahmen zwei Jungstörche (links) im Bild die typsiche Schockstarre ein. Sie bewegen sich dann nicht, auch nicht, wenn man sich nähert oder sie berührt. Der dritte Jungstorch (rechts) hingegen ging zwar in die Hocke, blieb auch sehr ruhig, aber in die Starre kam er nicht mehr. Zu diesem Zeitpunkt überlegten wir bereits, ob man die Aktion abbrechen müsste. Der Strick entpuppte sich da oben als Netz und war zugleich eine gefährliche Falle. Bei der technisch bedingten zweiten Anfahrt ans Nest galt unsere Aufmerksamkeit daher dem hockenden Storch.

    Zweiter Besuch am Nest

    Bei der zweiten Anfahrt näherten wir uns von weiter oben. Die Jungstörche waren aus der Starre. Betrachtet man die Bilder der Reihe nach, dann kann man erkennen, wie die Störche mit der Annäherung an das Nest der Reihe nach die Starre einnehmen. Außer der sitzende Storch eben. Unter ihm liegt schwer zu erkennen das Kunststoffnetz.

    Während der Reinigung haben wir keine Fotos gemacht. Als ich mit der Greifzange mich dem Unrat und damit dem Jungstorch näherte pickte dieser zunächst an die Zange. Er ging dabei sehr zaghaft vor, so dass es eher wie ein Austesten wirkte. Genau dieses ruhige Verhalten erlaubte uns herauszufinden, wie er bei langsamer Annäherung reagieren würde. Ich erwartete kein schlagartig anderes Verhalten als bei den Geschwisterstörchen.

    Er stand zunächst auf und bewegte sich ruhig nach hinten. Er zeigte also keine Anstalten von panischer Flucht. Seine Aufstehen war auch deshalb notwendig, weil der ja direkt auf dem Netz saß. Beim Aufstehen verhedderte er sich sogar leicht darin. Aber mit dem nächsten Schritt nach hinten zog er seinen Fuß aus der Schlinge. Glücklicherweise war das Netz zusammenhängend, so dass ich mich mit der Zange nicht direkt dem Storch nähern musste, sondern von der Nestmitte aus das Material entfernen.

    https://www.youtube.com/embed/Yd4RZ2R2Ajk

    Im Video wird deutlich, wie viel Kunststoff sich auf dem Boden des Nestes versteckt hatte. Es füllte einen ganzen Eimer. Ein kleines Stück Kunststoff blieb im Nest zurück. Es lag zu nah am Jungstorch und wäre nicht in der Lage gewesen, den Storch zu verheddern. Die Gefahr einer falschen Reaktion des Storches wäre zu goß gewesen.

    Nach Beendigung der Aktion blieb bei Wegfahren des Korbs noch Zeit, um einige Fotos zu machen.

    Wer das Nest über die Webcam in dieser Zeit beobachtete, konnte sehen, wie schnell die Störche aus der Starre zurück kehrten und normale Verhaltensweise zeigten. Einige Zeit später kamen auch die Elternstörche ganz normal zurück.

    Herzlichen Dank an alle, die daran beteiligt waren. Der Kontakt zur Unteren Naturschutzbehörde gelang noch am Vorabend, am Morgen kam dann eine zügige Entscheidung. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Team der Feuerwehr sich bereits auf den Einsatz vorbereitet und wartete nur noch auf die Erlaubnis und die genau Uhrzeit. Herzlichen Dank auch an die drei Feuerwehrmänner Sebastian Emmert, Felix Inderwies und Patrick Hitscherich. Sie haben die Leiter mit viel Mühe passend positioniert und mit Fingerspitzengefühl den Korb an das Nest gesteuert.

  • Aktuell kein Storch verheddert

    Heute Morgen gab es einige Momente, in denen alle drei Jungstörche kurz standen, so dass man zweifelsfrei sagen kann, dass sie im aktuellen Moment keinen Strick um sich tragen. In jedem Fall ist der Strick nach wie vor im Nest. Da er schon sehr zerfleddert ist besteht eine große Gefahr, sich wieder darin zu verfangen.

    Für heute stellt sich die Frage, ob man ihn aus dem Nest holt, um künftige Gefahren zu reduzieren. In gewisser Weise haben die Entscheidungsträger damit ein Dilemma:

    a) Die Jungstörche sind bereits relativ alt, so dass möglicherweise der Fluchtinstinkt schon ausgeprägt ist und eine Annäherung an das Nest zur Gefahr werden kann.

    b) Man lässt den Strick im Nest, der den Jungstörchen später zum Verhängnis werden kann, wenn man definitiv nicht mehr gefahrlos von außen eingreifen kann.

    Update: Zwischenzeitlich ist entschieden, dass das Nest vom Unrat befreit werden soll. Dies geschieht noch heute! Allerdings werden wir – wie im letzten Jahr auch – sehr genau das Verhalten der Störche im Blick haben. Sollten sie nicht in Deckung und damit in Starre verfallen, dann muss die Aktion abgebrochen werden. Wer es mit beobachten will sollte ab etwa 12:45 Uhr die Augen offen halten. Eine exakte Zeitangabe kann man nicht machen, weil das Positionioeren der Drehleiter einige Unwägbarkeiten mit sich bringt.

  • Strick im Nest

    Ein aufmerksamer Zuschauer hat heute mitgeteilt, dass er gegen 18:30 Uhr die Jungstörche mit einem Strick beobachten konnte. Die Aufnahmen in diesem Zeitfenster sind mehr als besorgniserregend, da sich der zwischenzeitlich zerfletterte Strick um Flügel und Hals der Jungstörche gewickelt hat. Eine ganze Zeit lang kann man sie dagegen ankämpfen sehen:

    In den bewegten Aufnahmen wird das Problem leicht ersichtlich.

    https://www.youtube.com/embed/ac2srdBk7iI

    Gegen 20:30 Uhr konnte man während der Fütterung beobachten, dass mindestens zwei Störche gänzlich vom Strick befreit sind. Der dritte ist leider nicht aufgestanden, so dass nicht mit Gewissheit gesagt werden kann, ob er sich außer Gefahr befindet.

    Eine Entscheidung über einen Eingriff in das Nest steht derzeit noch aus. Die zuständigen Stellen sind allerdings alle informiert. Wenn man bedenkt, dass die Jungstörche um den 28. April geschlüpft sind (so haargenau wissen wir dass nicht), dann befänden wir uns heute bereits über der sechsten Woche. Ob die Jungstörche noch in eine Schockstarre fallen, kann daher nicht mit Gewissheit gesagt werden. Ein Eingriff in das Nest könnte auch ein Risiko mit sich bringen.

    Morgen früh wissen wir vielleicht mehr.

  • Regenwoche überstanden

    Die Sonne scheint wieder ordentlich in diesen Tagen. Weil mein Eintrag aber viel später geschrieben wird, als es regnete, kommen hier noch ein paar Regenbilder der vergangenen Tage. Ende Mai und Anfang Juni hatten wir ordentliche Regengüsse. Das mussten auch unsere Störche aushalten. Immer wieder mal war der Wind so heftig, dass sich die Störche flach ins Nest legen mussten und auch das Nest ordentlich deformiert wurde.

    Am 02.06.2025 mussten unsere Störche ihr Nest dann mal wieder gegen fremde Störche verteidigen. Interessanterweise haben wir ja viele Störche in der Stadt. Manchmal stelle ich mir die Frage, woher die Störche von Weitem schon erkennen können, dass ein Überflug eine potentielle Bedrohung darstellt und wann einfach nur die anderen hammelburger Ströche vorbei fliegen.

  • Küken wohlauf und gewachsen

    Unsere drei Küken sind zwischenzeitlich ordentlich gewachsen. Wenn sie sich bewegen schauen sie bereits regelmäßig über den Nestrand. Dabei lässt sich mit etwas Geduld auch beobachten, dass es nach wie vor drei Küken sind. Gerade in der Fütterungsphase sie gut zu zählen.

    Heute habe ich die Küken mal wieder vermessen können. Dabei messe ich immer von Schnabelspitze bis Hinterkopf. Dieses Maß können die Jungstörche durch Bewegung kaum verändern, so dass ich recht zuverlässige Ergebnisse habe, die ich dann auch über die Jahre hinweg vergleichen kann. Heute habe ich bei mehreren Messungen ungefähr 11 cm gemessen.

  • Vier Küken, eines rausgeworfen

    Die Küken im Nest scheinen in einer tiefen Mulde zu sitzen, so dass man sie nicht wirklich beobachten kann. Eine aufmerksame Beobachterin teilte mir heute mit, zu welcher Zeit man drei Küken erkennen könnte. Und tatsächlich: drei etwa ähnlich große Küken saßen im Nest und waren aus der Bewegung heraus deutlich zu zählen.

    Kurze Zeit später packte ein Elternstorch ein Küken, schüttelte es tot und warf es anschließend aus dem Nest. Bei der Durchsicht dieses Vorgangs fiel aber auf, dass der Elternstorch zwischen die drei bereits entdeckten Küken griff und dort ein Viertes heraushob. Eines, das aufgrund seiner Größe noch gar nicht hätte über den Nestrand schauen können. Heute steht also fest, dass es mindestens vier Küken waren, im Moment noch mindestens drei sind.

    Die beiden obigen Bilder sind jeweils identisch.

    Kurze Zeit später wurde das Küken bereits von Hammelburgern entdeckt. Die Größe des Kükens deutet auf ein Alter von etwa 8 Tagen hin. Da anzunehmen ist, dass es das Kleinste der vier Geschwister ist, bestätigt sich damit das Schlüpfdatum für die restlichen auf eine Zeit vor dem 29. April. An diesem Tag dürfte das jüngste geschlüpft sein. Die Geschwister könnten also durchaus noch drei Tage früher dran gewesen sein. Genauer werden wir die Zeit nun aber nicht mehr einschätzen können.

  • Küken vor dem 29. April geschlüpft

    In diesem Jahr versteckten sich die Küken einige Tage hinter dem hohen Rand. Lediglich aufgrund des Verhaltens der Eltern konnte man erahnen, dass die Küken geschlüpft sein dürften. Ganz so wie zunächst von mir gedacht dürfte es aber nicht her sein. Ich habe ein Küken heute mit einer gewissen Ungenauigkeit vermessen können. Demnach könnte es heute etwa 7-10 Tage alt sein. Sie sind also in jedem Fall vor dem 29. April geschlüpft, eher sogar am 27/28. April.

    Trotz intensiver Suche habe ich bisher nur zwei Küken sicher beobachtet. Im Moment gehe ich davon aus, dass auch nur zwei Küken im Nest sind.

    Wenn man etwas Glück hat, dann kann man besonders kurz nach dem Aufstehen eines Elternvogels oder beim Wechsel der Elternstörche (mit anschließender Fütterung) gut beobachten, wie die Schnäbel nach oben gestreckt werden.

  • Küken geschlüpft

    Ich hatte die Küken eigentlich längst erwartet. Auch das Verhalten der Eltern deutete darauf hin, dass sie längst geschlüpft sein müssten. Nur gesehen hatte ich noch keines. Zugegeben, dieses Jahr habe ich auch nicht so intensiv darauf geachtet, wie sonst. Am 1. Mai war dann aber zweifelsfrei ein Köpfchen zu erkennen. Und wie zu erwarten wirkte es realtiv groß. Vermutlich sind die Küken also schon viel früher geschlüft und haben nur nicht über den Nestrand hinaus geragt.

    In den nächsten Tagen lassen sie sich vielleicht vermessen, dann könnte man Rückschlüsse auf ihr Alter schließen. In jedem Fall steht fest, dass es mindestens zwei sind.

  • Es ist einiges los

    Die beiden Störche auf dem Mönchsturm haben sich ganz offensichtlich für den Standort entschieden. Längst dürften Eier im Nest liegen. Leider können wir das nicht mehr sehen, aber das Verhalten der Störche deutet zumindest darauf hin. Immer wieder mal lassen sie das Nest auch ganz alleine. Bei Sonnenschein, wenn das Licht die Eier warm hält, war das auch in der Vergangenheit immer wieder mal zu beobachten.

    Am Viehmarkt in Hammleburg haben sich auch Störche niedergelassen. Dort wurde eigentlich eine Konstruktion am Schornstein angebracht, damit die Störche dort kein Nest bauen können. Allem Anschein nach sind die Tiere aber so standorttreu, dass sie trotz der widrigen Umstände ein Nest darauf gebaut haben. Es grenzt schon fast an ein Kunstwerk, wie dort Konstruktion und Nest verbunden sind. Inwieweit das eine Aufzucht beeinträchtigt, wird sich noch zeigen. In jedem Fall scheinen die beiden „Viehmarktstörche“ alles daran zu setzen, auch in diesem Jahr dort ihre Küken aufzuziehen.

  • Frostige Nacht

    Unsere beiden Störche hatten heute Nacht einiges auszuhalten. Der Frost hängt im Nest und auch am Gefieder. Nachts lagen beide dann nebeneinander, aufgestanden sind sie erst zur Mitte der Dämmerung.

    Unterdessen erreichen mich immer mehr Meldungen über weitere Störche in der Stadt. Sie wurden schon auf dem Nest „Rösser“ Richtung Diebach gesichtet, in der Adolf-Kolping-Straße und selbst auf dem Schornstein am Viehmarkt, wo eigentich eine Montierung angebracht ist, um den Bau eines Nestes zu verhindern.

    Mindestens heute Nacht hat dort dennoch ein Stroch übernachtet. Das ist ein deutlicher Hinweis, dass es der Storch des vergangenen Jahres sein muss. Er fühlt sich dem Standort verbunden. Ein neuer Storch würde den Schornstein nicht mehr als attraktiven Standort wahrnehmen.

  • Nest wird hergerichtet

    Zwischenzeitlich habe ich die Kamera scharf stellen können. Wie immer gilt, dass sie in den Morgen und Abendstunden das schärfste Bild liefert. Aber während am Morgen der Nebel manchmal die Sicht trüben kann, sollte der Abend schönere Beobachtungsmöglichkeiten bieten.

    Leider können wir nicht sagen, ob es sich bei den Störchen um die selben Störche des Vorjahres handelt. Die markante Feder des letztjärhigen Männchens inst nicht vorhanden, aber natürlich dürfte sie längst einfach verloren gegangen sein.

    Aber zumindest wissen wir, dass ihr Verhalten absolut darauf hindeutet, dass sie hier ihren Nachwuchs großziehen wollen. Die beiden lassen zwar das Nest gelegentlich noch alleine, aber es werden regelmäßig Zweige eingeflogen und das Nest anschließend hergerichtet. Mehrere Kopulationsversuche haben zwischenzeitlich auch stattgefunden.

  • Zwei Störche übernachten

    Gestern Abend konnte ich aufgrund der Wahlauszählung leider nicht beobachten, wie viele Störche sich für die Nacht ins Nest begaben. Heute Morgen jedenfalls standen zwei Störche im Nest. Noch ist die Kamera nicht scharf eingestellt, aber immerhin sieht man etwas. Im Laufe des Tages wissen wir möglicherweise mehr darüber, ob es sich um die beiden Störche des letzten Jahres handeln kann.

  • 2025: Erster Storch im Nest gesichtet

    Bereits gestern hatten einige Hammelburger einen Stroch im Nest gesehen. Als ich heute das Wahllokal gegen 13:20 Uhr verließ, saß er ebenfalls im Nest. Er trägt keinen Ring, weshalb wir nicht sagen können, ob wir diesen Storch bereits kennen. Immerhin trugen die Elternstörche des letzten Jahres auch beide keinen Ring, was zumindest noch offen lässt, ob es einer der letztjährigen Störche ist.

    Die Kamera ist noch an Ort und Stelle und lässt sich von daheim aus Fernbedienen. Deshalb lassen sich auch bereits erste Bilder übertragen. Leider lässt sich der Fokus nicht fernbedienen, weshalb die ersten Bilder noch unscharf sind. Das ändert sich, wenn ich aufs Rathausdoch hinaufgestiegen bin. Doch das kommt später …. (heute ist Wahl!)

  • Vier Jungstörche im Nest

    In den letzten Jahren hatten wir ja schon lernen dürfen, dass bei den Störchen nicht alles nach Lehrbuch verläuft. So durften wir in den vergangenen Jahren miterleben, wie alle unsere Jungstörche von einer anderen Storchenfamilie förmlich „adoptiert“ wurden. Auch heute spielten sich einige Szenen ab, die sich nicht zweifelsfrei erklären lassen.

    Um 11:44 Uhr landete heute ein vierter Jungstorch mit einer Weltselbstverständlichkeit im Nest, als gehöre er schon immer dazu. Die folgenden Bilder zeigen, wie er sich fast normal im Nest aufhalten kann. Ein fünfter Jungstorch fliegt währenddessen fast unbeachtet vorbei. Nur Nuancen im Verhalten lassen deutlich werden, welcher der „fremde“ Jungstorch ist.

    Zwei Minuten später erst verscheut einer „unserer“ Jungstörche den Fremden blitzartig aus dem Nest. Der ganze Vorgang dauert nur einen Bruchteil einer Sekunde, so dass man ohne Zeitlupe nicht ansatzweise erkennen kann, was genau gerade passierte. Die folgenden Aufnahmen zeigen die Attacke mit dem Schnabel und die Flucht des Vierten.

    Darüberhinaus war am Morgen ein beringter erwachsener Storch zu Besuch im Nest. Um 14:22 Uhr befindet sich dann ein erwachsener Storch im Nest und um 15:17 Uhr sogar zwei. Bei ließen sich von den nahenden Jungstörchen verscheuchen, wie die beiden folgenden Bilder zeigen:

    Fast hätte ich angenommen, dass es sich dabei um fremde Störche handeln könnte, aber die genaue Durchsicht der Bilder verriet, dass mindestens einmal unsere Elternstörche anwesend waren. Warum sie sich von den Kindern verscheuchen lassen gibt ein kleines Rätsel auf.

    Humorvoll könnte man es menschlich betrachten. Da könnten zwei Störche etwas Probleme mit der Durchsetzungsfähigkeit bei ihren pubertierenden Kindern haben, denn die Erziehung scheint auch bei den Störchen gerade etwas schwierig zu sein. Immerhin füttern unsere Elternstörche nach wie vor, obwohl sie das längst sein lassen sollten.

    Kein Wunder also, dass die Jungstörche sich nicht richtig aus dem Nest bewegen und sich lieber verwöhnen lassen. Unsere beiden Helikopterelternstörche machen das ja schließlich brav mit.

  • Letzter Jungstroch fliegt auch!

    Herzlichen Glückwunsch. Heute haben es alle drei Jungstörche endlich geschafft, das Nest zu verlassen. Gegen 12:15 Uhr hatten die beiden Geschwister bereits das Nest verlassen und den letzten verbleibenden Storch doch schon sehr neugierig aufs Mitfliegen gemacht. Bei der Ankunft der Geschwister gab es bereits erwartungsvolle Begrüßungen.

    Mit dem Minutenwechseln von 14:29 Uhr verließen die beiden „Großen“ kurz hintereinander das Nest und brachten den letzten verbleibenden Jungstorch sehr in Zugzwang.

    Fast eine halbe Minute lang konnte man ihn dann beobachten, wie er mit ausgestreckten Flügeln abflugbereit, aber doch zögernd im Nest steht. Exakt eine halbe Minute später dann traut er sich und wagt ebenfalls seinen Jungfernflug.

    Bei der Ankunft kann ich die Jungstörche dann aber nicht mehr zweifelsfrei unterscheiden. In jedem Fall sind alle drei 82 Sekunden später wieder im Nest. Die erste Runde wäre damit für alle drei geschafft. Jetzt wird es nicht mehr lange dauern, dann können wir die Storchenfamilie in den Saalewiesen beobachten. Wenn dann im Laufe des Monats die Störche der anderen drei Nester (mit Westheim vier Nester) dazu kommen, dann wirkt Hammelburg doch langsam wie eine Storchenstadt.

  • Zweiter Storch fliegt

    Wir warteten ja schon mit Spannung darauf, wann der zweite Jungstorch seinen Jungfernflug absoliviert. Heute um 11:25 Uhr hat er es dann gewagt und ist seinem Geschwisterchen hinterher gefolgen. Nach knapp mehr als einer Minute kam er dann wieder zurück. Damit haben bereits zwei Jungstörche ihren Erstflug absolviert.

  • Weiterhin nur ein Jungstorch geflogen

    Im Storchennest ist allerhand Bewegung. Immer wieder üben die drei Jungstörche das Fliegen. Ihr Engagement dabei scheint allerdings unterschiedlich zu sein. Während vermutlich ein Jungstorch zwischenzeitlich immer wieder mal seine Runde dreht, gibt es für die beiden anderen noch keinen richtigen Beweis für ihren Jungfernflug. Hundertprozent sicher bin ich mir diesbezüglich aber nicht, denn sie lassen sich nur mit Mühe unterscheiden. Eine konkrete Aussage lässt sich daher erst treffen wenn mal zwei oder drei Störche gleichzeitig unterwegs sind. Das könnte aber noch dauern, denn die Elternstörche haben das Füttern noch nicht eingestellt und warten auch nicht in der Nähe, um die Jungstörche zum Jungfernflug zu motivieren.

    Dafür habe ich heute die Störche mal grob vermessen können. Im Bild kann man die Maße sehen, die Flügel sind dabei nicht völlig durchgestreckt. Es ginge also noch ein wenig mehr.

    Ein Elternstroch hat vorgestern einen Handschuh ins Nest gebracht. Immer wieder mal kann man beobachten, wie die Jungstörche ihn im Schnabel haben.

  • Erster Jungfernflug

    In den letzten Tagen konnte man schon beobachten, wie insbesondere ein Jungstorch energisch seine Flugübungen machte. Dass er bald losfliegen könnte, hatte man ahnen können. Dann ging es aber doch recht schnell. Immerhin füttern beide Eltern noch und bewegen die Jungstörche so gar nicht recht dazu, das Nest zu verlassen. Um 11:16 Uhr heute morgen hatte sich der eine Jungstorch dann entschlossen einfach loszufliegen.

    Das war wieder schön anzuschauen, weil man den zurückbleibenden Geschwistern fast ansehen konnte, wie sie staunend hinterhersehen: „Man kann das Nest auch verlassen!“ Wie für Geschwisterstörche üblich schauten sie ihm lange nach.

    In seiner Abwesenheit war allerdings einige los am Nest. Im Nachhinein kann ich nicht erkennen, was genau die Ursache war, jedenfalls kamen beide Eltern ins Nest zurück und gingen in die typische Abwehrhalten, wie man sie bei der Anwesenheit von Fremdstörchen beobachten kann. Auch die verbliebenden Jungen beteiligten sich an dieser Abwehr.

    Ein weiterer Jungstorch zeigte sich während des ersten Ausflugs des Geschwisterchens hochmotiviert selbst weiter Flugübungen zu machen.

    Etwas mehr als eine Stunde später u kam der Storch von seinem Jungfernflug wieder zurück. Leider konnte ich selbst nicht beobachten, wo er sich zu diesem Zeitpunkt aufhielt. Am Verhalten der Jungstörche lässt sich aber ablesen, dass er sich nicht nur an einem Ort aufhielt, sondern mindestens eine kleine Runde um das Nest gedreht haben muss.

  • Strick heute entfernt

    In den letzten Tagen häuften sich die Meldungen, dass einer der Jungstörche einen Strick um das Bein gewickelt hatte. An der selben Stelle, wie im letzten Jahr. Die selbe Art Strick, wie im letzten Jahr. Noch einmal wollte man das schreckliche Szenario aus dem vergangenen Jahr sich nicht wiederholen lassen. Ganz so einfach ist das mit dem Eingriff in die Natur aber nicht und so mussten allerhand Telefonate geführt werden.

    Aber dann ging heute alles ganz schnell: die UNB (untere Naturschutzbehörde) hat mit der Regierung telefoniert und wir haben zügig eine Erlaubnis erhalten. Allerdings befinden wir uns mit Blickwinkel auf die fortgeschrittene Entwicklungsphase der Jungstörche bereits kurz vor einer kritischen Phase:

    So lange die Störche noch jünger als grob sechs Wochen sind, verfallen Sie bei Gefahr in eine Starre. Das kann man beobachten, wenn Fremdstörche das Nest angreifen. Dann verteidigen die Eltern und die Jungstörche sind nicht zu sehen, denn sie liegen wie erstarrt am Boden und bewegen sich nicht. Das ist die ideale Zeit, um die Störche zu beringen, denn dann halten sie still, greifen nicht an und flüchten auch nicht. Sind sie etwas älter, dann reagieren sich auch mit Flucht und könnten frühzeitig, noch vor dem Jungfernflug, aus dem Nest springen. Das wäre für die Störche, aber auch für das Lösen des Stricks fatal.

    Entsprenchend strenge Auflagen hat uns die UNB gemacht, wie wir das Nest anfahren sollen und unter welchen Bedingungen wir abbrechen sollten. Und vor allem erhielten wir die Erlaubnis wegen dieser kritischen Phase nur für heute oder morgen. Das klang zunächst herausfordernd. Aber dann ging alles Hand in Hand.

    Am Mönchsturm hinderte uns ein Kabel über der Gasse daran, mit der Feuerwehr nah genug an den Turm heranfahren zu können. Dieses Kabel hat der Anwohner heute extra für uns um einen Meter verlegt. Sebastian Vogler (der Sie auf facebook auch immer wieder über die anderen hammelburger Nester informiert) hatte alles nötige Material besorgt und die nötigen Scheren lagen sowieso in meinem Auto (weil meine Tochter ihre Scheren nicht aufgeräumt hatte). Und die Hammelburger Feuerwehr war wie immer zügig zur Stelle, so dass wir um 18 Uhr starten konnten.

    Entsprechend der Auflage näherten wir uns sehr langsam dem Nest. Wir mussten dabei genau beobachten, wie sich die Störche verhalten. Im mittleren Bild (siehe oben) kann man den Elternstorch noch im Nest stehen sehen, die Jungstörche sitzen. Hätten sie sich nicht gelegt, hätten wir abbrechen müssen. Lange machten sich alle vier Störche überhaupt keinen Stress wegen unseres Anfahrens. Sie wurden nicht einmal nervös. Aber dann verlief plöztlich alles wie gewünscht. Zuerst verließ der Elternstorch das Nest, dann legten sich die Küken in die Starre. Im dirtten Bild kann man sie schon nicht mehr sehen. Feuerwehrmann Patrick steuerte uns sehr bedacht und zielgenau an das Nest heran.

    Wie erwartet lagen die Jungstörche bei der Ankunft starr am Nestboden. Rechts im Bild sehen Sie den blauen Strick, der sich um das eine Bein gewickelt hatte. Wer genau nachsieht entdeckt außerdem allerlei Unrat im Nest. Zur Sicherheit haben wir die Störche mit einem Flies zugedeckt. Das nimmt ihnen auch etwas die Angst – sagt man. Der Storch musste beim Befreien nicht gehalten werden, er hielt so still, dass man das Bein in aller Ruhe mit einer Schere befreien konnte.

    Foto: Sebastian Vogler

    Im gleichen Atemzug haben wir das Nest von allen Folien, Pappdeckeln, Isoliermaterial und Schnüren reinigen können. Nach nur drei Minuten war alles erledigt und wir konnten das Nest in einem guten Zustand verlassen. Und wieder nach unten fahren. Die vollständige Reinigungsaktion finden Sie als Mitschnitt hier.

    Ziemlich genau zehn Minuten später kam ein Elternstorch zurück. Mit seinem Eintreffen konnte die ganze Aktion als erfolgreich bewertet werden.

    Herzlichen Dank an alle Helfer: den Nachbarn für das Verlegen der Stromleitung, Sebastian Vogler für die Unterstüzung und die Fotos, den drei Feuerwehrmännern Sebastian Emmert, Patrick Hitscherich und Alexander Dangel und der Unteren Naturschutzbehörde für den unkomplizierten Kontakt und die zügige Entscheidung.

  • Wieder Strick am Bein

    In den letzten Tagen gab es bereits mehrere Zuschriften, dass einer der Jungstörche wieder einen Strick am Bein haben könnte. Das wurde heute auf einer Aufnahme des deutlich. Noch konnte ich nicht erkennen, ob der Strick – wie im letzten Jahr – auch mit dem Nest verbunden ist oder ob der Jungstorch theoretisch einfach losfliegen könnte. Dies löst natürlich wieder die Diskussion aus, ob man in das Nestgeschehen eingreifen und den Storch vom Strick befreien sollte.

    Dafür haben die Jungstörche den Regen bisher gut überstanden. Verglichen mit anderen Teilen Deutschlands sind wir – und damit auch die Jungstörche – nochmal gut davon gekommen, erfreut über den Regen wirken die Tiere allerdings nicht.

    Außerdem habe ich die Störche heute mal wieder vermessen. Von Schnabelspitze bis Hinterkopf kann man bereits zwischen 16 und 17 cm messen. Die Flügelspannweite liegt bereits bei 130 cm

  • Vaterstorch lässt Junge erstmals allein

    Die Aufzucht unserer Jungstörche erfolgt dieses Jahr bisher ohne nennenswerte Störungen. Die Jungen wachsen zügig voran. Zwischenzeitlich messen sie von Schnabelspitze bis Hinterkopf etwa 14 cm. Ich verwende dieses Maß, weil der Storch es durch seine Bewegungen kaum verändern kann. Die Länge des Rumps mit Federn liegt schon bei fast 40cm. Die Spannweite der Flügel liegt bereits über 80cm.

    Zwischenzeitlich scheinen die Küken groß genug zu sein, dass der Vaterstorch die Küken erstmals alleine im Nest zurück lies. Dies werden wir in Kürze vermutlich öfter beobachten können. Wenn die Küken groß sind, dann kommt ein Elternteil mit dem Füttern kaum noch hinterher, so dass beide Eltern auf Futtersuche gehen. Die jungen Küken waren das jedenfalls noch nicht gewohnt, entsprechend fällt ihre Reaktion etwas starr aus.

    https://youtu.be/GITXqAcQLvA
  • Es bleibt bei drei Küken

    Am heutigen Tag konnte man die Küken wieder wunderbar beobachten. Das Muster ist fast immer das selbe: Wenn nur ein Elternstorch im Nest ist und kurzzeitig aufsteht, dann recken die jungen ihre Hälse nach oben. Wenn aber der andere Elternstorch ins Nest zurückkommt und der sitzende aufsteht, dann werkeln beide Elternstörche erst ein wenig am Nest herum. Sobald, aber ein Elternstorch das Nest verlässt und der andere sich den Jungen zuwendet, dann werden sie aktiv. Häufig kann man kurz alle drei sehen oder aus der Bewegung heraus erahnen. Perfekte Aufnahmen habe ich leider noch nicht, aber dennoch sind drei Störche gewiss. Einen vierten würde ich heute nicht mehr vermuten.

  • Mindestens 3 Küken im Nest

    Es bleibt eine echte Herausforderung. Um mit Gewissheit sagen zu können, wie viele Küken im Nest sind, müssen alle Schnablespitzen gleichzeitig zu sehen sein. Treten lediglich nebeneinander oder an verschiedenen Stellen kurz hintereinander die Schnäbel zu Tage, dann kann es sich bereits um das selbe Küken handeln. Immer sind sie im Nest ganz schön quirlig unterwegs. Leider ist es mir nicht gelungen eine gute Aufnahme abzuspeichern. Dennoch gibt es einige wenige Momente, in denen zweifelsfrei drei Küken zu sehen sind. Es könnte (hier bin ich mir aber sehr unsichter) auch ein viertes Küken im Nest sein.

    Im Laufe des Tages mussten die Elternstörche ihr Nest mindestens zweimal gegen fremde Störche verteidigen. In beiden Fällen konnte man nicht erkennen, dass die „Fremden“ das Nest direkt angriffen.

  • Mindestens zwei Küken

    Die Beobachtung der jungen Küken war in den letzten Tagen nicht leicht. Die warmen Tage hatten ordentlich Luftflimmern verursacht, so dass man zwar die Bewegung der Küken wahrnehmen konnte, aber sie fast unmögich zählen. In den frühen Morgenstunden hatte man dabei noch die besten Bilder.

    Heute war das schon anders. Fast den ganzen Tag über ist das Bild einigermaßen scharf geblieben. Dennoch kann ich mit Gewissheit nur bestätigen, dass es mindestens zwei Küken sind. Vielleicht aber auch mehr. So deutlich wird das nicht. In jedem Fall läuft im Nest alles nach Plan, die Eltern wechseln sich regelmäßig ab.

    Manchmal weht der Wind eine Folie im Nest nach oben, so dass man sie kurz für ein Küken halten könnte. Da muss man bei der Beobachtung ein wenig aufpassen.

  • Wahrscheinlich erste Küken

    Das Verhalten der Elternstörche ist kurz vor und nach dem ersten Schlpüfen leicht zu verwechseln. Immer wieder stoßen die Elternstörche mit dem Schnabel ins Nest. Das schaut aus wie „Füttern“, ist aber häufig „Eierwenden“. Heute schaut das schon minimal anders aus. Wenn die Elternstörche anfangen mit leicht geöffnetem Schnabel ins Nest zu stoßen oder sogar Futter herauszuwürgen, dann wird die Sache schon recht eindeutig.

    Leider können wir wegen des hohen Nestrandes nicht auf die Eier oder die Küken sehen. Wir müssen warten, bis die Küken mit ihren Hälsen den Eltern soweit engegenrecken, dass der Hals über den Rand ragt. Oder eben das Verhalten der Eltern Interpretieren. Das war in den letzten Tagen schon voller Hinweise, aber doch nicht eindeutig. Heute schaut es ganz anders aus.

    Spätestens um 16:10 Uhr wird deutlich, wie der Vaterstorch Futter herauswirft, um anschließend zu Füttern. Küken konnte ich derweil noch nicht direkt wahrnehmen.

    Vermutlich werden wir schon morgen mehr wissen.

  • Invasion auch heute noch

    Die vielen Störche, die gestern Hammelburg erreicht hatten, halten sich auch heute noch in Hammelburg auf. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, wie nahrhaft das Saaletal derzeit ist. Wir haben jetzt vier Nester in der Stadt (auf dem Mönchsturm, bei der Zimmerrei Rösser, am Viehmarkt und nahe der Realschule). Zu diesen acht Störchen kommen jetzt noch mindestens 14 weitere dazu, die allerdings als Vagabunden unterwegs sind. Ein Spaziergang duch die Saalewiesen kann daher im Moment sehr lohnend sein.

    Einige Impressionen davon will ich Ihnen nicht vorenthalten. Da ich Sebastian beim Fotografieren getroffen habe, gehe ich davon aus, dass er auf Facebook noch einige weitere posten wird.

    Die Störche auf dem Mönchsturm haben derweil ihr Verhalten in den letzten Tagen bereits geändert. Während dieser Phase ist es schwer zwischen Füttern und Eierwenden zu unterscheiden. Entweder haben wir schon kleine Küken im Nest oder wir stehen kurz vor dem Schlupf. Halten Sie die Augen offen, ich bin auf erste Meldungen gespannt.

  • Storcheninvasion

    Gestern konnte man über Hammelburg und auf den nahen Feldern eine wahre Invasion an Störchen beobachten. Während ich fotografieren war, konnte ich noch 14 Stöche aufnehmen (nicht alle sind auf folgender Montage abgebildet). Einige Beobachter nannten eine noch größere Zahl. Leider konnte ich nicht beobachten, wo sie herkamen und wohin sie weiterflogen. Beeindruckend war es dennoch.

    Und hier noch eine zugesandte Aufnahme von Bianca Volkert. Herzlichen Dank dafür:

  • Nistplätze gesucht

    In den letzten Tagen hatte ich immer wieder mal die Störche nachts gezählt. Dann nämlich ändern sie ihren Standort nicht mehr. Bis zu 11 Störche habe ich auf der Karte eingetragen, einige Beobachter haben von noch mehr Störchen erzählt. Deshalb haben sie an unterschiedlichen Stellen angefangen Nester zu bauen, einige sind auch wieder aufgegeben worden.

    Was Storchenfreunde einerseits begeistert, kann für die Besitzer der Schornsteine andererseits ein großes Problem darstellen. Bei benutzten Kaminen geht der Zug verloren, Dreck fällt in den Schornstein. Aber auch das nahe Umfeld kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Heute habe ich mir einen Standort genauer angesehen. Die Ausscheidungen der Störche sind dabei das geringste Problem, herunterfallende Steine (bei Kaminen) sind schwieriger zu handhaben: Zumal sie auch schon Löcher bei Aufschlagen verursacht haben.

    Deshalb sucht das Landratsamt aktuell nach geeigneten Standorten, um dort vielleicht auch Nisthilfen aufstellen zu können.

    In Hammelburg hat die Anzahl der Störche unterdessen etwas abgenommen, ein Standort wurde aufgegeben, ein neuer wieder begonnen. In der Karte eingezeichnet sehen sie vier Standorte, an denen Nester bestehen oder an denen gerade gebaut wird und bei denen jeweils zwei Störche anwesend sind. Das Nest bei der Zimmerei Rösser beherbergt zwei Störche. In den letzten Tagen hatte ich immer nur einen registriert und auf der Karte eingetragen. Andere Beobachter hatten aber schon mehrfach auf zwei Störche hingewiesen. Das aktuelle Verhalten deutet sogar eine Brut an. Auf den anderen Übernachtungsplätzen wollte sich heute kein Storch zeigen. Vermutlich übernachten in der Stadt daher heute „nur“ acht Störche.

    Karte aus OpenStreetmap
    Schornstein am Viehmarkt
  • Helfen Sie mit!

    Es ist unglaublich schwierig, die Störche genau zu erfassen und zuzuordnen. Auch heute Abend habe ich versucht mir einen Überblick zu verschaffen, aber selbst wenn ich innerhalb eines kleinen Zeitfensters alle Stationen abfahre, dann ist die Dokumentation nicht zweifelsfrei.

    Das Ergebnis des heutigen Abends finden Sie auf folgender Übersicht:

    Karte aus OpenStreetmap

    Die beiden Störche, die am 01.04. noch auf der Friedhofskapelle übernachtet hatten, konnte ich heute Abend nicht mehr entdecken, auch nicht in der Nähe. Die beiden Störche auf dem Kamin der Gärtnerei waren am Abend wieder da, teilweise konnte man sie heute etwas aufgeregt erleben. Es ist nicht auszuschließen, dass auf dem Nest der Zimmerei Rösser (ganz links im Bild) zwei Störche anwesend sind. Möglicherweise konnte ich ihn von unten nicht sehen.

  • Sooo viele Störche in der Stadt …

    Die Storchenpopulation hatte in den vergangenen Jahren wieder deutlich zugenommen. Der Kampf um einen Nistplatz ist deshalb entsprechend groß. Auch über Hammelburg sind seit vielen Tagen immer wieder andere Störche zu beobachten, die teilweise auch um das Nest konkurrieren. Unsere beiden Störche haben sich bisher aber gut durchsetzen können. Längst brüten sie.

    In Hammelburg sind dennoch mehrere Störche unterwegs, die auch an verschiedenen Standorten beobachtet werden konnten. Einige dieser Standorte scheinen häufiger besucht, andere weniger. Ich habe die Standorte mal auf der Karte markiert.

    Karte aus OpenStreetmap

    A = Mönchsturm, B = Schornstein der Gärtnerei Goldstein, C = Kamin Ecke Adolf-Kolping-Straße/Von-der-Tann-Straße, D = fest installiertes Nest bei Zimmerei Rösser, E = Kamin in der Egerer Straße, F = Kamin der alten Schreinerei am Viehmarkt, G = vordere Spitze der Kirche, H = Rathausdach, J = Hochhaus in der Adolf-Kolping-Straße, K = Friedhofskapelle

    Deshalb habe ich mir heute Abend mal die Mühe gemacht die Stadt im Dunkeln abzufahren. Dann nämlich wechseln die Störche ihre Position nicht mehr und lassen sich leichter zählen. Und ich war erstaunt. Es befinden sich nachweislich gegen 20 Uhr elf Störche in der Stadt! Und Tage hat Sebastian nochmal zwei mehr dokumentiert.

    Die folgende Grafik verrät ihren Standpunkt am 01.04.2024 (Achtung: Kein Aprilscherz!) gegen 20 Uhr.

    Karte aus OpenStreetmap

    Möglicherweise habe einige Störche übersehen. Entgegen der ersten Fassung des Artikels habe ich gegen 23:30 Uhr nochmal einen Storch hinzugefügt.

  • Kurzes Update

    Leider ist die Technik gestern kaputt gegangen. Vermutlich ist es nur die WLAN-Bridge, aber ich werde etwas Zeit zum Reparieren brauchen.

    Unsere Störche auf dem Mönchsturm brüten seit geraumer Zeit. In Ruhe gelassen werden sie aber nicht. Es halten sich immer wieder andere Störche in der Stadt auf, die (so meint man) andere Standorte für Nester suchen. Ob sich nun welche erfolgreich niederlassen werden, kann man noch nicht beurteilen. In jedem Fall müssen unsere „Mönchsturm-Störche“ ihr Nest immer wieder mal verteidigen.

  • Wieder Fremdstorch im Nest

    Erneut befand sich heute ein beringter fremder Storch im Nest. Da die Aufzeichnungen heute Nacht ausfielen, kann ich nicht genau sagen, wie lange er sich dort aufhielt: aber es waren mindestens 20 Minuten. In dieser Zeit hat er in aller Ruhe das Nest hergerichtet. Wenn man es nicht besser wüsste, hätte man auch vermuten können, dass es sein eigenes Nest wäre. Dabei stört er sich offenbar auch nicht an den Eiern, die ich zwischenzeitlich im Nest vermute (auch dann, wenn die Störche noch nicht brüten).

    Die kurze Beobachtungszeit reichte aus, um von zuhause aus den Ring abzulesen. Obwohl er den Ring am selben Bein trägt, ein ähnliches Verhalten zeigte und die Vermutung somit nahe lag, so ist es doch nicht der selbe Storch wie vom 9. März. Die Nummer ist diesmal DER AAU32. Sebastian hatte diesen bereits letztes Jahr hier in der Gegend fotografiert. Er stammt aus dem Horst des Gemeindehauses in Stübach/Mittelfranken und ist jetzt zwei Jahre alt.

    Kleine Anmerkung: Zwischenzeitlich kann ich auch die Ringnummer vom 9. März korrigieren. Da befand sich der Storch mit dem Ring DER A4Y08 im Nest. Dieser stammt aus dem Horst auf der Kirche Bechhofen/Mittelfranken und ist jetzt fast drei Jahre alt.

    Erst als „unser Männchen“ das Nest anflog, verzog er sich kampflos und flog lediglich ein einziges Mal noch kurz am Nest vorbei.

    Den restlichen Tag verbrachten unsere beiden Störche relativ lange und friedlich im Nest. Dabei waren drei Kopulationsversuche zu beoachten.

  • Fremder Storch im Nest

    Schon gestern konnte man kurzzeitig einen fremden Storch mit Ring im Nest beobachten, der bei Rückkunft „unserer“ Störche das Nest kampflos übergab. Heute hat unser Pärchen das Nest um 17:17 Uhr ohne Auffälligkeiten verlassen, ziemlich genau 40 Minuten später kam dann der beringte Storch ins Nest, der sich diesmal auffallend lange im Nest aufhält. Nämlich bis 18:37 Uhr, dann gab er mit der Rückkunft des Pärchens das Nest wieder kampflos frei.

    Wenn ich den Ring richtig ablesen konnte, dann trägt er die Nummer A4Y0H. Aber ganz sicher bin ich mir nicht, das Licht war schon etwas knapp.

  • Geschlechter genau umgekehrt

    Heute morgen konnte man um 8:22 Uhr bei einem Kopulationsversuch deutlich erkennen, dass der Storch mit der abstehenden Feder das Männchen ist, der andere folglich das Weibchen. Die Beschreibung von gestern müsste damit eigentlich umgeschrieben werden. Das bedeutet aber auch, dass das Weibchen früher im Nest ankam, als das Männchen.

    Da es im Moment noch relativ viel abzugleichen gilt, habe ich in die Bilder Datum und Uhrzeit eingeblendet. Sollten Sie also spannende Beobachtungen gemacht haben, dann ist die Angabe der Zeit sehr hilfreich, um Informationen zu validieren. Da die Aufzeichnungen jeweils nur 12 Stunden gespeichert werden, freuen wir uns auch um zügige Rückmeldungen. Am liebsten auf mein Handy. Die Nummr steht unter dem Livestream.

  • Und jetzt ist auch das Weibchen da!

    Kurze Zusammenfassung: Am 16. Februar kam ein Storchenpärchen in Hammelburg an. Darüber hatte die Zeitung auch schon berichtet, aber wir (hier standen Sebastian und ich im Austausch) waren uns einig, dass es sich um sehr junge Störche handeln dürfte. Das Verhalten deutete eher auf Geschwister hin, als auf ein geschlechtsreifes Paar. Wobei das Umherziehen von Geschwistern bemerkenswert wäre. Wir hatten eine Ahnung, dass sie, sobald ein älteres Pärchen wirklich das Nest für sich beanspruchen würde, diese das Nest wieder verlassen.

    Der Livestream war manchmal abgebrochen (ich muss den Lüfter des Computers dringend tauschen), so dass ich keine lückenlosen Daten habe. Im Lauf des Samstags (24.2.) kam dann der erwartete ältere vermutlich männliche Storch in das Nest und beansprucht es seitdem für sich. Heute musste er es mehrfach gegen Angreifer verteidigen (einer der Angreifer trug dabei einen Ring am Bein, den ich aber nicht ablesen konnte).

    Dieser neue Storch wirkt wesentlich erfahrener und älter. Der Schnabel hat eine schöne rote Färbung, die Beine auch. Es könnte (die Betonung liegt auf könnte) auch das Männchen des Vorjahres sein.

    Gegen 17:25 Uhr erschien dann ein Weibchen im Nest, das zugleich freudig begrüßt wurde.

    Auch hier könnte es sich um das Weibchen des Vorjahres handeln. Im Moment lassen sich die beiden schön unterscheiden, weil das vermutete Weibchen eine deutlich abstehende, schwarze Feder links trägt. Ob die Zuschreibungen „männlich“ und „weiblich“ zutreffend sind, werden wir nach ersten Kopulationsversuchen wissen.

    Gemeinsam mussten sie das Nest dann auch schon gegen Angreifer verteidigen und zwar gegen das „jüngere“ Pärchen der vergangenen Tage, die das Nest wohl nicht ganz kampflos aufgeben wollen. Folgende Aufnahmen enstanden gegen 17:55 Uhr. Deutlich sind die schwarzen Flecken des einen Storchs und die schwarze Schnabelspitze des anderen zu erkennen:

    Dabei zeigten sie beide wieder das selbe typsiche Verhalten für Geschwisterstörche.

    Im Moment ist es dunkel, aber beide „Älteren“ waren zuletzt im Nest sichtbar und scheinen dort auch übernachten zu wollen.

  • Neuer Storch im Nest!

    Damit hätte man fast rechnen können! Die „jung vermuteten“ Störche befinden sich nicht mehr im Nest. Bereits gestern nachmittag soll er angekommen sein. Gegen 6:50 Uhr heute Morgen konnte man dann erkennen, wie er das Nest gestenreich in Beschlag genommen. Dort hielt er sich dann gleich mal für fast zwei Stunden auf, eher er sich einen ersten Ausflug gönnte. Anschließend konnte man ihn immer wieder Mal für längere Zeit im Nest beobachten.

    Er unterscheidet sich von den beiden bisher beobachteten Störchen deutlich, besitzt einen durchgehend roten Schnabel und wirkt älter. Wer weiß, vielleicht (aber nur vielleicht) ist es das Männchen des vergangenen Jahres.

  • Beide Störche im Nest

    Seit fünf Tagen halten sich die beiden Störche in Hammelburg auf. Beide befanden sich schon im Nest, aber nicht sehr lange, dann hatte der eine den anderen (recht friedlich für Konkurrenten) vertrieben. Heute Abend konnte erstmals aufgezeichnet werden, dass beide Störche spannungsfrei gemeinsam im Nest landeten.

    Dennoch verhalten sie sich sich nicht wie ein Pärchen. Ihr Verhalten erinnert eher an das zweier Geschwister. Noch dazu wirkt der eine Storch (im Bild Storch 1) noch sehr Jung. Sowohl im Aussehen, als auch im Verhalten. Seine Schnabelspitze ist noch leicht schwarz. Ich vermute (die Betonung liegt auf „vermute“), dass es sich dabei um ein Männchen handelt. Der zweite Storch (im Bild also Storch 2) ist leicht an seinem Gefieder zu erkennen. Er trägt beidseitig eine auffallende schwarze Feder im weißen Gefieder. Auch er verhält sich wie ein Jungstorch, aber nicht ganz so auffällig. Dem Verhalten und der relativen Größe nach könnte es ein Weibchen sein. Ob die beiden allerdings wirklich ein geschlechtsreifes Paar darstellen, das bezweifle ich im Moment noch sehr, lasse mich aber auch gerne überraschen.

  • Was wir bisher wissen

    Leider ist der Livestream aufgrund eines Updates abgerissen und die Daten für mich nicht mehr einsehbar. Dennoch steht fest, dass sich neben den Westheimer Störchen (die gerne auch mal nach Hammelburg kommen) auch mindestens zwei neue unberingte Störche in Hammelburg sind. Einer davon hat auch im Nest übernachtet.

    Ich gehe fest davon aus, dass dieser Storch kein Elternstorch des vergangenen Jahres ist. Er verhält sich eher wie ein Jungstorch, nicht aber wie ein geschlechtsreifer Storch, der auf sein Weibchen wartet. Kurz konnte man beobachten, dass auch der zweite Storch im Nest anwesend war. Das Aufeinandertreffen verlief eigentlich friedlich. Es wirkte so wie die Ankunft zweier Geschwister, aber weder wie eine echte Konkurrenz zwischen Männchen, noch wie das Begrüßen eines Weibchens.

    Da beide Störche keinen Ring tragen können wir wieder über die Herkunft wenig sagen. Das Zusammentragen von Informationen ist daher schwierig. Mal sehen, was der morgige Tag bringt, wenn die Aufzeichnung „zurückspulen“ wieder erlaubt.

    Die beiden Aufnahmen sind von Sonntag und zeigen die zwei Störche: Beide sind ohne Ring. Aktuell (19.02.2024 um 19:15 Uhr) sitzt der eine Storch im Nest, auch wenn Sie ihn vielleicht im dunklen Bild nicht sehen können.

  • Erste Störche 2024 im Nest

    Willkommen im Storchenjahr 2024. Am 16.02. sind mehrere Störche in Hammelburg gesichtet worden, von denen sich auch zwei im Nest niedergelassen haben. Auf einem Foto ist zu erkennen, dass mindestens einer davon keinen Ring trägt. Genaueres weiß ich selbst noch nicht.

    Heute werde ich die Kameras einrichten, dann sollte später die Übertragung bereits klappen. Vielleicht wissen wir dann auch bald schon etwas mehr über die Störche.

  • Das war das Jahr 2023

    Eine ganze Zeit lang hatte ich geglaubt, dass die Störche so spät im Jahr keine ausreichende Themik mehr finden, um ihre Reise in den Süden anzutreten, und dass sie folglich über den Winter bleiben könnten. Nun sind sie offensichtlich doch abgereist. Im Nest sind sie schon eine ganze Zeit lang nicht mehr zu sehen, im nahen Umfeld auch nicht. Manchmal möchte man schon wissen, woher die Störche wissen, dass es so spät nochmal warm genug zum Fliegen wird. Oder ob sie aufgrund der Wärme einfach spontan entscheiden doch noch zu fliegen.

    Das Jahr 2023 begann so harmlos, keine großen Angriffe auf das Nest, keine echten Zwischenfälle. Aber das Storchenjahr in Hammelburg wäre kein solches, wenn es nicht doch turbulent zugehen würde.

    Sicher erinnern sie sich noch daran, dass ein Jungstorch von einer Windböe erfasst bei seinen Flugübungen aus dem Nest getragen wurde. Er landete unbeschadet im Rosengarten, flog dann in den Pfarrgarten, auf das Dach des Nachbarhauses und landet völlig erschöpft doch im Innenhof. Dort ließ er sich einfach so nehmen und aufpeppeln. Die ersten Momente waren damals so tragisch, dass ich nicht mehr an sein Überleben glaubte. Futter hatte er sowieso abgelehnt. Aber das Wasser, dass wir ihm direkt in den Hals spritzen gab ihm wohl die nötige Kraft. Nur 15 Minuten später flog er von sich aus einfach so ins Nest.

    Bereits währenddessen konnte man lange Zeit beobachten, dass ein zweiter Jungstorch sein Bein in einem Bändel verfangen hatte, der sich nicht mehr löste. Niemand hatte daran geglaubt (zumindest hat sich nie jemand geäußert), dass dieser Bändel gleichzeitig mit dem Nest verfangen war. Als der Jungstorch dann endlich und viel zu spät seinen Jungfernflug starten wollte, wurde er von dem Strick zurück gerissen und stürzte aus dem Nest. Dort hing er eine zeitlang kopfüber. Glücklicherweise waren die Feuerwehrleute gerade in ihrem Feuerwehrhaus und waren in Windeseile zur Stelle. Noch während man versuchte mit der Drehleiter ans Nest zu fahren löste sich der Strick am Nest und der Storch segelte unsanft nach unten, landete auf dem Dach des alten Feuerwehrhauses und bliebt dort im Schneefanggitter hängen. Von dort ließ er sich leicht bergen. Ein Feuerwehrmann schnitt ihm dann den Bändel endlich ab. Ein kurzer Besuch bei der Tierärztin Bauer verriet uns, dass er den Sturz gut überstanden hatte.

    Der anschließende Versuch, den Storch ins Nest zu befordern scheiterte, weil der Storch einfach weiter flog. Er landete vor dem Pfarrheim und schaffte später, viel später den Flug zurück ins Nest.

    Auffällig war dann auch das Abflugdatum der Jungstörche. Sie waren viel zu früh dran. Der letzte Jungstorch ohnehin. Offenbar hatten sie sich mit den Westheimer Störchen zusammengeschlossen und deren Abflugtermin ebenfalls wahrgenommen. Die Westheimer waren früher geschlüpft.

    Dann konnte man nur noch die Elternstörche beobachten, bis sie sehr spät im Jahr auch abflogen.

    Ich bedanke mich bei Ihnen allen für Ihr großes Interesse. Auch in diesem Jahr gab es so viel Zuspruch und Anteilnahme. Ich möchte mich aber auch bei allen bedanken, die sich in jeder Weise beteiligt haben. Das sind zunächst einmal

    • die vielen Feuerwehrleute, für ihren engagierten Einsatz,
    • die Tierärztin Bauer, die den Storch untersuchte und dafür überhaupt nichts verlangte,
    • der Küster von St. Johannes für die schnellen Mitteilungen und bereitgestelles Werkzeug,
    • die Nachbarn, für die „Beaufsichtigung“ des Storchs, die Kooperation und schnelle Information, die Leiter und den Zugang zum Gelände,
    • die untere Naturschutzbehörde, die stets ein offenes Ohr hatte und viel Handlungsspielraum zuließ,
    • die Stadt Hammelburg für den unkomplizierten Zugang zu den Kameras im Rathaus
    • und so manchen Helfer, der leider namentlich nicht benannt oder beschrieben werden möchte. Deren Unterstützung ich habe sehr genossen habe, vor allem, wenn auch mal kritische Entscheidungen getroffen werden mussten: Beispielsweise, ob man einen Storch einfach auch mal füttern sollte, anstatt der Natur ihren Lauf zu lassen.

    Ich schalte die Kameras nun ab und hoffe sehr darauf, dass ich Sie auch im nächsten Jahr hier begrüßen darf.

  • Jungstörche weg, Eltern da

    Jetzt habe ich mich doch schon einige Zeit nicht gemeldet, da ich derzeit nicht in Hammelburg bin. Die Jungstörche sind am 8. August bereits abgeflogen. Ich hatte schon erwähnt, dass das viel früher als erwartet war. Vermutlich haben sie sich mit den Westheime Störchen zusammengeschlossen und deren Zeitplan verwendet. Falls man das so interpretieren kann.

    Es ist ganz normal, dass die Elternstörche länger am Nest bleiben und nach Abflug der Jungstörche auch im Nest übernachten (was sie ja aus Platzmangel zum Ende hin nicht mehr taten). Das tun unsere Elternstörche auch heute noch. Erfahrungsgemäß fliegen Elternstörche etwa zehn Tage später ab. Diese Zeit wäre jetzt schon überschritten. Allerdings stellt sich ohnehin die Frage, ob sich der spätere Abflug der Eltern am Abflug der Jungstörche orientiert oder ob er sich einfach am Schlüpfen oder Jungfernflug festmachen lässt. Hier können wir noch einiges dazu lernen, denn der ungewöhnlich früher Abflug unserer Jungstörche bringt doch einige neue Variablen in den Ablauf.

    In jedem Fall sind die Elternstörche nach wie vor in Hammelburg. Und so lange sie das sind, lasse ich die Kamera auch weiter laufen, die nun endlich mal stabil zu übertragen scheint.

    Viel Spaß bei der weiteren Beobachtung.

  • Sind die Jungstörche abgeflogen?

    Heute Nacht blieb das Storchennest erstmals leer. Üblicherweise kommen die Jungstörche nach ihrem Jungfernflug jede Nacht ins Nest zurück, die Eltern hingegen schlafen bereits seit längerem außerhalb des Nestes. Dass das Nest nun leer geblieben ist, sollte ein Hinweis darauf sein, dass diee Jungen in den Süden abgeflogen sind.

    Dies wäre allerdings viel zu früh, wenn man die übliche Entwicklung von Jungstörchen in Betracht zieht. Der erste Jungfernflug dürfte am 16. Juli gewesen sein. Ungefähr 40 Tage müsste man erfahrungsgemäß drauf rechnen, um den Abflug zu bestimmen. Das wäre dann Ende August. Wenn man nun noch betrachtet, dass unser Nachzügler erheblich entwicklungsverzögert aufgewachsen ist, hätte ich eher mit einem Abflug Anfang September gerechnet. Er hat seinen ersten regulären Flug erst Ende Juli absolviert.

    Rechnet man anders und betrachtet das Schlüpfdatum, dann past es schon eher. Wir können dieses nicht genau bestimmen. Bereits am 30. April schrieb ich, dass sich das Verhalten der Störche geändert hatte und ich mit Küken rechne. Erst am 13. Mai hatten wir einen ersten Beweis für Küken. Vom Schlüpfen zum Abflug kann man grob 100 Tage ansetzen. Dann wäre jetzt der frühest mögliche Termin, gerechnet am dem 13. Mai sollte es doch noch etwas dauern.

    Wenn man allerdings betrachtet, dass die Störche sich in den Saalewiesen längst mit den Westheimern zusammengeschlossen hatten und deren Entwicklungsstand kennt, dann wäre eine gemeinesame Abreise zum jetzigen Zeitpunkt durchaus denkbar. Wir werden es noch etwas beobachten.

    Gestern saßen jedenfalls nur noch die Elternstörche im Nest. Auch dieses Verhalten ist sehr typisch für die Zeit nach dem Abflug der Kinder. Vielleicht ist die spannende Storchensaison bereits für dieses Jahr beendet. Vielleicht.

  • Später, aber nach Plan!

    Das Jahr begann so harmlos, dann sorgten unsere Störche für allerhand Luftanhalten. Zunächst verfehlte ein Jungstorch bei Flugübungen das Nest und war drei Tage am Boden, um es erst nach einer „Zwangsernährung“ wieder nach oben zu schaffen. Dann wurde einem zweiten Storch der Strick am Bein zum Verhängnis, so dass er nach seinem Jungfernflug kopfüber unter dem Nest hängen blieb. Auch dieser konnte gerettet werden und flog ein Tag später zurück ins Nest. Beide Ereignisse sorgten für ordentlich Verspätung im Auflauf. Zumal der Storch mit dem Strick daraufhin nochmal etwas länger brauchte, ehe er einen zweiten Versuch wagte. Dabei waren unsere Störche ohnhin schon hinten dran.

    Aber jetzt läuft alles wieder nach Plan. Die Storchenfamilie kann tagsüber als große Gruppe in den Saalewiesen beim Futtersuchen beobachtet werden. Dabei haben sie sich sogar mit anderen (vermutlich den Westheimer Störchen) zusammengeschlossen. Denn manchmal sind es 8 bis 10 Störche, die dort als Gruppe unterwegs sind. Sogar mit Grau- und Silberreiher, ein schöner Anblick.

    Auch heute Abend kamen die vier Jungen wieder ins Nest zurück. Nach wie vor zeigen sich die drei großen Geschwister sehr fürsorglich und sorgen sich um das Jüngste. Wenn der Plan nun normal weiterläuft, dann dürften die Störche noch bis in die erste Septemberwoche in Hammelburg bleiben. Wenn sie die Zeit wieder aufholen, dann vielleicht auch nur bis Ende August.

  • Alle vier Störche zurück im Nest

    Nachdem wir den Jungstorch gestern von seinem Strick befreien konnten hielt er sich am Abend und über Nacht am Pfarrheim auf. Wir hatten die Hoffnung, dass er nach einer kurzen Erholung heute ins Nest zurück fliegen könnte. Und so ist es dann auch passiert.

    Ein Elternstorch war gerade mit zu den drei Küken geflogen, als sich der Jungstorch auf den Weg machte. Das lässt sich im Bild nicht sehen, aber am Verhalten des Elternstorchs wird das sehr deutlich sichtbar. Als sich der Jungstorch dem Nest näherte, merkte es auch den drei Geschwistern an. Die Landung des gestern verunglückten Jungstorchs gegen 17:15 Uhr verlief dann allerdings äußerst unbeholfen, so dass ein Jungstorch platzmachend das Nest verließ. Das schaut sehr turbulent aus.

    Der leicht verletzte Storch zeigte in den folgenden Minuten ein sehr auffälliges Verhalten, das ich nicht wirklich deuten kann. Vielleicht gibt es unter den Störchen wesentlich mehr Solidarität und Kommunikation, als wir immer denken. Der Elternstorch bringt dann den „platzmachenden Jungstorch“ ins Nest zurück. Er begleitet ihn förmlich bis an den Nestrand und dreht dann erst ab. Auch dieses Verhalten kenne ich so von Störchen noch nicht.

    Der verunglückte Storch ist leicht an seinem Blutfleck zu erkennen. Auf dem folgenden Bild fliegt er gerade ins Nest ein.

    Der Blutfleck stammt aus einem Bluterguss am rechten Flügel und tränkt somit das Federkleid. In der ersten Zeit nach der Rückkunft saß der Storch viel im Nest. Das ist zwar auffällig, aber auch gleichzeitig schon immer sein Verhalten wegen des Stricks. Später stand er dann aber, weshalb ich mir nach wie vor keine großen Sorgen wegen des Beines mache. Er steht nicht stabil und es wirkt so als schmerzte es ihn. Andererseits kennt der Storch ein Leben ohne Strick noch nicht. Dass er das Bein nicht gesund benutzt wundert mich nicht, er konnte das ja bisher nicht. Über die Hälfte seines Lebens hing er an diesem Strick.

    Was mir wirklich Sorgen bereitet ist das Blut. Wir hatten vor vielen Jahren mal den Fall, dass Schmeissfliegen ihre Eier in die Wunde des Storches legten und ihn quasi vergifteten. Glücklicherweise macht es das Wetter den Fliegen gerade etwas schwerer.

    Der weitere Verlauf der Aufnahmen zeigt drei wunderbare Geschwister, die sich ganz fürsorglich um den Rückkehrer kümmern. Wenn man langsam das Verhalten der Störche deuten kann, erkennt man in den Bildern förmlich die Wiederaufnahme in die Gruppe. Im bewegten Bild wird das deutlicher als in folgendem Standbild:

    Anders als in manchem Beitrag von Zuschauern beschrieben hackt der Elternstorch nicht auf den „Rückkehrer“ ein und das Geschwisterchen verdrängt ihn nicht vom Nest. In Zeitlupe kann ich es eindeutig nachvollziehen, dass ein anderer Storch das Nest verlässt und der Elternstorch lediglich nach hinten wegfliegt. Es schaut aus wie einhacken, ist es aber nicht.

    Den ganzen Landungsvorgang finden Sie in folgendem Film. Erst sind die drei Geschwister im Bild, dann kommt ein Elternstorch dazu, anschließend unser verunglückte Rückkehrer. Schauen Sie es sich ruhig mal ganz an, dann entdecken Sie auch, wie ein Elternstorch das vierte Geschwisterchen zurückbringt.

    https://www.youtube.com/watch?v=o2IILonOFwI
  • Das ging gerade noch gut aus!

    Die Geschichte mit dem Strick am Bein führte heute fast noch zu einem tragischen Ende. Gegen 12:45 Uhr versuchte auch der letzte Jungstorch seinen Jungfernflug. Leider wurde ihm der Strick dabei ordentlich zum Verhängnis. Dieser war viel länger als erwartet und zog den abfliegenden Storch zurück, so dass dieser über den Nestrand hinaus nach unten fiel und kopfüber unter dem Nest hängen blieb. Das sah herzzerreißend aus.

    Seine Geschwister kamen unmittelbar danach zurück ins Nest, konnten aber nur hilflos von oben zusehen.

    https://www.youtube.com/watch?v=8IMRUMRsTeU

    Glücklicherweise gab es eine ganze Menge Beobachter vor Ort und auch auf der Homepage, so dass sehr schnell reagiert werden konnte. Es dauerte nur etwa eine Viertel Stunde, bis passendes Werkzeug und die Feuerwehr mit Drehleiter neben vielen besorgten Hammelburgern vor Ort waren. Die Feuerwehr hatte gerade die Drehleiter in Startposition gebracht, als der Storch sich plötzlich vom Nest löste und zusammen mit seinem Strick nach unten segelte und im Schneefang des alten Feuerwehrhauses (das ist Luftlinie vielleicht 40 Meter entfernt) erschöpft hängen blieb. Von dort ließ er sich recht leicht bergen.

    Noch vor Ort hat einer der Feuerwehrmänner endlich den Strick vom Bein abgeschnitten und den Storch erstmals befreit. Ein kurzes Abtasten der Beine hatte schon die Vermutung nahegelegt, dass diese nicht gebrochen sein dürften. Anschließend wurde der Storch von der Tierärztin Dr. Bauer eingehend untersucht. Er hat einen Bluterguss am rechten Flügel, der auch behandelt wurde. Das Blut tränkte leicht das Gefieder am Bauch, so dass es schlimmer aussieht, als es wirklich ist. Im Wartezimmer des Tierarztes haben wir den Jungstorch kurz Probe stehen lassen. Er hinkte leicht, aber wirklich nur leicht, stand aber zeitweise einbeinig auf dem schmerzend wirkenden Bein. Kein Grund zur Sorge also.

    Im Anschluss sollte der Storch wieder auf den Mönchsturm befördert werden. Dazu positionierte die Hammelburger Feuerwehr die Drehleiter ein zweites Mal in der schmalen Gasse. Leider reichte die Leiter nicht so nah an das Nest heran, so dass wir den Storch nicht sanft ablegen konnten. Er musste etwa 30 cm mit Schwung ins Nest befördert werden. Diesen Schwung nutzte er, um umgehend weiter zu segeln (fliegen ist wohl das falsche Wort). Siehe hier!

    Er landete unbeschadet auf beiden Beinen im Eingangsbereich des Pfarrzentrums. Dort haben wir ihn nochmals versucht zu füttern. Aber wie schon sein Geschwisterchen vor zwei Wochen hat er das Futter nicht richtig angenommen. Immerhin: er hat es zweimal aufgehoben, aber eben nicht gefressen. Dafür lief er dort völlig normal, ließ aber den Flügel etwas hängen. Das ist bei Vögeln an sich kein gutes Zeichen, aber angesichts des Blutergusses mache ich mir keine großen Sorgen. Sein Gefieder ist zu nass gewesen, als dass er damit umgehend hätte wieder hoch fliegen können.

    Drei Stunden später haben wir nochmal nach ihm gesehen. Irgendwas muss dazwischen passiert sein, denn jetzt humpelte er auffallend. Aber er konnte laufen. Wir haben ihn in einen abgezäunten Bereich laufen lassen. Dort hat er sich gleich auf einen Hügel gestellt und blickte hoch zum Nest. Ich mache mir wenig Sorgen um ihn selbst. Wir werden es beobachten, aber gegenwärtig erwarte ich, dass er zu den Geschwistern zurückkehren wird. Nur eben heute nicht mehr.

    An dieser Stelle muss man mal allen Beteiligten ganz herzlichen Dank ausdrücken. Da waren die Spaziergänger und Homepagebesucher, die unmittelbar die Feuerwehr und auch mich informierten, dann das Team der Feuerwehr, das sofort mit der Feuerwehrleiter anrückte und mit großem Engagement die Rettung möglich machte, der Küster Michael, der das passende Werkzeug bereits bei Ankunft bereit hielt, die Nachbarn, die Kartons, Eimer und warmes Wasser zur Verfügung stellen, die Tierärztin Frau Bauer, die selbst mit großer Leidenschaft den Storch untersuchte, sich viel Zeit nahm und das dann genauso ehrenamtlich tat, wie alle anderen Helfer auch.

    Hammelburg kann was!

    Fotos: Laura Kramer, Kilian Warmuth, Christian Fenn

  • Storch gerettet!

    Ganz kurze Zwischenmeldung, später mehr: Der Storch ist mit dem Strick, warum betrachten wir später, aus dem Nest gefallen und hing dann kopfüber am Nest. Glücklicherweise waren alle schnell zur Stelle. Beobachter haben sofort angefrufen, die Feuerwehr kam umgehend, ich war auch zufällig in der Nähe. Wir haben den Storch zwischenzeitlich an uns genommen, vom Strich befreit und zum Tierarzt gebracht. Um 14:15 Uhr bringen wir ihn ins Nest zurück. Die Übertragung bleibt solange an.

  • Strick behindert Jungstorch

    Seit mehreren Wochen hat einer der Jungstörche einen Strick am Bein, von dem er sich nicht richtig befreien kann. Anfänglich erschwerte der Strick dem Storch das Aufstehen, dann bei den Flugübungen. Zwischenzeitlich hat sich der Strich dermaßen zerfleddert, dass er sich immer wieder an den Zweigen im Nest verhängt und den jungen Storch an den Flugübungen hindert. Manchmal hängt er sogar so fest, dass er sich nicht recht von der Stelle bewergen kann.

    Die drei Geschwister fliegend unterdessen nun schon länger. Vermutlich könnte der jüngste ebenfalls längst seinen Jungfernflug absolviert haben. Aber es klappt nicht, wie folgende Aufnahme eindrücklich dokumentiert:

    https://youtu.be/i4q6xQa2s30

    Ob das Problem jemals durch einen Eingriff zu lösen ist bleibt derzeit noch offen. Als Verantwortlicher der Internetseite greife ich nicht ohne Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde ins Nest ein. Eine Entscheidung darüber steht aber noch aus. Der Zeitraum zwischen dem Jungfernflug der drei Geschwister und dem jüngsten wäre dafür vermutlich am Besten gewesen, auch wenn er nicht ideal wäre. Nun scheint mir der betroffene Storch in seiner Entwicklung schon fast zu weit, so dass er beim Nähern der Feuerwehrleiter möglicherweise mit Bändel (und möglichen verhängten Zweigen) die Flucht antreten könnte. Dann wäre ihm auch nicht geholen.

  • Es geht voran

    Zwischenzeitlich kann man die Jungstörche recht regelmäßig auf ersten Flügen beobachten. Dabei sind mnachmal auch zwei gleichzeitig unterwegs (ein Zuschauer schildert auch drei). Nur der Stroch mit dem Strick ist nohc nicht geflogen.

  • Jungfernflug

    Bereits gestern vormittag hatte der erste Storchen einen etwa 20 minüten Rundflug gestartet. Da wir die Jungstörche nicht zweifelsfrei auseinanderhalten können, wissen wir nicht sicher, ob es auch der Storch war, dem es schon vor einer Woche gelungen war vom Boden zurück ins Nest zu fliegen.

    Auch heute startete ein Jungstorch einen Flug. Er hielt sich für etwa zwei Stunden außerhalb des Nestes aus, kam dann aber zurück. Klicken Sie ins Bild um den Abflug als Film zu sehen.

    Zwischenzeitlich ließ sich auch mehrfach beobachten, dass der Jungstorch mit dem Strick am Bein ebenfalls seine Flugübungen macht. Er wirkt dabei noch nicht ganz so reif, wie die drei anderen. Aber es geht voran. Leider reduziert das auch die Hoffnungen ihn irgendwie im Nest noch vom Strick zu befreien. Er würde vermutlich genau dann doch losfliegen.

  • Die müssen Zeit haben …

    Wir konnten im Mai nicht zweifelsfrei erkennen, wann die Küken geschlüpft sind. Schon frühzeitig hatten wir eine Veränderung im Verhalten der Elternstörche geglaubt. Erst am 13. Mai ließen sich die Küken nachweisen, am 14. Mai wirklich entdecken. Nehmen wir mal den spätesten möglichen Termin für das Schlüpfen an, den 14. Mai (den Tag an dem wir die Küken wirklich gesehen haben) und rechnen jetzt die längste mittlere erwartbare Zeit dazu, die Störche vom Schlüpfen bis zum Jungfernflug brauchen (durchschnittlich 60 Tage, zwischen 58 und 64 Tage möglich), dann wäre es allerhöchste Zeit, dass sie ihren Absprung aus dem Nest schaffen. Da die Störche vermutlich aber etwas früher geschlüpft sind, wäre es längst an der Zeit.

    Aufgrund des versehentlich das Nest verlassenden Storchs wissen wir, dass ein Flug längst möglich wäre. Er hat es immerhin vom Boden wieder ins Nest geschafft. Und das schon vor 7 Tagen. Auch die anderen Jungstörche machen ordentliche Flugübungen. Teilweise halten sie sich schon bis zu 20 Sekunden in der Luft.

    Ich rechne daher mit dem Jungfernflug unbedingt noch an diesem Wochenende. Allerdings schleppen die Elternstörche immer noch Futter ins Nest. Eine echte Aufforderung zum Losfliegen zeigen diese auch noch nicht.

    Der Bändel am Bein des jüngsten Storches wird immer luftiger. Er scheint sich langsam in seine Bestandteile zu lösen, geht aber noch nicht ab. Immerhin steht auch dieser Storch zwischenzeitlich sehr regelmäßig und lange im Nest. Der Strick scheint ihn weniger zu behindern, als es anfangs der Fall war.

  • Das war knapp! Amselnest leer

    Nachdem gestern bereits das erste Amseljunge ganz regulär das Nest verließ, musste das zweite Küken samt seiner Mutter das Nest ziemlich fluchtartig verlassen. Schauen Sie sich dazu das Video einfach komplett an, auch wenn es Sie ein wenig Geduld kosten mag.

    https://youtu.be/gwxks2e4qHo

    Da das Nest nun leer ist und auch leer bleibt, habe ich die Kamera wieder abgeschaltet.

  • Geschafft! Jungstorch im Nest zurück

    Noch gestern Abend hatte der Jungstorch sein Futter auf dem Dach des Nachbarhauses verweigert. Heute Nachmittag wirkte er dann schon sehr geschwächt. Gegen 16:30 Uhr meldete sich dann der Anwohner, in dessen Hof sich der Storch zwischenzeitlich aufhielt und teilte mit, dass er das Dach jetzt verlassen habe und irgendwie fest sitze.

    Glücklicherweise war bei meiner Ankunft der Jungstorch sehr still und bewegte sich kaum noch. Er wirkte dehydriert. Deshalb wagten wir es, ihn mit einer Spritze (natürlich ohne Nadel) Wasser direkt in den Schnabel zu spritzen. Das gelang auch recht gut, erst schluckte er nur, später schnappte er nach der Spritze, ähnlich wie nach den Schnäbeln der Altstörche. Wir transportierten daraufhin den Jungstorch zurück in den Rosengarten, wo er vor zwei Tagen noch gesessen hatte. Dort zeigte er sich aber so schlapp, dass ich sogar an seinem Überleben zweifelte. Eine erneute Gabe von Wasser und auch von (sehr wenig) Futter, sowie das Abkühlen über Kopf und Gefieder ließen ihn wieder aufspringen. Erst als er sich lebhaft genug zeigte ließen wir ihn wieder alleine, in der Hoffnung, dass er alleine weiter „essen“ würde. Diesmal war das Humpeln deutlich zu erkennen.

    Etwa eine halbe Stunde später flog er dann von sich aus hoch ins Nest. Dort wurde er sehr neugierig, aber auch fast abwehrend empfangen. Aber er setzte sich durch und befindet sich nach fast drei vollen Tagen wieder im Nest. Genau so, wie wir es anfangs erhofft hatten (siehe Video)

    https://youtu.be/temEMcC7E4g

    Hoffen wir, dass die Geschichte erfolgreich weiter geht.

  • Innenhof

    Gestern Abend hatte der Storch einen weiteren Versuch gestartet, um Richtung Nest zu fliegen. Leider landete er dabei eher im Innenhof des Nachbargebäudes, jetzt sitzt er dort wieder auf dem Dach. Von außen ist er nicht zu erkennen. Dort sitzt er dafür recht sicher vor Störungen. Wir haben ihm nochmal etwas Futter aufs Dach gebracht, das er zumindest gestern nicht angerührt hatte.

    Er wirkt nicht mehr so gesund wie am ersten Tag. Außerdem scheint er leicht zu hinken. Ganz sicher kann man das auf dem schrägen Dach allerdings nicht erkennen.

  • Das könnte klappen

    Heute Mittag hatte ich unserem Storch nochmal einen Besuch abgestattet, um zu prüfen, ob er das ausgelegte Futter annehmen würde. Dem ist leider nicht so: er tastet es nicht an.

    Am frühen Abend erreichten mich dann zwei Aufnahmen eines Storches aus dem Pfarrgarten. Außerdem der Hinweis von einigen Passanten, dass ein zweiter Storch aus dem Nest gefallen wäre. Aber dem ist nicht so. Unser Jungstorch ist aus seinem abgesperrten Bereich im Rosengarten herausgeflogen und befand sich zwischenzeitlich im Pfarrgarten. Schnell war klar, dass er mit diesem „großen“ Bewegunsradius nicht mehr von Zäunen geschützt und zuverlässig gefüttert werden kann. Der Rosengarten wird also morgen wieder geöffnet werden können.

    Gegen 20 Uhr hatte derselbe Storche auch den Pfarrgarten verlassen und befindet sich, während ich dies schreibe, auf dem Dach eines angrenzenden Hauses. Er hat damit schon gut an Höhe gewonnen. Bis zum Nest ist es allerdings noch ein weiter Weg. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass er es schaffen könnte dorthin zurück zu kehren. Immerhin versucht er es.

    Wir werden ihn weiter beobachten.

  • Wie geht es mit dem Jungstorch weiter?

    Was genau mit dem Storchenküken gestern passiert ist, dass er sich nicht mehr im Nest befindet lässt sich nicht mehr zweifelsfrei rekonstruieren. Wir gehen jedenfalls nach einer konkreten Beschreibung durch eine Spaziergängerin davon aus, dass es bereits vor 20 Uhr am 03. Juli passiert sein muss. Da Störche eigentlich sehr geschickt im Umgang mit dem beengten Nest sind, ist es eher unwahrscheinlich, dass der Storch versehentlich gefallen ist. Genausowenig lässt sich vorstellen, dass er gezielt geschubst wurde. Viel wahrscheinlicher ist (und das ist eine reine unbewiesene Überlegung von mir), dass er wie für sein Alter typisch schon höhere Flugübungen gemacht hat. Der teilweise böige Wind gestern könnte ihn dann leicht abgetrieben haben, so dass er anschließend das Nest verfehlte. Glücklicherweise ist er im Fliegen schon fit genug, dass er vielleicht nicht unbedingt sanft, aber unbeschadet am Boden landen konnte. Er landete glücklicherweise im Garten hinter der Schlossmauer. Dieser wird nachts ohnehin abgeschlossen und bleibt es jetzt auch erstmals tagsüber.

    Einige Überlegungen, ob er ins Nest zurück gebracht werden könnte, wurden nach Rückspreche mit der unteren Naturschutzbehörde zunächst verworfen, da man damit auch die anderen Tiere gefährten könnte. Da wir eigentlich erwarten dürften, dass der junge Storch in wenigen Tagen ohnehin seinen Jungfernflug angestellt hätte, soll er sich bis dahin in diesem Garten aufhalten können. Er wird dabei von Helfern gefüttert. (Herzlichen Dank an den anonymen Spender!). Aus Erfahrungen nach dem Blitzeinschlag wissen wir, dass Störche eigentlich unkompliziert Essen annehmen, auch wenn es nicht von den Eltern geliefert wird. Es ist unser Ziel, dass er selbständig weiter das Fliegen lernt und sich den Geschwistern wieder anschließen kann.

    Allerdings war das heute noch nicht von Erfolg gekrönt. Wir haben ihm gegen 16:30 Uhr erstmals Futter angeboten und ihn damit auch alleine gelassen. Er soll ja nicht lernen aus der Hand zu fressen. Bis zum Abend hatte er es noch nicht angerührt. Wir werden es weiter kontrollieren.

    Der Jungstorch ist zwar erwartungsgemäß scheu, aber doch nicht panisch. Zum Füttern hält er sich nah genug auf, um neugierig zu beobachten, was ihm angeboten wird. Viel mehr Nähe soll aber gar nicht entstehen, damit er sich nicht zu sehr an den Menschen gewöhnt. Nach Essenslieferung lassen wir ihn derzeit auch mit dem Futter alleine. Da man zwischenzeitlich einen „Lieblingsplatz“ ausmachen kann, haben wir das Futter neu positioniert.

    Völlig unterversorgt scheint er aber nicht zu sein. Im Garten liegen drei Gewölle und Kot findet sich auch. Natürlich wird das noch von der Fütterung durch die Eltern sein, aber der Hunger ist wohl noch nicht so groß, dass er sich an das gelieferte Essen heran wagt.

    Strick am Bein

    Wie könnte es mit dem Jungen im Nest weitergehen, das derzeit noch den blauen Strick am Bein hat? Da es sich dabei um das jüngste „Küken“ handelt, gehen wir davon aus, dass es den Jungfernflug als letztes absolviert und vermutlich eine Zeit lang alleine im Nest sitzen wird. Das könnte (die Betonung liegt auf „könnte“) eine Chance sein, um es dann davon zu befreien. Aber entschieden ist dabei noch nichts.

  • Storchenjunges aus dem Nest gefallen

    Vermutlich gestern Abend ist ein Storchenjunges aus dem Nest gefallen. Leider haben wir es erst heute Vormittag mitbekommen und können nicht mehr auf die Daten zurückgreifen. Es trägt keine erkennbaren Verletzungen und wirkt fit. Wie es genau damit weitergeht steht noch nicht fest. Aktuell wurde der Bereich für Spaziergänger gesperrt. Mehr Infos gibt es später.

  • Flugübungen

    Immer deutlicher kommt in diesen Tagen die kupferne Farbe der Schnäbel durch. Die Jungstörche verbringen ihren Tag mit Flugübungen und Nestbau. Lediglich das Kleinste (vermutlich auch das Jüngste) sitzt noch viel im Nest. Der Strick, der sich um seine Bein verfangen hat, wird immer wieder deutlich sichtbar. Leider behindert er den Storch an dessen Bewegungsfreiheit. Stehen fällt im wohl etwas schwerer, auch wenn es möglich ist. Gleichzeitig scheint der Storch zu „hinken“. Allerdings mit dem Bein, an dem der Strick eben nicht ist. Immerhin kann man beobachten, dass auch das jüngste hin und wieder Flugübungen macht.

    Da wir das genaue Schlüpfdatum der Störche nicht kennen, können wir auch nur vage Aussagen über den Jungfernflug machen. Ich denke, dass es noch etwas mehr als eine Woche bis dahin ist. Allerdings ist das eine sehr vage Aussage. Schon jetzt kann man aber erkennen, dass das jüngste dann noch nicht den selben Entwicklungsstand haben sollte.

    Von der unteren Naturschutzbehörde habe ich noch keine Rückmeldung, ob und was man wegen des Stricks unternehmen könnte.

  • Zweite Webcam: Amselnest
    https://www.youtube.com/embed/6Db4a73OktU

    Zum zweiten mal habe ich ein Amselnest direkt vor meiner Haustür. Diesmal sitzt es sogar so günstig, dass ich die Bilder übertragen kann. Die Kamera habe ich noch, als die Kameras auf dem Mönchstrum installiert waren. Ich wollte eine damals dort tauschen, dann schlug der Blitz ein. Jetzt findet die Kamera kurzzeitig Verwendung beim Amselnenst

  • Strick am Bein

    In den letzten Tagen häuften sich nicht grundlos die Rückmeldung, dass eines der Jungstörche einen blauen Strick am Bein hat. Wenn das bild gerade mal nicht in der Hitze flimmert, dann kann man ganz gut erkennen, dass es sich dabei um einen der typsichen blauen Bändel handelt, mit denen man beispielsweise Stroh zusammen bindet. Es hindert den Jungstroch offenbar daran gerne aufzustehen, denn man sieht ihn wesentlich häufiger im Nest sitzen als die drei anderen. Dennoch kann er aufstehen. Leider ist der Bändel so lang, dass er ab und an darauf zu stehen scheint.

    Ich hatte heute morgen deshalb eine sehr nettes Telefonat mit der Unteren Naturschutzbehörde in Bad Kissingen. Das Problem ist dort zwischenzeitlich bekannt und ich warte auf eine Rückmeldung. Sobald ich diese habe, werde ich es hier schreiben.

  • Futterneid und Helikopterflug

    Es ist fast schon unglaublich, wie es den zwischenzeitlich herangewachsenen Jungstörchen überhaupt noch gelingt, sich so sehr im Nest zu verstecken, dass man sie nicht mehr sehen kann. Da kann man einerseits auf ein scheinbar leeres Nest stoßen und andererseits – gerade beim Füttern – auf heftige Bewegung und Platzmangel.

    Zur Mittagszeit landete wohl ein Rettungshubschrauber in Hammelburg. Gesehen habe ich ihn zwar nicht, aber zumindest davon berichtet bekommen. Den Jungstörchen kann man das unbekannte Flugobjekt auch gleich ordentlich anmerken. Sie lassen es nicht aus dem Auge und legen sich dann tief in die Nestmulde. Nur eines ist immer etwas neugieriger als die anderen. Später beim Abflug kann man ein ähnliches Verhalten beobachten.

    https://youtu.be/7lpvDgIoYS0

    Am frühen Abend kamen dann beide Elternstörche gleichzeitig zurück ins Nest. Aber nur der Vater blieb zum Füttern. Dabei wird der Konkurrenzkampf unter den Jungtieren immer wieder sichtbar. Manchmal meint man, dass sie sich im Streit gleich aus dem Nest werfen. Aber noch ist keines heraus gefallen.

    https://youtu.be/l_ldRK4jnP0
  • Fast schon wie die Großen

    Glücklicherweise haben unsere Storchenjungen noch schwarze Schnäbel. Sonst wären sie vielleicht manchmal nicht sofort von den Eltern zu unterscheiden. Sie sind inzwischen riesig geworden. Nachdem sich einer der jungen Störche heute genau richtig gestellt hatte, habe ich die Flügelspannweite vermessen können. Er bringt es auf 148 cm!

  • Sie sind ordentlich gewachsen

    Unsere Jungstörche entwickeln sich prächtig. Nach wie vor gilt, dass alle vier Jungen im Nest sind, auch dann wenn eines immer wieder mal in der Deckung bleibt. Wenn die Elternstörche zum Füttern kommen sind aber immer alle sehr lebhaft und lassen sich auch gut beobachten. An heißen Tagen müssen die Elternstörche jetzt ordentlich Wasser anschleppen, denn die Tiere brauchen längst viel.

    Kein Wunder, sind sie doch längst ziemlich groß gewachsen. Heute habe ich sie mal wieder vermessen. Üblicherweise verwende ich dafür die Maße von Schnabelspitze zu Hinterkopf. Das gemessene Küken bringt es dabei heute schon auf 15cm. Das kürzlich aus dem Nest geworfene Küken hatte nur 7cm. Die Flügelspannweite beträgt außerdem schon deutlich über einem Meter.

    Im Laufe des Tages waren außerdem fremde Störche im Nest. Zwar wurden sie in der Kamera nicht sichtbar, aber das Verhalten der Elternstörche war schon sehr auffällig. Im ersten (folgenden) Bild kam ein Elternstorch sehr hektisch ins Nest gefolgen. Er berührte dabei auch den Blitzableiter und brachte diesen ordentlich in Schwingung.

  • Werbung für unser Zeltlager

    Auch in diesem Jahr findet wieder unser Zeltlager statt. Ähnlich wie während der Coronazeit werden wir nicht auf einen Zeltplatz fahren, sondern rund um Schloss Saaleck zelten. Und weil ein Schloss sich dazu gerade anbietet wird sich dabei alles um Märchen und ein wenig auch um Gespenster drehen.

    Leider kann nur mitfahren, wer auch mutig genug ist, im Umfeld eines Schlosses auf genau jene Gespenster und Märchenfiguren zu treffen. Na, wirst du dich trauen?

    Das Zeltlager findet vom 31.07. bis 07.08. statt. Zur Anmeldung geht es hier

  • Turbulente Fütterung

    Entgegen der täglichen Zuschriften, dass nur noch drei Küken im Nest wären, sind auch heute noch alle vier im Nest. Im jetztigen Alter ist es auch ziemlich unwahrscheinlich, dass ein Küken noch aus dem Nest entfernt würde. Das schließt einen Unfall oder Krankheit aber nicht aus.

    Obwohl die Küken schon so groß sind, dass sie manchmal auf den ersten Blick für einen Elternstorch gehalten werden können, ist die Nestmulde so tief, dass sich alle darin verstecken können. Kein Wunder also, wenn nicht immer alle Tiere sofort erkannt werden.

    Dass die Jungstörche aber schon richtig groß sind lässt sich spätestens bei einer Fütterung gut beobachten. Dann ist der Kampf um das Essen heftig und entsprechend turbulent geht es im Nest zu.

  • Mutter wieder aktiver

    In den letzten Tagen erreichten mich immer wieder mal besorgte Zuschriften. Aber die Durchsicht der Aufzeichnungen zeigt doch deutlich, dass alles nach Plan verläuft. Zwischenzeitlich beteiligt sich auch die Mutterstörchin wieder mehr an der Nahrungssuche und auch am Ausbau des Nestes.

    Außerdem sind nach wie vor alle vier Küken gesund im Nest. Tatsächtlich bleibt eines manchmal etwas unsichtbar. Es sitzt häufiger tiefer im Nest und hat auch beim Füttern immer wieder mal das Nachsehen. Aber es wächst gleichmäßig heran und der Abstand zu seinen Geschwistern ist längst nicht besorgniserregend.

    Wer sich Zeit nimmt kann immer wieder mal Übungen mit den Flügeln beobachten. Diese haben zwischenzeitlich eine Spannweite von deutlich über 70cm. Genau vermessen kann ich sie erst, wenn mal ein Küken genau richtig Kamera blickt, während es die Flügel streckt.

  • Arbeitnehmer gesucht!

    Ich mache hier mal kurz Werbung, weil ich einen Arbeitskollegen suche:

    Wir suchen für unser Arbeitsprojekt KIP einen Anleiter oder eine Anleiterin.

    Das Arbeitsprojekt KIP ist ein Reintegrationsprojekt für Langzeitarbeitslose in Arbeit. Wer daran teilnimmt, soll nach langer Arbeitslosigkeit allmählich wieder an Arbeit herangeführt werden. Anders als bei einem regulären Arbeitsplatz geht es dabei nicht darum möglichst produktiv zu sein, sondern vielmehr zu lernen, wieder pünktlich und regelmäßig zur Arbeit zu kommen und dort mit den Arbeitsabläufen langsam vertraut zu werden. Dies lernen wir auf unterschiedlichen Baustellen, die wir uns jeweils suchen. Wir streichen Wände, entkernen Häuser oder machen Brennholz im Wald. Die Arbeitseinsätze können vielfältig sein.

    Da unsere Projektteilnehmer sehr unterschiedlich und vielleicht auch herausfordernd sind, müssen alle auch lernen sich auf die Eigenarten des anderen einzustellen.

    Weil Lernen im Vordergrund steht, nehmen wir uns die Zeit um kollegial miteinander umzugehen und auch auf die Bedürfnisse im privaten sozialen Umfeld einzugehen. Eine Kollegin kümmert sich um Schulden, den Schriftverkehr mit Ämtern, die Lösung von Alltagsproblemen und hilft Bewerbungen zu schreiben. Denn das oberste Ziel ist, dass die Projektteilnehmer gar nicht bei uns bleiben, sondern auf dem regulären Arbeitsmarkt unterkommen.

    Für die Aufsicht und Anleitung auf den Baustellen suchen wir einen Anleiter/ eine Anleiterin. Du solltest daher handwerklich fit sein und dich in möglichst vielen Arbeitsbereichen auskennen. Am wichtigsten aber ist, dass du dein Wissen durch verständliche Erklärungen weitergeben kannst. Und deshalb solltest du im Umgang mit Menschen geübt sein, auch wenn diese vielleicht nicht so sind wie du.

    Und das solltest du mitbringen:

    • ausreichend Nerven und Geduld im Umgang mit Menschen
    • du solltest konsequent auftreten können, aber auch ein offenes Ohr für die Anliegen der andere haben
    • Führerschein (Klasse B), wenn möglich mit Anhänger
    • Grundkenntnisse über die Gestaltung von Baustellen (Sicherheitsmaßnahmen) oder die Bereitschaft dich darin einzuarbeiten
    • Vielfältige Erfahrung mit handwerklichen Dingen

    Uns ist es wichtig, dass du die Menschen mitnehmen und motivieren kannst. Damit sie gerne auf die Arbeit kommen, auch dann, wenn sie vielleicht noch keine Profis in ihrem Handwerk sind und noch manche Geduld von dir abverlangen.

    Deine Arbeitszeiten wären derzeit von 8:30 Uhr bis etwa 13:30 Uhr als Anleitung. Ein paar Stunden kommen sicher noch für Planungen dazu. Gerne diskutieren wir deine eigenen Vorstellungen bezüglich des Arbeitsvertrags und der Wochenstunden mit dir.

    Schicke deine Bewerbung einfach an bewerbung@kidro.de oder rufe uns an unter 0170/8525180. Wir freuen uns über deine Bewerbung, du läufst Gefahr eingeladen zu werden.

    Hier noch ein Link zu unserer Einrichtung: www.kidro.de

  • So ganz ohne Komplikationen …

    Wir sind das ja schon fast nicht mehr gewohnt: aber die Aufzucht der Jungstörche läuft einwandfrei. Zwar mussten wir neulich feststellen, dass sich die Storchenmutter lange nicht am Nest hat blicken lassen, aber sie ist wieder zurück. Dennoch hält sie sich mit der Aufzucht deutlich mehr zurück als der Vater. Sie ist häufiger unterwegs und bewacht auch nachts das Nest weniger als der Vater. Dieser wiederum hat alles im Griff, er bringt sehr zügig Nahrung an und versorgt auch mit Flüssigkeit.

    Die Jungen sind jetzt schon groß genug, dass man sich eigentlich keine Sorgen mehr zu machen braucht. Hoffen wir, dass es alle vier schaffen.

    Auch die Kamera läuft derzeit erstaunlich stabil. Leider machen die Temperaturschwankungen von Tag und Nacht der Schärfe zu schaffen. Ich musste mich entscheiden, ob ich Mittags oder zur kühleren Zeit morgens (teils auch mal abends) scharf stelle. Wie Sie sicher schon bemerkt haben, ist das Bild auf die warme Phase eingestellt und folglich am Nachmittag bis zum Abend schärfer.

  • Storchenmama ist zurück

    Endlich gibt es Gewissheit. Nach mehr als 25 Stunden ist die Storchenmutter ganz normal zurück gekehrt. Der Vater hat keine auffälligen Reaktionen gezeigt, hat dann aber zügig – wie bei einem normalen Wechsel – das Nest verlassen.

    https://youtu.be/L4LxC3lIZmc
  • Abwehr eines anderen Storches

    Gegen 11:00 Uhr zeigte der Storchenvater Abwehrhaltungen. Anschließend konnte man einen anderen Storch vom Nest in die Saalewiesen fliegen sehen. Das kann ein Fremdstorch gewesen sein, es kann aber auch der Mutterstorch sein. Wir hatten vor einigen Jahren schon einmal eine Situation, bei der die Mutter sogar mehrere Tage weg war. Anschließend hat der Vater sie dafür ordentlich bestraft. Ich schließe deshalb nicht aus, dass es zwischen den beiden gerade zu Unstimmigkeiten gekommen ist. Sofern man das bei Störchen überhaupt sagen kann.

  • Wo ist die Storchenmama?

    Anders als ich gestern abend noch geschrieben hatte, fehlt die Storchenmama nach wie vor. Aber jetzt erstmal die Zusammenfassung:

    Am Sonntag gegen 10:50 kam der Storchenvater von seinem Ausflug zurück ins Nest und löste die Mutter ab. Die Begrüßung der beiden war zu diesem Zeitpunkt nahezu völlig normal. Nur mit viel Mühe und subjektiver Sicht auf die Aufnahmen könnte man etwas anderes vermuten. Die Mutter verließ kurz danach das Nest.

    https://youtu.be/m2LMowaRyC4

    Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnten wir ihre Rückkunft nicht mehr nachweisen. Gestern abend hatte ich fälschlicherweise noch geschrieben, dass die Mutter um 21:45 Uhr zurück gekommen wäre. Aber es war der Vater.

    Am Nachmittag verließ der Vater dann erstmals das Nest und ließ die jungen Störche alleine (auch hier gibt es andere Meldungen von Zuschauern, aber sie entpuppten sich ans extrem geduckte Haltung des Elternstorchs, der doch im Nest saß).

    Unterdessen lässt sich beobachten, dass der Vater sich vorbildlich alleine um die die Fütterung kümmert. Er ist nicht auffallend lange unterwegs und kommt häufig mit einer ordentlichen Ladung Futter zurück. Sollte es ihm aber künftig schwer fallen vier Tiere zu versorgen, dann ist nicht ausgeschlossen, dass er ein weiteres aus dem Nest befördern könnte. Insbesondere auch deshalb, weil ein Küken deutlich kleiner ist und den Anschluss verliert. Das dürfte auch der Grund sein, weshalb es relativ selten gesehen wird und manche Zuschrift daher auch schon mitteilte, dass man nur drei Küken sehen könnte.

    Wichtig: Sollten Sie markante Beobachtungen machen, dann teilen Sie mir das bitte mit. Am liebsten über whatsapp. Dazu könnte gehören, dass doch zwei Elternstörche im Nest sind, dass es Abwehrhaltungen des Vaters gibt, dass er ein Junges attackiert oder sogar aus dem Nest wirft … Notieren Sie sich dazu bitte immer die Uhrzeit und reagieren Sie zügig. Ich kann nur 12 Stunden in die Vergangenheit schauen. Danach sind die Daten auch für mich weg.

  • Küken erstmals alleine

    Zwischenzeitlich erreichten mich mehrere Nachrichten, dass die Küken nur noch zu dritt wären. Dem ist allerdings nicht so. Allen vier Küken geht es gut und sie befinden sich noch im Nest.

    Allerdings ließ heute gegen 16:23 Uhr Vater Storch erstmals das Nest mit den Küken alleine zurück. Nach nur drei Minuten kam er aber wieder zurück. Ziemlich genau um 17 Uhr tat er das selbe wieder und ist zum jetzigen Zeitpunkt (17:40 Uhr) noch nicht zurück gekehrt. Das ist erstmal nichts ungewöhnliches, da die Störche mit zunehmendem Alter ihre Küken regulär alleine zurück lassen.

    Der Vater verlässt gegen 16:23 Uhr das Nest

    Die Aufnahme nur eine Minute später zeigt zweifelsfrei, dass alle vier Küken wohlauf sind.

    Ungewöhnlich für heute ist eher, dass Mama Storch seit gut 7 Stunden unterwegs ist. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb der Vater das Nest verließ. Aber völlig ungewöhnlich ist das immer noch nicht. Warten wir den Tag ab, dann können wir mehr abschätzen. Die Mutter verließ das Nest im Übrigen ohne Auffälligkeiten.

    Abflug der Mutter gegen halb elf Uhr
  • Neue Kamera ist da!

    Glücklicherweise konnte ich gestern noch eine neue IP-Kamera auftreiben. Herzlichen Dank an die Firma Arcotron, die trotz Freitag Nachmittag und Feierabend nochmal eine Übergabe möglich gemacht hat. Eine reguläre Lieferung über den Feiertag hätte für einen längeren Ausfall der Übertragung gesorgt. Die neue Kamera ist bereits umprogrammiert und wartet daher auf die Installation im Dachboden des Rathauses. Das werde ich noch heute Nachmittag tun. Wenn alles klappt, dann gibt es heute Abend wieder Bilder von den Störchen.

    Bis es soweit ist, versuche ich die alte, defekte Kamera Bilder zu senden zu lassen. Die Kamera hat sich wieder etwas gefangen und produziert zumindest gelegentlich ein Bild.

  • Kamera ist kaputt!

    Gestern hatte die Kamera schon kaum regelmäßige Bilder abgeliefert. Am Abend hat sie dann den Geist völlig aufgegeben. Ich kann sie zwar noch erreichen, aber auch die Benutzeroberfläche ist äußerst kryptisch. Sie werden Sie ein wenig gedulden müssen, bis ich Ersatz auftreiben kann.

  • Störchin attackiert Partner

    Heute Nachmittag hatten wir in Hammelburg Besuch von einem Kamerateam des Bayerischen Rundfunks. Dabei entstanden einige Aufnahmen für die „Frankenschau“ und einen Radiobeitrag. Elisabeth Assmann (Bund Naturschutz) und ich standen für Interviews zu unseren Störchen zur Verfügung. Außerdem wurden einige Aufnahmen vom Nest aus dem Verwaltungsgebäude 2 gemacht (dort stand die Kamera 2021 nach dem Blitzeinschlag).

    Während den Aufnahmen landete unser Storchenmännchen im Nest und wurde von seiner Dame ungewöhnlich hart empfangen und aus dem Nest vertrieben. Er brauchte einige Minuten Verschnaufpause auf dem Dach des Nachbarhauses, ehe er sich ein weiteres mal ins Nest traute. Diesmal empfing ihn seine Störchin ganz normal mit Geklapper. Aber schauen Sie selbst:

    https://www.youtube.com/embed/vFzylThvNt8

    Den verbliebenen vier Jungstörchen scheint es aber ganz normal gut zu gehen. Auf sämtlichen gesichteten Aufnahmen manchen sie einen fitten Eindruck.

  • www.moenchsturm.de

    Ich wurde immer wieder mal angesprochen, weil die Internetadresse www.storchencam.de nicht mehr funktioniert. Diese Adresse gehörte nicht mir persönlich. Ich hätte sie zwar übernehmen können, aber da die Zugriffszahlen darauf in den letzten Jahren großes Interesse dokumentierten hätte ich dafür über 800 Euro Ablöse zahlen müssen. Das war mir zuviel.

    Ich habe dafür eine andere kurze Adresse angelegt. Wenn Sie also nicht immer den ganzen Link www.unser-hammelburg.de/storchennest/ eingeben wollen, dann geht es auch über www.moenchsturm.de

  • Neue Bildbearbeitung

    Nachdem das Bild der Kamera gestern immer schlechter wurde, habe ich nun eine andere Methode zur Übertragung des Bildes gewählt. Die kameraeigene Software läuft nämlich wesentlich stabiler als die Bilder in OBS. Nun überträgt der Livestream einen Screenshot der Orginalsoftware. Das kostet mich wesentlich mehr Rechenleistung, aber dafür könnte das Bild jetzt stabiler abgebildet werden. Die Bildqualität (sofern sie nicht durch Hitze beeinträchtigt ist) ist außerdem wesentlich besser. Dennoch gibt es ab und an Hänger. Aber ich muss nun mal mit meinem WLAN einen Kilometer überbrücken, das birgt Herausforderungen.

  • Küken aus dem Nest geworfen

    Nachdem eine Anruferin mitteilte, sie habe gesehen, wie ein Küken aus dem Nest geworfen wurde, habe ich die Aufnahmen nochmal durchsehen. Und tatsächlich: Um 12:27 Uhr entschied ein Elternstorch, dass er ein fünftes Küken aus dem Nest wirft.

    Wie so oft versuchte der Elternstorch das Küken erst durch Schütteln zu töten, um es dann über den Nestrand zu befördern. Schön schaut der Vorgang nicht aus. Er dauert eine ganze schreckliche Minute.

    Damit steht auch fest, dass wir die ganze Zeit fünf Küken im Nest hatten. Die sichere Beobachtung von vier Küken konnte danach aufgenommen werden. Es sind nach dem Rauswurf des kleinsten Kükens also noch vier weitere Küken im Nest.

    Das tote Storchenküken konnten wir dann gegen 19 Uhr in der Dachrinne der gegenüberliegenden Scheune bergen. Herzlichen Dank nochmal an den spontanen Helfer, der uns seine Leiter zur Verfügung stellte.

  • Mindestens 4 Küken

    Da wir nicht direkt ins Nest blicken können ist die Anzahl der Küken doch immer mit etwas Spannung versehen. Während man recht frühzeitig mindestens zwei Küken entdecken konnte, habe ich gestern und heute immer wieder Zuschriften erhalten, dass es mindestens drei Küken sein dürften. Aber: es sind zweifelsfrei mindestens vier Küken im Nest, wie man in den bewegten Bildern heute Mittag gut erkennen konnte.

    Klicken Sie ins Bild um eine bewegte Aufnahme anzusehen!

  • Fremdstörche in der Stadt

    Endlich hatte ich unkomplizierten Zugang zur Kamera und konnte sie neu justieren. Dabei habe ich auch den Reducer aus dem Strahlengang des Teleskops entfernt. Jetzt schaut es näher ans Nest. Leider bekomme ich das Flackern des Bildes dennoch nicht in den Griff.

    Schon während des Umbaus des Teleskop konnte man am Verhalten der Elternstörche erahnen, dass Fremdstörche in der Stadt sind. Mindestens drei konnte ich im Lauf des Tages dann auch unmittelbar auf dem Rathaus und der Kirche sichten. Auch am späteren Abend waren sie immernoch in der Stadt.

    Der geduldige Beobachter kann jetzt relativ regelmäßig die Küken entdecken. Häufig nur aus der Bewegung heraus, aber dennoch. Mindestens zwei scheinen im Nest zu sitzen. Wenn sie zuverlässiger über den Nestrand blicken kann ich rückwirkend wenigstens annähernd das Schlüpfdatum ermitteln.

    In der Aufnahme sehen die die Schnabelspitze eines der Küken eingekreist.

  • Endlich ein Beweis für Küken!

    Die Nestmulde ist dieses Jahr so tief, dass selbst der Elternstorch komplett darin verschwinden kann. Bis man denkt, das Nest wäre leer. Schon seit einigen Tagen kann man aufgrund des Verhaltens der Elternstörche davon ausgehen, dass Küken im Nest sein dürften. Wäre das schon – wie anfänglich gehofft – am 31. April gewesen, dann hätte man die Küken vermutlich längst sehen können. Der Beweis blieb uns aus.

    Heute endlich gibt es ein paar Aufnahmen, bei denen man durch die Zweige Bewegung von Küken wahrnehmen kann. Dies ergibt sich allerdings nur aus dem bewegten Bild, so dass ich keine Standbilder posten kann. In jedem Fall bin ich mir nun sicher, auch Küken selbst wahrgenommen zu haben, nicht nur das Verhalten der Elternstörche.

    Da die Küken schnell wachsen, werden aufmerksame Beobachter in den nächsten Tagen sicherlich das ein oder andere bewegte Köpfchen beobachten können.

    Anmerkung vom 14.05.2023, 6:10 Uhr: Heute kann man die Schnabelspitzen schon recht zuverlässig über den Nestrand gestreckt sehen, wenn die Elternstörche füttern. Viel Spaß beim Beobachten …

  • Endlich ist die Folie weg

    Trotz intensiver Suche habe ich auch heute keine Küken sichten können. Aus dem Verhalten der Störche ableitend habe ich allerdings keine Zweifel daran, dass sich Küken im Nest befinden.

    Am Nachmittag hat ein Elternstorch endlich die Folie aus dem Nest geworfen.

    Leider haben wir am Nachmittag nicht nur mit Luftflimmern zu kämpfen, sondern auch mit der Verschiebung des Schärfepunkts. Ich muss das Teleskop noch irgendwie gegen die Hitze isolieren, da diese den Tubus des Teleskops ausdehnt und den Schärfepunkt somit verschiebt . Beobachten macht zur Zeit wenig Spass.

  • Noch immer kein Beweis

    Auch am heutigen Tag hat sich die Situation für uns kaum verändert. Die Elternstörche wechseln sich in der Aufsicht ab. Immer wieder mal stehen sie auf und erwecken dabei den Eindruck als würden sie füttern. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre heraus würde von diesem Verhalten auf zu versorgende Küken schließen. Und dennoch habe ich auf allen Bildern heute noch keinen eindeutigen Beweis gefunden. Die Nestmulde ist tief und die Hälse der jungen Störche noch nicht lange genug, als dass wir sie zwingend entdecken müssten.

    Und doch bleibt jede meiner Sätze nur vage Spekulation.

  • Kein Beweis erkennbar

    Bisher haben wir noch keinen eindeutigen Bildbeweis für Küken entdecken können. Leider sitzt die Kamera minimal tiefer als das Nest, so dass wir nicht hineinsehen können. Gleichzeitig haben die Elternstörche den Rand relativ hoch gebaut, so dass eine tiefe Nestmulde entstanden ist. Darin könnten von der Größe her Küken sitzen und wir würden sie dennoch nicht zweifelsfrei entdecken.

    Leider kennen wir kein genaues zu erwartendes Schlüpfdatum. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre heraus würde ich dieses aber jetzt vermuten. Das Verhalten der Elternstörche hatte sich außerdem schon zum 30. April bemerkbar verändert. Dennoch kann ich nicht zweifelsfrei erkennen, ob sie die Eier nur auffallend oft wenden oder bereits füttern. Das Herauswerfen von Unrat, das man sehr häufig beobachten kann, deutet darauf hin. Dass ich die Eltern noch nicht herauswürgen sehen konnte (was im frühen Stadium des Fütterns auch wirklich scher zu erkennen ist) spricht eher die gegenteilige Sprache. Außerdem dürfte man, sofern der 30. April Schlüpfdatum des ersten Kükens sein solle, dann schon ab und zu ein Köpfchen wackeln sehen. Eine Eierschale habe ich auch noch nicht entdeckt.

    Wir wissen also nichts. Dafür bleibt es spannend. Leider lassen die heißen Dächer bereits die Luft ordentlich flimmern und sorgen so tagsüber für unscharfe Bilder. Die beste Beobachtungszeit ist daher am frühen Morgen und am Abend. Viel Spaß beim Beobachten.

  • Es wird spannend

    07:30 Uhr:

    So eine Ruhe um das Storchennest kennen die Hammelburger kaum noch. Keine besonderen Ereigneisse, keine Dramen, nicht einmal auffällige Angriffe durch Fremdstörche während der Brutzeit. Lediglich ein paar normale „Sticheleien“. Alles läuft friedlich.

    Aber jetzt geht es zweifelsfrei los! Das Verhalten der Elternstörche hatte sich in den letzten Tagen schon immens verändert. Es sah so aus, als wendeten sie die Eier viel öfter. Die Pflege des Nestmitte nahm deutlich zu. Noch ist es nicht ganz mein vermuteter Termin, aber die Zeit naht. Genau können wir das Datum nicht vorhersagen.

    Seit die Kamera nicht mehr von oben in das Nest schauen kann, müssen wir mögliche Küken wieder durch das Verhalten der Elternstörche erahnen. Und heute morgen hatte ich erstmals den Einruck, dass da bereits etwas sein könnte. Köpfchen habe ich aber noch keine gesehen. Es ist eher das Verhalten der Eltern. Man hat den Einruck, als fütterten sie bereits. Es kann aber auch Nestpflege sein. Wir werden sehen, was der Tag noch bringt.

    Wenn Sie deutlich sehen können, dass Elternstörche mit leicht geöffnetem Schnabel immer wieder in das Nest „stechen“ und dabei auch kurz innehalten, dann wäre das ein deutlicher Hinweis. Augen auf! Viel Spaß beim Beobachten.

    11:20 Uhr:

    In den Aufzeichnungen konnte ich bisher keine deutlichen Hinweise sehen. Und ganz eigentlich rechne ich auch erst in drei Tagen mit dem ersten Küken. Aber das ist einfach geschätzt, aus dem Verhalten der Tiere.

  • Zwei Wochen Störche

    Zwischenzeitlich überträgt die Kamera seit etwa einer Woche das Storchennest, zwei ganze Wochen sind sie schon in Hammelburg. Das Verhalten unserer beiden Störche ist vielversprechend. Sie bauen das Nest aus, verteidigen es gegen Fremdstörche und Kopulieren ordentlich. Vermutlich dürfte längst ein erstes Ei im Nest liegen. Sicher sagen können wir es in diesem Jahr nicht, weil wir nicht mehr direkt ins Nest schauen können.

    In jedem Fall lassen die Störche das Nest hin und wieder alleine und haben das Brüten auch noch nicht begonnen. Dies geschieht üblicherweise ab dem dritten ein, dann würden die Störche die Eier nur noch in Ausnahmefällen alleine lassen.

  • Endlich geht es los!

    Bereits seit fast eine Woche befinden sich Störche in Hammelburg. Und ganz offensichtlich hat sich ein Pärchen bereits häuslich niedergelassen. Leider habe ich aus zeitlichen Gründen die Technik nicht sofort installieren können. Aber jetzt sollte (vorerst) alles laufen. Aus Erfahrung wissen wir, dass es da auch noch einige Hürden geben könnte.

    Vom Dachboden des Rathauses hat man einen recht guten Blick auf den Mönchsturm, außerdem ist er gut zugänglich. Zwar sitzt man von dort aus minimal tiefer, weshalb man nicht dirket ins Nest blicken kann, dennoch haben wir wenigstens den Berg im Hintergrund. So lässt sich gut belichten. Die Technik hat diesmal sofort funktioniert.

    Die beiden Störchen tragen diesmal leider keine Ringe. Wir können daher über ihre Herkunft und ihr Alter nichts sagen. Und die beiden auseinanderzuahlten wird wohl auch noch ordentlich Übung erfordern. In jedem Fall gab es schon mehrere Kopulationsversuche und auch sonst scheinen sich die Störche für den Standort entschieden zu haben.

    Daher wünsche ich Ihnen allen ein schönes Storchenjahr 2023. Nach den vielen Turbulenzen der vergangenen Jahre wäre ein ganz normales Storchenjahr ohne Tragödien mal wieder wünschenswert. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

  • 2026: Webcam vom Rathaus
    https://youtube.com/live/XLF5Hgeew5s

    Manchmal kann es passieren, dass die Kamera hängen bleibt (dann verändert sich das Bild nicht mehr) oder dass der Livestream komplett abreißt (dann kann die Kamera auf youtube nicht mal mehr gefunden werden). Bitte scheuen Sie sich dann nicht mir das mitzuteilen. Dies geht am besten über whatsapp an O17O852518O. Nur wenn ich informiert bin kann ich auch reparieren.

  • Es geht bald los!

    In den letzten Tagen wurden immer wieder mal Störche in Hammelburg beobachtet. Mal in den Saalewiesen, mal auf der Friedhofskapelle und auch im Nest auf dem Mönchsturm. Noch läuft die Kamera nicht, aber zumindest ist alles nötige Zubehör da. Frühestens am Montag werde ich dazu kommen, mal nach der Technik zu sehen, evtl. erste Dinge zu installieren.

    In jedem Fall werden wir dieses Jahr wieder einen Blick ins Nest ermöglichen. Und zwar aus dem selben Blickwinkel wie zuletzt im vergangenen Jahr. Die Kamera sitzt dabei wieder im Dachboden des Rathauses und blickt von leicht tiefer ins Nest.

  • Wer beansprucht das Nest für sich?

    Die Verhältnisse im Storchennest sind immernoch unklar. Wir können beobachten, dass sich dort zwei Störche aufhalten. Ein unberingter richtet das Nest für sich her und nächstigt auch darin. Ein beringter Storch taucht immer wieder mal auf, aber längst nicht so oft. Beide zusammen passen aber irgendwie nicht.

    In der folgenden Aufnahme können Sie sehen, wie der unberingte Storch das Nest „freiwillig“ verlässt, wenn der beringte Storch kommt. Es kommt nicht zur Abwehrhaltung. Es bleibt immer spannend, wenn man Störche beobachtet!

    https://youtu.be/OUzrQk7SXFc
  • Wieder Störche da

    Seit gestern (04.05.2022) etwa 19:30 Uhr ist wieder ein Storch im Nest zu sehen. Dieser hat sich das Nest auch über Stunden hinweg hergerichtet. Dabei wurden auch die (vermutlich) Enteneier aus dem Nest entfernt. Gleich danach durfte der neue unberingte Storch sein Nest auch gegen einen weiteren Storch verteidigen. Anschließend hat der neue Storch die Nacht auch im Nest verbracht.

    Ganz so eindeutig lassen sich die weiteren Beobachtungen noch nicht interpretieren. Denn zweitweise taucht auch ein zweiter (links beringter) Storch am Nest auf. Ob das Freund oder Feind ist, wird nicht immer deutlich.

    Kaum dass der Storch heute Morgen das Nest kurz verlassen hatte kam auch die Ente wieder zurück. Allerdings dürfte sie ihre Eier nicht mehr gefunden haben.

  • Viele Besuche im Nest

    Eigentlich warten wir in Hammelburg auf ein Storchenpärchen. Und ganz langsam schwindet die Hoffnung auf ein erfolgreiches Storchenjahr. Dennoch lassen sich im Nest allerlei Besuche beobachten. Ein Falkenpärchen hat das Nest ja fast schon für sich gebucht und hält sich sehr regelmäßig darin auf. Auch an ganzen Verbänden von Dohlen fehlt es nicht. Immer wieder mal kommt auch ein Storch vorbei.

    Bereits seit drei Tagen haben wir aber auch jeweils am Vormittag Besuch von einem Entenpärchen, das sich dann auch für einige Zeit aufhält. Das ist manchmal lustig anzuschauen, denn die Enten können sich bei der Landung auch etwas tollpatischig anstellen.

  • Wieder kurzer Besuch

    Immer wieder konnte man unter der Woche ein Turmfalkenpärchen im Storchennest beobachten. Der erwartete Storch ließ allerdings auf sich Warten. Das änderte sich heute Morgen kurzzeitig. Von etwa 7:20 bis 9:00 Uhr hatte es sich ein Storch im Nest aufgehalten und vertrieb dabei auch gleich den Turmfalken.

    Der Storch wirkte aufgrund seines Verhaltens noch sehr jung. Da er unberingt war können wir leider nicht mehr über ihn oder sie in Erfahrung bringen.

    Gestern hatte ich schon überlegt, ob ich die Kamera abschalten solle und erst wieder mit Ankunft eines Storchs aktivieren. Aber ich lasse sie lieber noch ein wenig weiter laufen. Wer weiß, womit wir noch überrascht werden.

  • Kurzbesuch

    Nachdem uns am Karsamstag offenbar unsere beiden Störche verlassen haben, hatten wir heute Morgen zwischen 8:33 und 8:48 Uhr einen ersten Kurzbesuch. Der Storch hatte seinen Ring am rechten Bein, könnte damit zumindest theoretisch das zuletzt anwesende Männchen gewesen sein. Aber das ist viel Spekulation, weil der Ring nicht abgelesen werden konnte.

  • Was ist hier los (2)?

    Aktualisierter Beitrag:

    Von Karfreitag auf Karsamstag haben die Störche nochmal im Nest übernachtet. Das hatten wir aus unserer Erinnerung heraus schon vermutet, ein Anrufer hat es uns zwischenzeitlich bestätigt. Bisher konnten wir bis etwa 9 Uhr des Karsamstags zurück spulen und erkennen, dass die Störche schon früher fort geflogen sein müssen.

    Deutlich besser konnte das heute ein Anrufer erklären, der durch zurückspulen (deutlich vor neun Uhr, vermutlich zwischen 6:30 Uhr und 7 Uhr) die Störche in den letzten Minuten beobachten konnte. Da der Anrufer offenbar ein ein geübter Beobachter ist, konnte er das Verhalten der Störche sehr genau beschreiben. Demnach flogen sie nicht wie üblich weg, was man den Störchen ja bereits unmittelbar vor dem Abflug ansehen kann. Im Gegenteil haben die beiden gerade Gefiederpflege betrieben, der eine Storch hatte sogar seinen Kopf unter dem eigenen Flügel. Ohne Vorankündigung sprangen die Störche fast panisch hoch und verließen schlagartig das Nest. Dies deutet auf ein deutliches Erschrecken hin, was in dieser Höhe fast nur durch Lautstärke ausgelöst werden könnte.

    Vielleicht gibt es weitere Beobachter, die uns ebenfalls die letzten Minuten von der Anwesenheit der Störche schildern können.

    In den letzten Tagen war das Nest mehrfach umkämpft, das nährt zumindest die Hoffnung, dass es auch ein drittes mal besetzt werden könnte. Langsam aber wird es schon recht spät. Nur als sich im Jahr 2009 erstmals nach der Jahrtausendwende Störche in Hammelburg niederließen, waren sie noch etwas später dran. Das war damals der 24. April.

  • DER A8R50

    Nachdem gestern die Ringnummer des männlichen Storches abgelesen werden konnte, wissen wir heute bereits ein wenig mehr über ihn:

    Der Storch wurde am 01.06.2020 in Immeldorf in Mittelfranken als noch nicht voll flugfähiges Küken beringt. Auch wenn wir das genaue Schlupfdatum nicht kennen, so kann man zumindest behaupten, dass er ziemlich genau 2 Jahre alt ist. Und daraus lässt sich auch ableiten, dass dies seine erste Partnerin ist.

    Da das Weibchen keinen Ring trägt können wir über sie auch keine Aussage treffen.